Chemiekonzern: Evonik nimmt neuen Anlauf für Börsengang

Evonik-Zentrale in Essen: Großteil der Aktien vorab platziert Zur Großansicht
dapd

Evonik-Zentrale in Essen: Großteil der Aktien vorab platziert

Der Chemiekonzern Evonik plant den Gang an die Börse. Nach drei gescheiterten Versuchen haben die beiden Eigentümer nun einen Großteil der Anteile vorab platziert. Im April soll die Aktie dann an der Frankfurter Börse gelistet werden.

Frankfurt/Düsseldorf - Der Spezialchemiekonzern Evonik nimmt laut Finanz- und Eigentümerkreisen einen neuen Anlauf an die Börse - aber in kleinerem Maßstab als 2012 geplant. Die beiden Eigentümer, die RAG-Stiftung und der Finanzinvestor CVC, wollten bis Ende April zehn Prozent der Evonik-Anteile an die Frankfurter Börse bringen, sagten zwei mit den Plänen vertraute Personen. Dem Plan liege ein Firmenwert von mindestens 14 Milliarden Euro zugrunde, so dass die mit knapp 75 Prozent beteiligte RAG-Stiftung und der Finanzinvestor CVC mit einem Erlös von rund 1,4 Milliarden Euro rechnen könnten, hieß es um Umfeld der Stiftung.

Im Sommer 2012 waren die Börsenpläne verschoben worden, weil potentielle Anleger nicht bereit waren, Preise nach den Vorstellungen der Stiftung zu zahlen. Damals war Evonik mit rund zwölf Milliarden Euro bewertet worden, 30 Prozent des Unternehmens sollten platziert werden. CVC ist seit viereinhalb Jahren mit 25,01 Prozent an Evonik beteiligt.

Einen Teil der Aktien haben die beiden Eigentümer in einer ungewöhnlichen Aktion schon vorab bei großen Investoren platziert. Die kleine Frankfurter Investmentbank MainFirst sei dabei, sieben Prozent der Anteile an mehr als zehn Anleger zu verkaufen, je die Hälfte davon stellten die Stiftung und CVC zur Verfügung. Der Prozess habe vor zwei Wochen begonnen, die Hälfte der sieben Prozent sei schon verkauft. Im April müssten dann nur noch drei Prozent der Aktien an den Mann gebracht werden.

Die Deutsche Bank hat einem der Insider zufolge gute Chancen, diesen Teil des Börsengangs zu organisieren. Evonik war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. CVC und MainFirst wollten sich nicht zu den Plänen äußern.

cte/Reuters

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