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Nachfrageboom: Deutsche Exporte erreichen neues Rekordhoch

Deutschlands Exporte eilen von Rekord zu Rekord. Allein im Oktober führten heimische Unternehmen Waren im Wert von knapp 104 Milliarden Euro aus. Grund ist ein Nachfrageboom außerhalb der EU.

Container am Hamburger Hafen: Ausfuhren im Wert von 103,9 Milliarden Euro Zur Großansicht
DPA

Container am Hamburger Hafen: Ausfuhren im Wert von 103,9 Milliarden Euro

Wiesbaden - Deutschlands Exporte haben im Oktober einen neuen Rekordwert erreicht. Der Wert der Ausfuhren belief sich auf 103,9 Milliarden Euro und lag damit zum dritten Mal in diesem Jahr über der Marke von 100 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

Die Schwelle war erstmals im Juli mit Ausfuhren im Wert von 101,1 Milliarden Euro überschritten worden, im September folgte ein zweiter Ausfuhrrekord in Höhe von 102,5 Milliarden Euro. Im August waren die Exporte allerdings zwischenzeitlich eingebrochen.

Das gute Abschneiden ist vor allem der starken Nachfrage aus nicht zur Eurozone gehörenden EU-Ländern zu verdanken, wozu Polen und Großbritannien gehören. Die Exporte dorthin nahmen um 7,6 Prozent zu, während die Ausfuhren in den Euroraum nur um 1,9 Prozent zulegten. Der Umsatz mit Ländern außerhalb der Europäischen Union wie den USA und China zog um 6,3 Prozent an.

ssu/AFP/Reuters

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1. Cui bono?
cherrypicker 09.12.2014
Und, wem nützt es? http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/oecd-moniert-wachsende-ungleichheit-zwischen-arm-und-reich-a-1007329.html
2. Worums geht
Progressor 09.12.2014
Deutschland darf ruhig so viel exportieren wie man möchte. Auch können wir gerne wieder den Titel Exportweltmeister erhalten und uns darüber zu recht freuen. Das ist nicht das Problem. Das Problem sind die Export_über_schüsse. Damit exportieren wir gleichzeitig Verschuldung und Arbeitslosigkeit in die Welt. Die Eurozone haben wir schon weitestgehend fertig gemacht. Mit dem Rest der Welt wird es schwieriger werden. Für unsere Exportüberschüsse in die USA haben wir in der Finanzkrise schon geblecht, weitere werden folgen. Merke: Exportüberschüsse kommen irgendwann in Kausalitätsablauf als Verlustabschreibung zurück. Dann blechen die dafür, die am wenigsten davon profitiert haben. Und deshalb jubelt Reuters bei solchen Zahlen.
3. Kein Grund, stolz zu sein
derandereblick 09.12.2014
Exportrekord, Exportweltmeister – klingt erstmal gut. Ein Überschuss ist ja was Schönes und Weltmeister sein auch. In Wirklichkeit aber verschenken wir jeden Monat über 20 Milliarden Euro Wertschöpfung an das Ausland. So groß ist nämlich die Differenz zwischen Exporten und Importen. Dieser Überschuss sind Unternehmenserträge, die nicht denen zugutekommen, die sie mit ihrer Hände Arbeit erwirtschaftet haben, sondern als Kapitalanlagen ins Ausland fließen, im schlimmsten Fall irgendwann nichts mehr wert sind und dann wieder mit den Steuern derjenigen gerettet werden müssen, denen sie zuvor vorenthalten wurden. Wir leben nicht über unsere Verhältnisse, wie Mutti und ihre Unternehmerfreunde uns immer weismachen wollen, sondern unter unseren Verhältnissen. Wir stellen mehr her, als wir uns selbst leisten, und verschenken den Rest. Und darauf sind wir dann auch noch stolz.
4. Und wie schaden wir jetzt genau unseren Nachbarn?
spon-facebook-1293013983 09.12.2014
Wir saugen Geld in die Eurozone und sollen Schuld sein, dass die Nachbarn nicht mitkommen. Hätten die Chinesen ihre Maschinen wirklich in Griechenland gekauft, wenn die Deutschen nicht geliefert hätten? Generell verstehe ich ja die Logik hinter den Beschwerden, aber zum einen verkaufen wir kein Olivenöl, was Südeuropa Konkurrenz machen würde, und zum anderen viel außerhalb der Eurozone, was diesen Staaten auch kein Problem bereiten dürfte. Nur frage ich mich immer, wo unsere ganzen Überschüsse hin gehen. Staat und Städte verschuldet und mit Rekord-Steuern, immer mehr prekäre Arbeitsverhältnisse, aber wir sind der Geldstaubsauger überhaupt. Laut Energie-Erhaltungssatz muss das Geld doch irgendwo sein?!?
5.
ka117 09.12.2014
Laut Putin-Anhängern sollte es doch wegen der Sanktionen und Gegensanktionen zum "Super-GAU" kommen.
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