Fabriken in China: Umweltschützer attackieren Apple

Schwere Zeiten für Apple: Zuerst tritt Konzernchef Steve Jobs zurück, nun gibt es Ärger mit chinesischen Umweltschützern. Zulieferer des Elektronikunternehmens verstoßen angeblich gegen Umweltgesetze - und riskieren damit die Gesundheit der Beschäftigten.

Apple-Store in Peking: Immer wieder hat das Unternehmen mit Produktkopien zu kämpfen Zur Großansicht
DPA

Apple-Store in Peking: Immer wieder hat das Unternehmen mit Produktkopien zu kämpfen

Shanghai - Der US-Elektronikkonzern Apple kommt nicht zur Ruhe: Eine Woche nach dem überraschenden Rückzug des Firmengründers Steve Jobs gerät das Kultunternehmen wegen seiner chinesischen Zulieferer in die Kritik.

Umweltaktivisten aus China werfen dem US-Konzern in einem Bericht vor, gegen seine eigenen Richtlinien zu verstoßen. Laut der Gruppe aus fünf Nichtregierungsorganisationen beauftrage Apple Chart zeigen Zulieferbetriebe, die Gesetze missachteten und die Gesundheit der Arbeiter durch unsachgemäße Entsorgung von Schwermetallen und Dioxinen gefährdeten.

Apple reagierte darauf: Das Unternehmen achte in seiner gesamten Lieferkette auf "höchste Standards sozialer Verantwortung" und nehme solche Bedenken ernst. In dem Bericht habe man jedoch Unstimmigkeiten entdeckt. Apple schlug vor, mit den Umweltschützern über den Bericht zu sprechen.

Apple hat keine eigenen Fabriken und setzt deshalb ausschließlich auf Zulieferer. Auch deshalb steht das Unternehmen besonders im Fokus, wenn es um Arbeits- oder Umweltbedingungen bei asiatischen Auftragsfertigern geht. Aber auch andere westliche Unternehmen geraten deshalb immer wieder in die Kritik. Zuletzt waren etwa in Fabriken der Bekleidungskonzerne Puma Chart zeigen und H&M in Kambodscha mehrere hundert Arbeiter zusammengebrochen.

In dem neuen Report der chinesischen Umweltschützer geht es vor allem um die Bedingungen in den Zulieferbetrieben von Elektrokonzernen. Apple wird unter anderem vorgeworfen, die Umwelt und die Gesundheit der Mitarbeiter durch den falschen Umgang mit Kupfer, Nickel und Zyanid zu gefährden.

In dem Bericht wird auch der Zulieferer Foxconn erwähnt, der in China unter anderem Apples iPhones und iPads zusammenbaut. Foxconn war in der Vergangenheit bereits häufiger wegen schlechter Arbeitsbedingungen in die Kritik geraten.

stk/dpad/AP

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1. Apples Umweltbewußtsein
Niamey 01.09.2011
Zitat von sysopSchwere Zeiten für Apple: Zuerst tritt Konzern-Chef Steve Jobs zurück, nun gibt es Ärger mit chinesischem Umweltschützern. Zulieferer des Elektronikunternehmens*verstoßen angeblich gegen Umweltgesetze*- und riskieren damit die Gesundheit der Beschäftigten. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,783764,00.html
Solche Gewinne, wie sie beispielsweise Apple einfährt, können nur gemacht werden wenn an einer anderen Stelle Menschen ausgebeutet werden und die Umwelt verdreckt wird. Wann lernt unsere dämliche Menschheit das endlich?
2. gepflegte Unterhaltung
RogerT 01.09.2011
Au weiha, ein Forum über Ärger mit Apple - das verspricht gepflegte Unterhaltung - ich hol mir schon mal die Chips und nen Kaffee...
3. hier kommt der Titel rein
herrwurlitzer 01.09.2011
Zitat von RogerTAu weiha, ein Forum über Ärger mit Apple - das verspricht gepflegte Unterhaltung - ich hol mir schon mal die Chips und nen Kaffee...
Apple ist eben ein Unterhaltungskonzern, denn Kaffee schwarz bitte.
4. Hochgradig asozial ...
Hansael, 01.09.2011
Zitat von RogerTAu weiha, ein Forum über Ärger mit Apple - das verspricht gepflegte Unterhaltung - ich hol mir schon mal die Chips und nen Kaffee...
Was bitte daran ist für sie unterhaltsam, wenn in Fernost Arbeiter ausgequetscht werden, damit Leute wie sie mit ihrem Spielzeug angeben können?! Solche dummen Äußerungen können nur von hochgradig Assozialen kommen!
5. Chinesische Umweltschuetzer
Magnolie5 01.09.2011
und was ist mit staatlichen chinesischen Herstellern? Ach ja, da kommen die Umweltschuetzer an keine Daten ran, duerfen keine Fertigungsstaetten besichtigen und wenn sich dort ein Arbeiter umbringt, dann erfaehrt das doch niemand, auch nicht, wenn sich 10 umbringen!? Es ist absolut korrekt, auslaendische Firmen -Foxcon ist ein taiwanesischer Zulieferer fuer Apple und viele andere Hersteller von Mobile Phones, PCs, sollen internationale Sicherheitsvorschriften, Arbeitsschutzrichtlinien, Umweltschutzgesetze einhalten. Weil sich aber in China niemand an die Chinesischen Hersteller und Firmen traut, werden immer wieder auslaendische Firmen an den Pranger gestellt und chinesische Firmen kommen ungeschoren davon. In Deutschland lassen sich dann viele Leser von solchen Berichten beeinflussen, diese boesen, boesen westlichen Manager, die in China Land und Leute ausnutzen! Glaubt mir eines, die Chinesen selbst bekommen das viel besser hin.
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