Stabile Konjunktur Rekordjahr für Deutschlands Exporteure

In der Bundesrepublik boomt die Wirtschaft. Laut Statistischem Bundesamt haben deutsche Firmen im vergangenen Jahr Waren im Wert von fast 1,2 Billionen Euro in alle Welt exportiert.

Turbinen: Wachsender Außenhandel
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Turbinen: Wachsender Außenhandel


Der deutsche Außenhandel hat im vergangenen Jahr neue Rekorde aufgestellt. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, erhöhten sich die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 Prozent, die Einfuhren stiegen um 4,2 Prozent.

Insgesamt wurden Waren im Wert von etwa 1,196 Billionen Euro exportiert, die Einfuhr stieg auf 948 Milliarden Euro. Damit wurden die bisherigen Höchstwerte aus dem Jahr 2014 übertroffen. Die Handelsbilanz, die Ausfuhren und Einfuhren gegenüberstellt, schloss mit einem Rekordsaldo von 247,8 Milliarden Euro.

Größter Handelspartner war die EU: In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union wurden demnach Waren im Wert von 693,9 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 621,6 Milliarden Euro von dort bezogen.

Im Dezember wurden von Deutschland Waren im Wert von 91,9 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 73,1 Milliarden Euro eingeführt. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Aus- und Einfuhren im Vergleich zu November 2015 um jeweils 1,6 Prozent ab.

ssu/AFP/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 168 Beiträge
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prince62 09.02.2016
1. Deutschlands Lohndumping ist das Elend der übrigen EU
Die Lohn- und Kaufkraftabsenkungen der letzten Jahre hinterlassen nicht nur in Deutschland ihre Spuren, auch im übrigen EU-Ländern steigt die Arbeitslosigkeit von einem Rekord zum nächsten, siehe Österreich, Januar 2016 höchster Stand der Arbeitslosigkeit seit 1945, siehe Frankreich, Spanien, Italien, Portugal und Co., was in Deutschland von den Regierungsmedien so bejubelt wird, hinterläßt bei den EU-Partnerländern nur noch Ärger und Verbitterund, dabei wurde schon vor 10 Jahren die deutsche Regierung von der EU aufgefordert, endlich die Löhne und damit die Kaufkraft zu steigern, damit auch die Produkte und Erzeugnisse der übrigen EU-Länder in Deutschland wieder verstärkt auf dem Markt bestehen können, die Einkommensschwächung durch Lohndumping seit Agenda 2010 haben nämlich alle anderen EU-Partner nicht mitmachen können und wollen. Siehe Vermögensbericht der Bundesregierung, die unteren 50% der Bevölkerung haben seit 1998 ihren Vermögensanteil von 3% am Gesamtvermögen auf jetzt 1% reduzieren müssen, deshalb kommt in Deutschland auch die Binnenkonjunktur nicht mehr zum Laufen, trotz anderslautender Jubelmeldungen der Regierungspresse, Stichwort "Konsumlaune", erfundene Lügenmeldungen um das dumme Volk weiterhin im Glauben zu lassen, daß es Deutschland gut gehe, tut es aber nicht und den EU-Partnerländern schon dreimal nicht.
hanfiey 09.02.2016
2. Bezahlung?
Wer hat das wo und wie bezahlt?. Diese Frage wäre viel interessanter als diese unglaubliche Produktion. Wenn das alles Kredit finanziert wurde und die Blase platzt können die Firmen Konkurs anmelden.
hansaeuropa 09.02.2016
3. neue Schulden
247 Mrd. neue Schulden des Auslandes und bei SPON träumt man weiter vom Boom in Deutschland. Wann wird die tickende Zeitbombe der Handelsüberschüsse thematisiert? Wann erklärt SPON, dass 247 Mrd. Euro neue deutsche Ersparnisse im Ausland "investiert" werden?
max_schwalbe 09.02.2016
4. Was nützt das angesichts der Europa-Krise?
Ein so großer deutscher Außenhandelsüberschuss ist europäisch betrachtet eine Hiobsbotschaft, bedeutet er schließlich nichts anderes als wirtschaftliche Instabilität für Europa. Es bestehen keine ausgeglichenen Handelsbilanzen unter den Ländern. Der Überschuss des Einen ist das Defizit des anderen. Und dann wundern wir uns noch, dass Italien, Spanien, Griechenland und viele andere Länder kein Geld übrig haben, die grassierende Jugendarbeitslosigkeit in den Griff zu bekommen, oder, um Geflüchtete aufzunehmen und anständig zu versorgen. Diese "Politik ohne Plan" ist vielleicht besser als Planwirtschaft, muss einem aber trotzdem langsam ernste Sorgen machen!
muellerthomas 09.02.2016
5.
Zitat von hanfieyWer hat das wo und wie bezahlt?. Diese Frage wäre viel interessanter als diese unglaubliche Produktion. Wenn das alles Kredit finanziert wurde und die Blase platzt können die Firmen Konkurs anmelden.
Jeder Exportüberschuss bedeutet, dass das Überschussland Forderungen gegenüber dem Land mit dem entsprechenden Handelsbilanzdefizit aufbaut. Das beudetet aber nicht, dass die Exporte selbst auf Kredit finanziert wurden. Die Exportunternehmen haben in der Regel ihre Bezahlung erhalten, in Summe aber baut Deutschland seit Jahren hohe Auslandsforderungen auf. Deutschland weist nach Japan und China das weltweit drittgrößte Nettoauslandsvermögen auf: http://data.imf.org/?sk=7A51304B-6426-40C0-83DD-CA473CA1FD52&ss=1440014571113
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