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Chemiebranche: Evonik plant offenbar Milliardenübernahme in den USA

Übernahmefieber in der Chemiebranche: Nun will offenbar auch Evonik mitmischen. Der MDax-Konzern ist laut einem Bericht in Gesprächen mit dem US-Konzern Air Products.

Der Essener Spezialchemiekonzern Evonik ist einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge in fortgeschrittenen Gesprächen mit Air Products, um eine Sparte des US-Konzerns zu übernehmen. Evonik habe Interesse an der Sparte, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen Insider. Eine Entscheidung gebe es aber noch nicht. Eine Evonik-Sprecherin wollte gegenüber SPIEGEL ONLINE die Berichte nicht kommentieren. Die Transaktion könnte einen Wert von mehr als 3,5 Milliarden Dollar haben, sagte ein Insider.

Die Evonik-Aktie legte zeitweise um 4,1 Prozent auf 27,74 Euro zu und gehörten damit zu den stärksten Werten im MDax. Die zu veräußernde Sparte produziert Chemikalien, die in Sonnencremes und Farben zum Einsatz kommen. Von dem US-Unternehmen war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Evonik-Chef Klaus Engel schaut sich bereits seit geraumer Zeit nach Zukäufen um. Die Manager des Konzerns arbeiten dabei eine Liste mit möglichen Übernahmezielen ab. In Asien setzt der Konzern vor allem auf organisches Wachstum. Zukäufe in Nordamerika könnten den Konzern breiter aufstellen, hatte es bereits in der Vergangenheit im Umfeld des Essener Konzerns geheißen.

Die Chemiebranche ist in Bewegung. In den USA schmieden Dow Chemical und DuPont einen neuen Branchengiganten. Zudem will sich der Staatskonzern ChemChina den Schweizer Pflanzenschutzspezialisten Syngenta für 43 Milliarden Dollar einverleiben.

msc/Reuters

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