Katastrophaler zweiter Börsentag Facebook-Aktie verliert viele Freunde

Die Facebook-Aktie fällt zum US-Börsenschluss um 11,3 Prozent und unter den Ausgabekurs. Damit sinkt der Wert von Facebook allein am zweiten Handelstag um elf Milliarden Dollar. Analysten sagen: "Jeder, der eins und eins zusammen zählen kann, hat die Finger von der Aktie gelassen."

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg: Börsengang wird zum Albtraum
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Facebook-Gründer Mark Zuckerberg: Börsengang wird zum Albtraum


New York - Die Anfangseuphorie ist schon am zweiten Handelstag verflogen, und mit ihr lösten sich mehr als elf Milliarden Dollar in Luft auf. Es war ein katastrophaler Tag für die Aktien von Facebook: Das Papier des sozialen Netzwerkes ist am Montag im zweistelligen Prozentbereich eingebrochen. Während der Nasdaq-Composite-Index am Montag um 2,46 Prozent zulegte, verlor das Papier des US-Börsendebütanten um 11,31 Prozent und schloss bei 34,03 Dollar.

Ein Börsianer sagte: "Jeder, der auch nur halbwegs eins und eins zusammen zählen kann, hat die Finger von der Aktie gelassen." Gemessen an dem kompletten Börsenwert des Unternehmens, gingen am Montag mehr als elf Milliarden Dollar verloren.

"Das Motto kann hier nur lauten: Facebook-Nutzung 'Daumen rauf' - Facebook-Aktie 'Daumen runter'", so der Händler. Interessant ist seines Erachtens aber die Beschleunigung, wie rasch der Markt im Vergleich zum Ende des letzten Jahrtausends "heiße Luft" raus lässt. "Das geht heutzutage einfach viel schneller als vor zwölf Jahren."

Die Facebook-Aktie Chart zeigen gilt bei vielen Profis immer noch als überbewertet. Händlerin Dafni Serdari von Intertrader kommentierte: "Der Aktienkurs liegt nun rund 20 Prozent unter seinem Hoch am Freitag. Dennoch spiegelt der derzeitige Aktienpreis immer noch die Erwartung eines 110-Fachen Gewinns von 2011 nach Steuern wider." Damit die derzeitige Bewertung gerechtfertigt wäre, müsse der Umsatz des sozialen Netzwerkes in den nächsten fünf Jahren "exponentiell wachsen".

Händler: "Facebook-Börsengang wird für manch einen zum Albtraum"

Bereits am Freitag zum Börsendebüt war die erhoffte Kursexplosion ausgeblieben und die Aktie schloss wohl nur aufgrund von Stützungskäufen knapp über ihrem Ausgabepreis von 38,00 US-Dollar. Erschwerend kamen Computerpannen beim Börsenbetreiber Nasdaq Chart zeigenhinzu.

"Bisher entwickelt sich die Facebook-Neuemission äußert enttäuschend und wird für manch einen regelrecht zum Albtraum", kommentierte Händler Markus Huber von ETX Capital. Insgeheim hätten ja doch viele gehofft, dass sich diese Firma zu einer neuen Apple Chart zeigen oder Google Chart zeigen entwickeln könnte.

Doch stattdessen wurden laut Huber wieder Werte wie Apple, die heute um mehr als vier Prozent zulegte, spekulativeren Papieren vorgezogen. Dieser Konzern etwa habe bereits ausführlich in der Vergangenheit gezeigt, dass er Gewinn- und Umsatzerwartungen nicht nur erfüllen, sondern auch bei weitem übertreffen könne.

Mit dem Kursverlust können sich nun all jene bestätigt fühlen, die Facebook für überbewertet halten. Zwar besitzt das Netzwerk gut 900 Millionen Mitglieder, doch die Geschäftszahlen fallen bislang eher bescheiden aus: Im vergangenen Jahr machte das Unternehmen 3,7 Milliarden Dollar Umsatz und eine Milliarde Dollar Gewinn.

lgr/dpa-AFX

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Europa! 21.05.2012
1. Tja,
Zitat von sysopGetty ImagesDie Facebook-Aktie fällt zum US-Börsenschluss um 11,3 Prozent und unter den Ausgabekurs. Damit sinkt der Wert von Facebook allein am zweiten Handelstag um elf Milliarden Dollar. Analysten sagen: "Jeder, der eins und eins zusammen zählen kann, hat die Finger von der Aktie gelassen." http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,834342,00.html
Mark Zuckerberg ist eben ein Idealist - und jetzt auch noch ein sehr reicher Idealist. 900 Mio. User werden verkauft, um seine Flitterwochen zu bezahlen. Gefällt mir. Nicht.
Europa! 21.05.2012
2. Ich korrigiere mich
Zitat von sysopGetty ImagesDie Facebook-Aktie fällt zum US-Börsenschluss um 11,3 Prozent und unter den Ausgabekurs. Damit sinkt der Wert von Facebook allein am zweiten Handelstag um elf Milliarden Dollar. Analysten sagen: "Jeder, der eins und eins zusammen zählen kann, hat die Finger von der Aktie gelassen." http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,834342,00.html
Die Facebook-User werden nicht verkauft. Sie prostituieren sich. Freiwillig.
robert9876 21.05.2012
3. Transparenz hätte geholfen,
jedem deutlich zu machen, dass die Altaktionäre richtig Kasse gamacht haben. Mit Transparenz wäre dieser Hype deutlich flacheer verlaufen. Die Idee von soz Netzwrken ist weiterhin gut. Doch den Leuten sollten auch die geschäftlichen Interessen im Hintergrund genau erläutert werden. Ein transparentes Geldsystem hätte die Interessen der beteiligten Banken und Altaktionären eindeutig nachgewiesen und somit beigetragen einen fairen Preis zu erhalten. Kritisch muss auch angemerkt werden, dass die Altaktionäre keine Stillhaltefristen beachten mussten und sofort das Geld auf das Konto gebucht bekamen. Wer mehr über Transparenz lesen möchte, dem wird hier das Buch Spielgeld-ein neues Wirtschaftssytem empfholen. Der Autor stellt viele Lösungen zu unserer aktuellen Finanzkrise dar.
Stauss 21.05.2012
4. Mit der Telekom war´s ähnlich
Diese Hypes nehmen immer den gleichen Verlauf. Nur mit dem Unterschied, dass diese schneller zusammenbricht. Die 3 USD für die Aktie ist in Peilung.
spon-facebook-1167763937 21.05.2012
5. Bescheidene Geschäftszahlen?
Öhm... SPON... Da habt ihr wohl was verwechselt: "Mit dem Kursverlust können sich nun all jene bestätigt fühlen, die Facebook für überbewertet halten. Zwar besitzt das Netzwerk gut 900 Millionen Mitglieder, doch die Geschäftszahlen fallen bislang eher bescheiden aus: Im vergangenen Jahr machte das Unternehmen 3,7 Milliarden Dollar Umsatz und eine Milliarde Dollar Gewinn."
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