Britischer Wirtschaftspreis: Beste Idee für Euro-Ausstieg prämiert

Wie wird ein Land den Euro wieder los? Für die überzeugendste Antwort auf diese Frage hat ein britischer Ökonom jetzt rund 300.000 Euro bekommen. Ein britischer Lord hatte den Preis ausgelobt.

Roger Bootle: Der britische Volkswirt ist in Großbritannien bereits als Autor bekannt Zur Großansicht
Getty Images/Bloomberg News

Roger Bootle: Der britische Volkswirt ist in Großbritannien bereits als Autor bekannt

London - Es ist ein ungewöhnlicher Wirtschaftspreis, um den 400 Bewerber buhlten: Der Wolfson Economic Prize belohnt das beste Konzept zum Ausstieg aus dem Euro mit 250.000 Pfund (rund 300.000 Euro). Erster Preisträger in der Geschichte des Preises ist der britische Ökonom Roger Bootle mit seiner "Praktischen Anleitung zum Euro-Austritt".

Bootle und sein Team von der Beratungsfirma Capital Economics raten in ihrem Szenario dazu, die Staatsschulden des Austrittslands in eine nationale Währung zu überführen und diese zunächst zum Kurs 1:1 zum Euro zu handeln. Auch Löhne, Preise und Kredite sollen zu diesem Kurs getauscht werden. Nur ein halbes Jahr hat der Euro weiterhin Geltung. Daneben muss das betroffene Land eine unabhängig überwachte Inflationssteuerung einführen.

Von den 400 Bewerbern hatte die Jury zunächst zehn in die engere Auswahl genommen. Bootle habe aber die besten Lösungen für die Problematik geboten, erklärte die Jury. Der Volkswirt ist in England bereits durch seine Medienauftritte und einige Bücher bekannt. Benannt ist der Preis nach seinem Stifter Lord David Wolfson. Der 43-Jährige ist Vorstandschef des Einzelhändlers Next und Großspender der konservativen Partei, für die er auch im Oberhaus sitzt. Sein Preis ist weltweit der am zweithöchsten dotierte Wirtschaftspreis - nach dem Nobelpreis für Wirtschaft.

akm/dpa

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insgesamt 19 Beiträge
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1.
meistro 05.07.2012
Was regen die sich denn auf? Die haben doch garnicht den Euro!
2. unfassbar
Gebetsmühle 05.07.2012
Zitat von sysopGetty Images/Bloomberg NewsWie wird ein Land den Euro wieder los? Für die überzeugendste Antwort auf diese Frage hat ein britischer Ökonom jetzt rund 300.000 Euro bekommen. Ein britischer Lord hatte den Preis ausgelobt. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,842773,00.html
und für solche binsenweisheiten auf die eigentlich jeder kommt, der schon mal mit geld hantiert hat, kann man dort solche preise bekommen? das sagt viel über bildung und intellektuelles nivoh dieser leute aus.
3. Haben wollen !
faistmeister 05.07.2012
Endlich eine Blaupause für Deutschland ! :-)
4.
Meckermann 05.07.2012
Zitat von Gebetsmühleund für solche binsenweisheiten auf die eigentlich jeder kommt, der schon mal mit geld hantiert hat, kann man dort solche preise bekommen? das sagt viel über bildung und intellektuelles nivoh dieser leute aus.
Immerhin ist es dort nicht verboten über solche Fragen öffentlich nachzudenken.
5. nivoh?
ladycontrol 05.07.2012
An ihrer Stelle würde ich mir zuerst Gedanken um mein eigenes "Nivoh" machen. Unabhängig davon kann man die meisten Euro-Kritiker getrost ignorieren. Ganz besonders wenn sie im House of Lords sitzen.
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