Trotz unsicherer Märkte Evonik wagt sich an die Börse

Der Chemieriese Evonik steht vor dem Gang aufs Parkett: Der Mehrheitseigentümer des Unternehmens hat seinen Segen gegeben - auch wenn die Märkte stark schwanken. Es wäre einer der größten deutschen Börsengänge.


Düsseldorf - Evonik bereitet seinen Börsengang vor. Der Chemieriese hat vom Kuratorium seines Mehrheitseigentümers RAG-Stiftung den Segen dafür bekommen. Das teilte die RAG-Stiftung am Montagabend mit.

Die durch die Euro-Schuldenkrise ausgelösten Unsicherheiten an den Finanzmärkten könnten aber dazu führen, dass der Zeitplan für den Sprung an die Börse überprüft werden muss, sagte Stiftungschef Wilhelm Bonse-Geuking laut einer Pressemitteilung. Evonik sei aber "bestens für den Börsengang vorbereitet".

Die endgültige Entscheidung über die milliardenschweren Börsenpläne soll im Juni fallen. Bleibt es bei dem aktuellen Zeitplan, könnte die Evonik-Aktie erstmals am 25. Juni gehandelt werden.

Die beiden Eigner des Chemiekonzerns, die RAG-Stiftung und der Finanzinvestor CVC, wollen früheren Angaben aus Finanzkreisen zufolge rund ein Drittel der Evonik-Anteile verkaufen. Bonse-Geuking, hatte Stiftungskreisen zufolge den Mindestwert des Gesamtkonzerns Evonik bei rund 15 Milliarden Euro angesetzt.

Der Erlös wird auf rund fünf Milliarden Euro taxiert. Es wäre einer der größten Börsengänge der letzten Jahre in Deutschland.

ssu/Reuters

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