Irving/Hamburg - Der Ölriese ExxonMobil
erwägt offenbar den Verkauf seines deutschen Tankstellennetzes Esso. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Unternehmenskreise. Die Gespräche seien noch in einem frühen Stadium.
Es gebe mehrere Interessenten, von denen einige aus Russland beziehungsweise Osteuropa stammten. Ein Verkauf der rund 1100 deutschen Esso-Tankstellen dürfte mehr als eine Milliarde Euro einbringen. Exxon wollte sich auf Nachfrage von SPIEGEL ONLINE nicht zu dem Bericht äußern.
Exxon-Chef Rex Tillerson hat in den vergangenen vier Jahren bereits fast ein Drittel des Tankstellennetzes verkauft. Der US-Konzern sucht vor allem den Ausstieg aus Märkten, in denen der Kraftstoffabsatz stagniert oder zurückgeht. Das Unternehmen konzentriert sich stattdessen auf Felder, die mehr Gewinn abwerfen, wie die Erdölförderung oder die Chemikalienproduktion.
cte/dpa
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