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Export-Boom: Deutschland steigert Ausfuhren nach China um 52 Prozent

Die Exporte nach China sind gegen den Trend gewachsen: Die Bundesrepublik hat die Ausfuhren in die Volksrepublik im vergangenen Jahr um sieben Prozent gesteigert - Anfang 2010 waren es sogar 52 Prozent.

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REUTERS

Hafen von Shanghai: Deutscher Handel mit China floriert

Wiesbaden - Die deutschen Exporte nach China sind trotz Wirtschaftskrise gestiegen. Insgesamt wurden 2009 Waren im Wert von 36,5 Milliarden Euro in die Volksrepublik verkauft, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Das entspricht einem Plus von sieben Prozent gegenüber 2008. Im Januar und Februar stieg der Wert sogar um 52,2 Prozent.

China hat sich damit in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten deutschen Handelspartner entwickelt. Vor zehn Jahren machten die Exporte in die Volksrepublik nur 1,4 Prozent aus, 2009 waren es schon 4,5 Prozent. Damit liegt die Volksrepublik auf Platz acht der wichtigsten Exportpartner der Bundesrepublik.

Bei den Importen liegt China auf Platz zwei der wichtigsten Handelspartner. Die Einfuhren gingen 2009 zwar leicht zurück - dies allerdings mit neun Prozent weniger stark als insgesamt (16,4 Prozent).

2009 wurden Waren im Wert von 55,4 Milliarden Euro aus China importiert, insgesamt waren es 674 Milliarden Euro. In den ersten beiden Monaten erhöhten sich die Einfuhren aus China gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro.

Insgesamt brach der Export in Deutschland im vergangenen Jahr um knapp 18 Prozent ein - auf 808,2 Milliarden Euro. Damit verlor Deutschland seinen Titel als Exportweltmeister an China. Zu Jahresbeginn verbesserte sich die Lage des deutschen Außenhandels, sagen die Statistiker.

cte/ddp

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Deutscher Export-Boom
Kaum eine andere Volkswirtschaft lebt so stark vom Exportgeschäft wie die deutsche - Zahlen zum deutschen Außenhandel im Überblick:
Ausfuhren
Deutschland exportierte 2009 Waren im Wert von rund 808 Milliarden Euro ins Ausland - das waren 17,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Wegen dieses Rekordeinbruchs verlor Deutschland den prestigeträchtigen Titel des Exportweltmeisters an China.
Handelsüberschuss
Trotz des Einbruchs weist Deutschland noch immer einen riesigen Handelsüberschuss aus. Die Exporte übertrafen die Importe um etwa 134 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Alle 16 Euro-Länder zusammen erzielten nur einen Überschuss von 22,3 Milliarden Euro, weil Staaten wie Spanien und Griechenland mehr importieren als exportieren.
Exportschlager Maschinen
Deutscher Exportschlager Nummer eins sind Maschinen. Ihr Anteil an den Gesamtexporten beläuft sich auf 15,1 Prozent. An zweiter Stelle folgen Fahrzeuge und Fahrzeugteile mit 14,9 Prozent. Auf dem dritten Rang folgen chemische Erzeugnisse mit 9,1 Prozent.
Milliardenmarkt Europa
Der mit Abstand wichtigste deutsche Absatzmarkt sind die EU-Länder. Dorthin gingen rund 63 Prozent aller Exportwaren. Zweitwichtigste Region ist Asien, gefolgt von Amerika.
Wichtiger Jobmotor
Etwa jeder dritte Arbeitsplatz hängt in Deutschland direkt oder indirekt vom Außenhandel ab. Das sind gut 13 Millionen Stellen. ssu/dpa


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