Facebook: Ex-Partner von Zuckerberg wegen Milliardenbetrugs verhaftet

Ein ehemaliger Geschäftspartner von Mark Zuckerberg ist wegen Betrugs verhaftet worden. Der Mann beanspruchte, das soziale Netzwerk mitgegründet zu haben und forderte die Hälfte der Unternehmensanteile. Doch offenbar hat er ein Beweisstück recht schlampig gefälscht.

Facebook: Zeichenabstände der Vertragsseiten stimmen nicht überein Zur Großansicht
REUTERS

Facebook: Zeichenabstände der Vertragsseiten stimmen nicht überein

New York - Er wollte die Hälfte von Facebook einklagen, nun ist ein ehemaliger Geschäftspartner von Mark Zuckerberg verhaftet worden. Der New Yorker Staatsanwalt Preet Bharara sieht es als erwiesen an, dass Paul Ceglia für seine Klage zahlreiche Dokumente fälschte. Darunter sei auch der Vertrag, der ihn angeblich als Miteigentümer des sozialen Netzwerks auswies.

Hintergrund: Ceglia hatte Facebook im Jahr 2010 verklagt. Er behauptete, mit Zuckerberg bereits 2003 einen Online-Dienst mit dem Namen "The Face Book" geplant zu haben. Zuckerberg habe Ceglia jedoch schließlich ausgebootet und Facebook allein auf die Beine gestellt, lautete der Vorwurf. Als Beweis legte Ceglia einen Vertrag vor, der ihm einen großen Anteil an dem Online-Netzwerk zusicherte.

Dieser zweiseitige Vertrag ist nach Ansicht der Staatsanwaltschaft jedoch manipuliert worden. Ceglia habe die erste Seite ausgetauscht. Das hätten Analysen ergeben. So stimmten die Zeichenabstände nicht mit Seite zwei überein, auf der Zuckerberg seine Unterschrift für ein anderes Projekt gesetzt hatte. Der damalige Harvard-Student Zuckerberg sollte Programmieraufgaben für Ceglia erledigen. Facebook hatte bereits von einem Betrug gesprochen.

cte/dpa

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1. Börsenaufsicht
overhead 26.10.2012
Obwohl die US-Börsenaufsicht bis jetzt keine Ungereimtheiten beim Börsengang von facebook gefunden haben, bleibt ein deutlicher Eindruck von halbseidenen Gestalten im Dunstkreis Zuckerbergs. Falls sich diese Überzeugung vieler Beobachter bestätigt, wird noch viel Übles ans Tageslicht kommen. Zuckerberg selbst ist ja eine ganz ähnliche Persönlichkeit wie es Bill Gates in jüngeren Jahren war, als er etliche Erfindungen von Apple klaute.
2. Hä?
Mo2 26.10.2012
Zitat von overheadObwohl die US-Börsenaufsicht bis jetzt keine Ungereimtheiten beim Börsengang von facebook gefunden haben, bleibt ein deutlicher Eindruck von halbseidenen Gestalten im Dunstkreis Zuckerbergs. Falls sich diese Überzeugung vieler Beobachter bestätigt, wird noch viel Übles ans Tageslicht kommen. Zuckerberg selbst ist ja eine ganz ähnliche Persönlichkeit wie es Bill Gates in jüngeren Jahren war, als er etliche Erfindungen von Apple klaute.
Na ja, vor allem hat Apple kräftig geklaut (u.a. bei Xerox). Was soll Bill denn geklaut haben?
3. Apple KAUFTE Xerox-Patente
overhead 26.10.2012
Bill Gates KLAUTE die grafische Benutzeroberfläche, ohne diese Microsofts Betriebssysteme noch heute nach MS-DOS aussehen würden, sowie etliche andere Apple-Erfindungen. Erst gestern hat Microsoft wieder mal der ganzen Welt gezeigt, wozu es "fähig" ist – Windows 8 – über das sogar eingefleischte Microboys lachen müssen. http://www.ftd.de/it-medien/it-telekommunikation/:steve-jobs-biografie-bill-gates-hat-schamlos-geklaut/60120287.html
4. alle blöd
marcor642 26.10.2012
Zitat von overheadBill Gates KLAUTE die grafische Benutzeroberfläche, ohne diese Microsofts Betriebssysteme noch heute nach MS-DOS aussehen würden, sowie etliche andere Apple-Erfindungen. Erst gestern hat Microsoft wieder mal der ganzen Welt gezeigt, wozu es "fähig" ist – Windows 8 – über das sogar eingefleischte Microboys lachen müssen. Steve-Jobs-Biografie: "Bill Gates hat schamlos geklaut" | FTD.de (http://www.ftd.de/it-medien/it-telekommunikation/:steve-jobs-biografie-bill-gates-hat-schamlos-geklaut/60120287.html)
Also der erste, der das Rad erfunden hat, darf fahren, der Rest muss laufen? Das ist doch blödsinn, grafische Benutzeroberfläche geklaut, die musste und wäre gekommen, auch ohne apple, weil einfach sinnvoll ist, so wie viele "Erfindungen", wo der schnellste und potenteste sich die Patente sichert, und den Rest am Entwickeln hindert. Nichtdestotrotz ist Facebook scheisse, und Windows und Apple sowieso, nicht, weil sie zu wenig erfinden, sondern weil da zuviel Macht in den Händen von Privatuntennehmen liegt, die rein ihren Aktionären verplichtet sind, wo Einzelpersonen uns völlig undemokratisch vorschreiben, was gesagt und getan werden darf, weil sie sich Patente auf Modelle sichern, die eigentlich nur der nächste logische Schritt sind. Patente auf Handbewegungen^^ Beim BS gibt's zum Glück linux als alternative, bei Facebook muss sich langsam auch mal ein opensource-projekt als Alternative entwickeln.
5. Hier stinkt was zum Himmel
wulffleinwegdich 27.10.2012
Der Vertrag ist laut dem was die Verteidigung Zuckerbergs behauptet manipuliert worden. Besagte "Analysen" bzw. die enorm umfangreichen extrem detaillierten wissenschaftlichen Gutachten (eines 100, das andere 90 Seiten) von namhaften Experten auf dem Gebiet der Forensik, 2 davon offensichtl. ausgesprochene Koriphäen auf ihrem Gebiet, sagen nicht nur genau das Gegenteil, sondern gehen teilweise sogar soweit die Experten von Zuckerberg/Facebook ihrerseits zu beschuldigen u. weisen nach das diese nicht nur schlampig gearbeitet haben, sondern bei der Untersuchung der Facebook Vertragspapiere unfachmännisch, ja dilletantisch vorgegangen sind, diese bei der Untersuchung sogar in unzulässigerweise Weise beschädigt und die Gutachten manipuliert, zumindest stark "auffrisiert" haben: Paul Ceglia’s experts establish the authenticity of Zuckerberg’s paper contract with him | (http://bolandlegal.com/site/paul-ceglias-experts-establish-the-authenticity-of-zuckerbergs-paper-contract-with-him) http://bolandlegal.com/site/wp-content/uploads/2012/06/Document-415-Expert-Report-of-James-Blanco.pdf https://docs.google.com/file/d/0B4d2MJ5SCq1WUTZGcW5yMjlyVTA/edit?pli=1 http://bolandlegal.com/site/wp-content/uploads/2012/06/Document-417-Declaration-of-Neil-Broom.pdf Das ist für hochkarätige Fachleute dieses Kalibers ein äusserst ungewöhnlicher Vorgang. Jetzt auf einmal soll der Herr Ceglia "überführt" worden sein. Hier stinkt was ganz gewaltig zum Himmel.
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