Zweifel am Geschäftsmodell: Facebook-Aktie verliert fast zehn Prozent

Es war einer der größten Tagesverluste seit dem missglückten Börsengang. Die Facebook-Aktie hat erneut gehörig an Wert verloren. Die Zweifel am Werbemodell des sozialen Netzwerks wachsen.

Auslaufmodell: Immer weniger Facebook-Mitglieder nutzen das Netzwerk am Computer Zur Großansicht
AP

Auslaufmodell: Immer weniger Facebook-Mitglieder nutzen das Netzwerk am Computer

New York - Meist bergab, selten bergauf: Seit dem Börsengang im Mai ist der Kurs der Facebook-Aktie stark gesunken. Am Montag erlitt das soziale Netzwerk einen besonders deutlichen Verlust: Bis zum Börsenschluss in New York verloren Facebook Chart zeigen-Papiere mehr als neun Prozent. Am Ende des Tages waren sie noch 20,79 Dollar wert.

Als Grund für den Einbruch gilt ein Bericht des einflussreichen US-Wirtschaftsmagazin "Barron's", der einmal mehr das Werbemodell von Faceook in Frage stellte. Facebook leidet darunter, dass immer mehr Nutzer statt über ihren Computer über ihr Smartphone auf Facebook zugreifen. Auf den kleinen Bildschirmen der Telefone lässt sich aber kaum Werbung unterbringen. "Was sind die Aktien wert?", fragte "Barron's" rhetorisch. "Vielleicht nur 15 Dollar."

Die Facebook-Alteigentümer inklusive Gründer Mark Zuckerberg hatten ihre Aktien vor vier Monaten noch zu 38 Dollar an die Börse gebracht. Dann fingen die Zweifel an. Zwischenzeitlich war das Papier auf bis zu 17,55 Dollar abgerutscht. Zuckerberg betonte auf einer Konferenz kürzlich, man habe die Probleme im mobilen Bereich erkannt und werde diese nun angehen.

dab/Reuters

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 68 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Immer noch überbewertet
ADie 25.09.2012
Gemessen am Gewinn ist ein Kurs von 8-9 US$ adäquat.
2. Da kann der lieber Herr Zuckerberg noch soviel lamentieren ...
23 1/3 25.09.2012
das Ding ist gelaufen. Wenn aus dem ehemals kostenlosen FB ein Geschäftsmodell mit Werbung wird werden ihm die User in Scharen davon laufen. Die Strategie das große Geld mit den Onlinemedien geht nicht auf. Aber es kann ihm egal sein, er hat seine Schäfchen im trockenen, die Verlierer sind die Käufer seiner Aktien, also der einfache Bürger. Und damit ist FB, was zudem Kundendaten en masse sammelt, also durchaus als Stasi 2.0 bezeichnet werden kann, auch nicht besser als diese ganzen anderen Finanzkonzerne und deren Angestellten die für Provisionen den Leuten scheinheilge Finanzprodukte, in diesem Fall ein Super-Onlineportal, andrehen wollen.
3. Als FB App Nutzer bemerkt man...
privado 25.09.2012
...die immer verzweifelteren Versuche mehr Werbung auch auf den Mobilgeräten zu plazieren. Das macht Facebook mehr und mehr uninteressant für die Nutzer. Es wird weiter bergab gehen mit Facebook. Und es werden sich Alternativen auftun.
4. tja
Schweijk 25.09.2012
Zitat von sysopAPEs war einer der größten Tagesverluste seit dem missglückten Börsengang. Die Facebook-Aktie hat erneut gehörig an Wert verloren. Die Zweifel am Werbemodell des sozialen Netzwerks wachsen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/facebook-aktie-verliert-fast-zehn-prozent-a-857713.html
wen wunderts? Eine Social Network Seite die mehr Wert sein soll als Siemens? Für heute ist das shorten der FB Aktie in den USA verboten weil der Verkaufsdruck zu hoch ist. Am 13. Oktober endet die Haltefrist für weitere 250 millionen Stücke und Mitte November endet die Haltefrist für weitere !!!!!! 1,2 Milliarden !!!!!! Stücke. Jeder kann sich ausrechnen, wenn er bei Verstand ist, was das für die Fakebook Aktie bedeutet.
5. bis zu einem
Christ 32 25.09.2012
realistischen Preis der Aktie ist es noch ein weiter Weg mit vielen Kursverlusten
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Unternehmen & Märkte
RSS
alles zum Thema Facebook
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 68 Kommentare

