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Anleihekäufe der EZB: Euro fällt auf neuen Tiefstand

Hier wird gegen die niedrige Inflation gekämpft: Europäische Zentralbank Zur Großansicht
imago/ Hannelore Förster

Hier wird gegen die niedrige Inflation gekämpft: Europäische Zentralbank

So schwach war der Euro zuletzt vor über elf Jahren: Die Gemeinschaftswährung ist gerade mal noch 1,07 Dollar wert. Grund für den Absturz ist das gigantische Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank.

Hamburg - Einen Tag nach Start des größten Anleihekaufprogramms in der europäischen Geschichte ist der Kurs des Euro auf einen neuen Tiefstand gefallen. Erstmals seit September 2003 sackte der Kurs der Gemeinschaftswährung unter 1,08 Dollar. Am Vormittag notierte er bei 1,074 Dollar. Allein seit Ende Februar hat der Euro damit sechs Cent oder fünf Prozent an Wert verloren.

Der Absturz des Eurokurses begann bereits Mitte 2014. Anfang Mai war ein Euro noch knapp 1,40 Dollar wert. Seitdem ging es um 23 Prozent nach unten. Grund dafür ist vor allem die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Während die US-Notenbank Fed die Marktteilnehmer langsam auf ein Ende der lockeren Geldpolitik einstimmt, hat die EZB den Leitzins für den Euroraum erst im September auf 0,05 Prozent gesenkt. Die Banken können sich bei ihr also quasi Geld zum Nulltarif leihen.

Weil das aus Sicht der EZB noch nicht ausreicht, um die niedrige Inflation zu bekämpfen, hat die Notenbank in dieser Woche ein großangelegtes Programm gestartet: Jeden Monat will sie Staatsanleihen und andere Wertpapiere in Höhe von 60 Milliarden Euro am Markt aufkaufen - und so mehr Geld in die Wirtschaft pumpen, um die Konjunktur anzuschieben. Das Programm soll bis Ende 2016 laufen - oder mindestens solange, bis sich die Inflation im Euroraum wieder in Richtung des Inflationsziels von knapp unter zwei Prozent bewegt.

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Erklär-Comic: Warum die EZB massenhaft Staatsanleihen kauft

Ein erwünschter Nebeneffekt dieser Politik ist die Schwächung des Euro. Dadurch werden Produkte aus der Eurozone im Ausland günstiger, was der Exportwirtschaft zu Gute kommt.

Ein weiterer Grund für die Schwäche der Gemeinschaftswährung ist die Lage in Griechenland. Das Land steht vor der Zahlungsunfähigkeit und ist auf Hilfen der anderen Eurostaaten angewiesen. Ob und wie lange diese Hilfen fließen werden, ist auch nach der jüngsten Krisensitzung am Montagabend noch ungeklärt. Im schlimmsten Fall droht eine Aufspaltung der Eurozone.

stk/dpa/Reuters

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insgesamt 262 Beiträge
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1. Der Verlierer...
fatherted98 10.03.2015
...ist wieder mal der einfach Büger, Steuerzahler und Arbeitnehmer. Keine Zinsen, keine Altervorsorge, keine Rücklagen...das was zur Zeit mit unserer Währung gemacht wird ist der reine Irrsinn. Ich hoffe wirklich auf ein baldiges Ende mit Schrecken...dann können wir einen Neuanfang versuchen...natürlich bei totaler Enteignung von 90% der Bevölkerung...aber das ist ja gewollt.
2. Der Euro
tennislehrer 10.03.2015
ist der größte Betrug an den Bürgern Europas
3.
optism 10.03.2015
Na da wird ja schön weiter an der Vernichtung des Euros und der europäischen Wirtschaftsleistung gearbeitet. Nur weiter so. Würde mich stark interessieren, wo Goldman Sachs momentan so investiert ist. Das erklärt bestimmt einiges, so wie die Tatsache, dass JP Morgan gerettet wurde und Lehman nicht. Entscheidungsträger war der damalige US-Finanzminister, ex Goldman Sachs CEO. GS' Investment in AIG wurde gerettet, der größte Konkurrent ging unter. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Draghi der EZB vorsteht, ohne seinem Ex-Arbeitgeber die Penunzen zuzuschaufeln. Mit Griechenland klappts ja auch...
4. Export
Hilfskraft 10.03.2015
für den Export müsste das doch positiv sein, oder? Import, nun ja ... Machen wir es wie die Kanzlerin: ungenehme Dinge verschweigen und positive Entwicklungen, auch die für die man nichts kann, in den Himmel loben ...
5. Der Euro wird langsam zum Rubel ...
wermoe 10.03.2015
Den deutschen Sparer "freut" die Politik des GoldmannSachs Mannes Draghi ...
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