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Geschäftsidee: Ex-Microsoft-Manager will weltgrößter Cannabis-Händler werden

Ex-Microsoft-Manager Shively: "Auf jeden Fall unter dem Schwarzmarktpreis" Zur Großansicht
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Ex-Microsoft-Manager Shively: "Auf jeden Fall unter dem Schwarzmarktpreis"

Ihm schwebt eine Art Starbucks für Haschisch vor: Der ehemalige Microsoft-Manager Jamen Shively will mit einer Shopkette zum größten Cannabis-Verkäufer der Welt aufsteigen. Die fortschreitende Legalisierung habe bereits zu einem "grünen Goldrausch" geführt.

Hamburg - Ein ehemaliger Microsoft-Manager will künftig mit dem Handel von Haschisch Karriere machen. Die Nachfrage nach dem Rauschmittel Cannabis hat nach seiner Überzeugung bereits zu einem "Goldrausch" geführt. In Kalifornien werde mit dem Anbau inzwischen mehr Geld verdient als mit Weizen und Gemüse, sagte Jamen Shively, der vor Jahren einmal bei dem Softwarekonzern arbeitete, in einem Interview des Magazins "Business Punk". "Das ist ein grüner Goldrausch mit geschätzt 100 Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr."

Seine ersten Shops will der Ex-Manager im Stil hochwertiger Zigarrenläden eröffnen. "Auf jeden Fall müssen wir mit unseren günstigsten Produkten unter den Schwarzmarktpreisen liegen, sonst sind wir nicht wettbewerbsfähig", sagte Shively. Langfristig verfolge er das Ziel, "der größte Verkäufer von Cannabis auf der ganzen Welt zu werden". Er setze dabei auf eine fortschreitende Legalisierung.

In den US-Staaten Colorado und Washington ist der Marihuana-Konsum seit Jahresanfang auch für rein privaten Genuss erlaubt. In 19 anderen Staaten ist es zumindest teilweise zugelassen, etwa für medizinischen Gebrauch. In einem Interview mit "The New Yorker" bezeichnete Präsident Barack Obama diese Gesetze als Experimente, die vorangetrieben werden sollten. Er sprach sich allerdings gegen eine Freigabe für den privaten Konsum aus.

Beobachter sehen in Marihuana ein Mega-Geschäft, mit Wachstumsraten von 18 Prozent jährlich. In Colorado blüht das Geschäft mit der Droge bereits. Seit Jahresbeginn dürfen zugelassene Händler dort Cannabis-Produkte frei verkaufen. Das neue Gesetz erlaubt Einwohnern von Colorado, die älter als 21 Jahre sind, pro Kauf den Erwerb von einer Unze (etwa 28 Gramm) Cannabisblüten, die derzeit durchschnittlich 400 Dollar kosten. Davon sind 60 Dollar Steuern. Für Auswärtige liegt das Limit bei 7 Gramm.

In Denver sollen bisher 355 Marihuana-Lizenzen ausgegeben worden sein, davon 140 an Einzelhändler. Gut drei Dutzend Geschäfte haben bereits eröffnet.

Marihuana in den USA

fdi/dpa

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insgesamt 34 Beiträge
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1. Besorgniserregend
JonnyBlue 02.04.2014
Da kommt ja was auf uns zu. Eine Gesellschaft, die sich selber unter Drogen setzt, Dass Cannabis ungefährlich sein soll ist die größte Propagandalüge aller Zeiten. Es gibt genügend Studien, die zeigen, dass Cannabis sowohl psychische als auch körperliche Schäden anrichtet. Die Vorstellung, dass Menschen bekifft Auto fahren oder bekiffte Flugpiloten unsere Flugzeuge steuern ist doch der reinste Horror. Später kommen dann die enormen Behandlungskosten für Süchtige, die davon wieder loskommen, aber Hauptsache so ein Manager hat sein Vermögen mit der Gesundheit anderer Menschen gemacht. Wo drifftet diese Gesellschaft nur hin.
2. Pech für die Mafia
Alimentator 02.04.2014
Auch wenn Cannabis nichts für mich ist - ich freue mich über die erste echte Legalisierung der weichen Droge. Das vermiest den mexikanischen Mafiabossen ordentlich das Geschäft, freut die Konsumenten und bringt auch noch Steuern. Eine Win Win Win Situation. Hollandische Coffee-Shops waren nie so frei. Die Lieferanten der Shops sind immer noch Straftäter und es gibt Bestrebungen Coffee-Shops für Ausländer komplett zu sperren.
3.
tetaro 02.04.2014
Zitat von sysopDPAIhm schwebt eine Art Starbucks für Haschisch vor: Der ehemalige Microsoft-Manager Jamen Shively will mit einer Shopkette zum größten Cannabis-Verkäufer der Welt aufsteigen. Die fortschreitende Legalisierung habe bereits zu einem "grünen Goldrausch" geführt. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ex-microsoft-manager-will-weltgroesster-cannabis-haendler-werden-a-962179.html
Oh, die Amerikaner haben erkannt, dass man damit Geld verdienen kann. Damit wird ein Verbot wahrscheinlich endgültig Geschichte sein. Und da Europa ein Markt für die USA ist, kann man die weitere Entwicklung auch hier prognostizieren.
4. zu 1.
yshitake 02.04.2014
Also praktisch das selbe, wie wir es jetzt auch schon weltweit beim Alkohol haben. So what? Gleiches Recht für alle heißt es gerne anderenorts. Aber solche Grundsätze können manche Menschen ja willkürlich bedienen wie den Lichtschalter
5.
reliant 02.04.2014
@JonnyBlue, war wohl ein bisschen zuviel Bier heute? Keiner will berauschte Piloten und die Alkoholsucht ist deutlich gefährlicher und teurer zu behandeln. Woher nehmen Sie sich das Recht, anderen Menschen zu verbieten, getrocknete Blüten zu rauchen (was die Menschen schon seit Jahrtausenden tun)?
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