Soziale Netzwerke
Facebook
DPA
Facebook ging Anfang 2004 als soziales Netzwerk für Harvard-Studenten online. Zunächst konnten nur Menschen mit E-Mail-Adressen ausgewählter US-Hochschulen Mitglieder werden, seit 2006 ist die Seite für alle Über-13-Jährigen offen. Nach eigenen Angaben hat Facebook 845 Millionen aktive Mitglieder weltweit (Dezember 2011). Mehr zu Facebook auf der Themenseite.
Google+
Google+ ist der Versuch, den sozialen Funktionen von Facebook und Twitter etwas entgegenzusetzen. Das soziale Netzwerk wurde im Juni 2011 gestartet und hat nach Firmenangaben rund 170 Millionen Nutzer (April 2012). Der Funktionsumfang ist rein aus Nutzersicht vergleichbar mit Facebook, Schnittstellen für externe Entwickler sind allerdings eingeschränkt. Google animiert seine Nutzer, das Netzwerk als zentralen Hub für seine Dienste zu nutzen. Mehr zu Google+ auf der Themenseite.
Twitter
DPA
Der auf kurze Textnachrichten spezilalisierte Dienst Twitter wurde im Juli 2006 gegründet. Populär wurde der Dienst als Verteilnetzwerk für Links, Fotos und Videos. Twitter zählt nach eigenen Angaben mehr als 140 Millionen Nutzer (März 2012). Mehr zu Twitter auf der Themenseite.
Xing
Xing (früher OpenBC) wurde 2003 von Lars Hinrichs gegründet. Nach eigenen Angaben hat Xing über 11,7 Millionen Mitglieder (Stand: Dezember 2011), etwa acht Prozent haben einen kostenpflichtigen Premium Account. Bei Xing geht es vor allem um berufliche Kontaktaufnahme. Mehr zu Xing auf der Themenseite...
StudiVZ
Ehssan Dariani hat die Studenten-Community StudiVZ 2005 gegründet. Zuerst investierten Lukasz Gadowski und Matthias Spiess in StudiVZ, später finanzierten es vor allem die Gebrüder Samwer - bekannt für die Klingeltonfirma Jamba - und der Venture-Capital-Arm des Holtzbrinck-Verlags ("Die Zeit", "Handelsblatt"). Im Januar 2007 übernahm Holtzbrinck StudiVZ. Derzeit haben die Plattformen studiVZ.net, schuelerVZ.net und meinVZ.net nach eigenen Angaben rund 17,4 Millionen Nutzer (Stand: Januar 2011). Mehr zu StudiVZ auf der Themenseite...
Lokalisten
Im Mai 2005 gegründet, hat das Netzwerk Lokalisten nach eigenen Angaben (Stand Juli 2010) inzwischen 3,6 Millionen Nutzer. Mehr zu Lokalisten bei Wikipedia...
Spin.de
Das 1996 in Regensburg gegründete Unternehmen Spin betreibt ein eigenes soziales Netzwerk, aber auch integrierte Unter-Communitys mit regionalem Fokus, die mit Partnern vor Ort (Lokalradios vor allem) betrieben werden. Nach eigenen Angaben (Stand Februar 2011) hat Spin.de eine Million aktive Mitglieder. Mehr zu Spin.de bei Wikipedia...
Wer kennt wen
Wer-kennt-wen wurde von den beiden Studenten Fabian Jager und Patrick Ohler gegründet. Seit Februar 2009 gehört das Netzwerk vollständig RTL Interactiv, die Gründer schieden Ende August 2010 aus. Das Netzwerk hat laut Betreiber über 9,5 Millionen Nutzer (Stand: Januar 2012). Mehr zu Wer-kennt-wen bei Wikipedia...
MySpace
MySpace war 2006 das populärste soziale Netzwerk in den USA. Ein Jahr zuvor war es von Rupert Murdochs News Corporation gekauft worden. Bekannt wurde es durch die Möglichkeit, Musik einzubinden. Künstler und Bands nutzten die Plattform als Marketingplattform. Zeitweise hatte MySpace mehr als 220 Millionen Nutzer, nach Berechnungen von Google rund 30 Millionen Nutzer (Dezember 2011). Mehr zu MySpace auf der Themenseite...