Energiewende EWE baut unterirdische Riesenbatterie

Sie soll ganz Oldenburg einen Tag lang mit Strom versorgen können: Der Energieversorger EWE will Salzkavernen zum größten Stromspeicher der Welt umbauen.

Windpark in Niedersachsen (Archiv)
DPA

Windpark in Niedersachsen (Archiv)


Der Oldenburger Energieversorger EWE plant den Bau der nach eigenen Angaben "größten Batterie der Welt". EWE, einer der größten Versorger in Deutschland, will dafür Salzkavernen nutzen. Kavernen sind große, unterirdische Hohlräume.

Mit einem neuen technischen Verfahren sei es möglich, Elektrizität in großen Mengen umweltfreundlich in salzigem Wasser zu speichern, nachdem es mit speziellen Kunststoffen angereichert worden sei, sagte der zuständige Geschäftsführer Peter Schmidt der "FAZ".

"Wir planen den Bau der größten Batterie der Welt", sagte Schmidt. Damit könnte erstmals Strom aus erneuerbaren Energiequellen, etwa Windstrom von der Küste, in bisher nicht gekannten Größenordnungen gespeichert werden und ein großes Problem der Energiewende behoben werden.

Im Labormaßstab seien die Versuche geglückt, im Herbst wolle EWE einen großen Prototypen errichten. Im Jahre 2023 könnte dann die erste große Batterie in Betrieb genommen werden, die groß genug sei, eine Großstadt wie Berlin für eine Stunde mit Strom zu versorgen - oder ganz Oldenburg einen Tag lang.

beb



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