Ex-Deutsche-Bank-Chef Ackermann verlässt Siemens-Aufsichtsrat

Josef Ackermann gibt seinen Aufsichtsratsposten bei Siemens auf. Grund für den Rückzug ist offenbar das zerrüttete Verhältnis zu Aufsichtsratschef Gerhard Cromme.

Josef Ackermann: "Wir hatten unterschiedliche Vorstellungen ..."
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Josef Ackermann: "Wir hatten unterschiedliche Vorstellungen ..."


Frankfurt am Main - Josef Ackermann legt nach dem Rücktritt beim Versicherungskonzern Zurich auch sein Aufsichtsratsmandat bei Siemens nieder. "Ich habe entschieden, aus dem Aufsichtsrat von Siemens zurückzutreten," sagte Ackermann am Donnerstag bei einer Buchvorstellung in Berlin. "Wir hatten unterschiedliche Vorstellungen, wie man den Prozess der Nachfolge gestaltet," sagte er zur Begründung.

Ohne den Namen von Aufsichtsratschef Gerhard Cromme zu nennen, sprach Ackermann von einer "Diskrepanz in Stil- und Fairnessfragen". Cromme hatte sich intern für die Ablösung von Vorstandschef Peter Löscher stark gemacht - und sich damit auch durchgesetzt. Ackermann hatte dagegen versucht, Löscher zu halten, war damit aber gescheitert. Auch intern hatte er den Umgang dem geschassten Siemens-Chef kritisiert.

"Der einzige Moment, wenn ich emotional werde, ist dann, wenn ich das Gefühl habe, es wird unfair mit Menschen umgegangen", sagte Ackermann am Donnerstag. "Und da zähle ich auch Vorstandsvorsitzende dazu." Zugleich betonte der Schweizer, dass er seine anderen Aufsichtsratsmandate, darunter bei Shell, behalten werde.

Erst vor zwei Wochen hatte Ackermann mit einem Rücktritt für Schlagzeilen gesorgt. Er gab seinen Posten als Verwaltungsratspräsident des Schweizer Versicherungskonzerns Zurich auf. Sein Rücktritt war verknüpft mit dem Suizid von Pierre Wauthier, dem Finanzvorstand der Zurich Insurance Group.

Jegliche Verantwortung für den Suizid von Wauthier wies Ackermann allerdings von sich. "Dass ich in einem Brief verantwortlich oder mitverantwortlich gemacht werde, muss ich in aller Entschiedenheit zurückweisen", sagte der Banker.

lei/stk/dpa/Reuters



insgesamt 33 Beiträge
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Seite 1
dwg 12.09.2013
1.
Zitat von sysoppicture alliance / dpaJosef Ackermann gibt seinen Aufsichtsratsposten bei Siemens auf. Grund für den Rückzug ist offenbar das zerrüttete Verhältnis zu Aufsichtsratschef Gerhard Cromme. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ex-deutsche-bank-chef-ackermann-verlaesst-siemens-aufsichtsrat-a-921852.html
Da geht eindeutig der Falsche. Wenn man sich anschaut, was Cromme in den letzten Jahren an verschiedenen Stellen angerichtet hat, ist jeder weitere Tag auf dem Posten fatal.
braman 12.09.2013
2. Ex-Chef
Wann verlässt Herr Ackermann Deutschland endgültig? Nachdem er der Deutschen Bank immensen Schaden zugefügt hat, ablesbar am Aktienkurs (von >80 auf
schmiergelsiepen 12.09.2013
3. optional
Der Ackermann hat absolut kein Unrechtsbewussein.
vielfeindvielehr 12.09.2013
4. nee, is klar
Gut, bzw., besser für Siemens, man will ja sein Image nicht noch weiter verschlimmern. Über Leichen (pl.) sind die, m.W., ja noch nicht gegangen.
cedex 12.09.2013
5. aha
in wievieleb Aufsichtsräten kann man denn sitzen und gleichzeitig effektive Arbeit leisten? Unglaublich. Junge, steck dir deine zwei Millionen Abfindungen ein und kümmere dich um das restliche Dutzend Konzerne die sich um deine Gunst streiten. Und nun zum Wetter....
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