AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 30/2012

Drohende Pleite IWF will Griechenland-Hilfen stoppen

Griechenland könnte schon im September pleitegehen. Der Internationale Währungsfonds hat nach Informationen des SPIEGEL der Brüsseler EU-Spitze signalisiert, dass er sich nicht an weiteren Hilfen für das Land beteiligen werde.

Akropolis in Athen: IWF stellt Hilfszahlungen in Frage
dapd

Akropolis in Athen: IWF stellt Hilfszahlungen in Frage


Die Geduld des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit Griechenland geht zu Ende: Hochrangige Vertreter haben der Brüsseler EU-Spitze nach Informationen des SPIEGEL mitgeteilt, dass der IWF nicht mehr bereit sei, weitere Gelder für die Griechenlandhilfe zur Verfügung zu stellen.

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Heft 30/2012
Das Attentat von München: Wie der Staat sein Versagen vertuschte

Derzeit untersucht die Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF), wie weit das Land seinen Reformverpflichtungen nachkommt. So viel steht schon jetzt fest: Die Regierung in Athen kann den Schuldenstand des Landes nicht wie vereinbart bis zum Jahr 2020 auf rund 120 Prozent der Jahreswirtschaftsleistung drücken.

Erhält das Land mehr Zeit, seine Ziele zu erfüllen, würde das nach Schätzungen der Troika zusätzliche Hilfen zwischen zehn und 50 Milliarden Euro erfordern. Viele Regierungen der Euro-Zone sind jedoch nicht mehr bereit, neue Griechenland-Lasten zu schultern. Zudem haben Länder wie die Niederlande und Finnland ihre Hilfen daran gekoppelt, dass sich der IWF beteiligt.

Das Risiko eines Austritts Griechenlands aus der Währungsunion wird mittlerweile in den Ländern der Euro-Zone für beherrschbar gehalten. Um die Ansteckungsgefahr für andere Länder zu begrenzen, wollen die Regierungen den Start des neuen Rettungsschirms ESM abwarten. Dieser kann jedoch nicht vor dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts am 12. September in Kraft treten.

Um Griechenland über den Monat August zu helfen, könnte ein letztes Mal die EZB einspringen. Eigentlich müsste Athen am 20. August 3,8 Milliarden Euro an die Zentralbank zurückzahlen. Die Lösung könnte eine Art Kreislaufgeschäft sein, bei dem die Euro-Notenbanken selbst die Kreditablösung übernehmen: Der griechische Staat könnte neue kurzfristige Staatsanleihen herausgeben - sogenannte T-Bills - und sie an die griechischen Banken verkaufen. Diese wiederum reichen die Papiere bei der griechischen Notenbank ein - als Sicherheit für neue Nothilfen.

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insgesamt 424 Beiträge
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Seite 1
spiegel_135 22.07.2012
1. Ich drücke die Daumen
Ich wünsche den Griechen alles gute und hoffe, sie finden einen Weg, um im Euro zu bleiben. Denn wenn Griechenland aussteigt, werden einige andere Staatspleiten folgen.
buntesmeinung 22.07.2012
2. Ansteckungsgefahr für andere Länder begrenzen?
In dem ganzen Rettungsdilettantismus ist nichts und niemand vor Ansteckung geschützt worden. Allein Banken und Hochfinanz sind mit Kapital gefüttert worden, zu Lasten aller Euro-Volkswirtschaften. Solch dämliche Begründungen und all die anderen zum Teil euphemistischen Wortschöpfungen und Argumentationshilfen sollten ihren Benutzern im Halse stecken bleiben. Es sind Unsummen verbrannt worden. Geholfen wurde (Ausnahmen she. oben) niemandem.
connection 22.07.2012
3. Das hätte man
Zitat von sysopdapdGriechenland könnte schon im September pleite gehen. Der Internationale Währungsfonds hat nach Informationen des SPIEGEL der Brüsseler EU-Spitze signalisiert, dass er sich nicht an weiteren Hilfen für das Land beteiligen werde. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,845718,00.html
auch gleich haben können. Aber nein, es müssen erstmal ein paar Milliarden in den Sand gesetzt werden. Jeder wusste, dass das so kommen wird, nur unsere (Euro-) Politiker nicht!
independent68 22.07.2012
4. Na endlich
jetzt kommt langsam Bewegung in die Sache und die Griechen werden erhalten bald ihre Chanc zum Neuanfang bekommen. Andere werden folgen und es wird sich wieder ein natuerlicher Entwicklungsvorgang der die Staerken und Schwaechen der einzelnen Kulturen beruecksichtigt einstellen. Man kann keine Gleichheit auf dem Papier verordnen, auch wenn eitle und machtbesessene Juristen, Politiker und sonstige Theoretiker das so gern als alternativlos verkaufen wollen. Man kann sich nicht gegen die natuerliche Entwicklung stellen, die kein Papier mit Abmachungen und Gesetzen braucht die alle paar Jahre wilkuerlich angepasst werden.
ricocoracao 22.07.2012
5.
Zitat von sysopdapdGriechenland könnte schon im September pleite gehen. Der Internationale Währungsfonds hat nach Informationen des SPIEGEL der Brüsseler EU-Spitze signalisiert, dass er sich nicht an weiteren Hilfen für das Land beteiligen werde. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,845718,00.html
Der Spiegel am 18.März 1974: Bohrungen und Tests hätten den Nachweis für "bedeutende Vorkommen von Erdöl guter Qualität und großer Mengen von Naturgas" in Griechenland erbracht. DER SPIEGEL*12/1974 - Flamme aus dem Wasser (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41722030.html) Man lässt nun Griechenland an die Wand fahren und beutet diese Vorkommen dann aus.. vorher hat man natürlich noch die Nordländer die Zahlmeister machen lassen.. Wer wird sich diese Bodenschätze unter den Nagel reißen? Türkische Medien: "Israel habe vor, im Rahmen der Energie-Kooperation mit Zypern und Griechenland 20.000 Soldaten auf die Insel zu schicken." Warum wird dieses Thema -hier- in den Medien totgeschwiegen?
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