Börsengang: Wer mit Facebook reich wird

Gespannt wartet die Finanzwelt auf den Börsengang von Facebook. Die größten Gewinner stehen bereits fest. Gründer Zuckerberg, Investoren und Mitarbeiter können sich über Milliarden freuen. Die Profiteure im Überblick.

Online-Netzwerk Facebook: Unternehmenswert von 70 bis 87,5 Milliarden Dollar Zur Großansicht
dpa

Online-Netzwerk Facebook: Unternehmenswert von 70 bis 87,5 Milliarden Dollar

New York - Es soll der bisher größte Börsengang einer Internetfirma werden. Facebook hat es in acht Jahren vom Studentenprojekt zum milliardenschweren Unternehmen gebracht. Mitte Mai sollen die Aktien auf den Markt kommen. Der Börsengang dürfte für das Online-Netzwerk zur Goldgrube werden: Bis zu zwölf Milliarden Dollar will Facebook einsammeln. Die einzelne Aktie soll zwischen 28 und 35 Dollar kosten. Aus der Spanne ergibt sich ein Unternehmenswert von 70 bis 87,5 Milliarden Dollar.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, derzeitige Investoren und Mitarbeiter können sich auf einen beachtlichen Geldzufluss freuen. Es gibt zwar keine Garantie, dass der Ausgabepreis der Aktie am oberen Ende der Spanne von 35 Dollar liegen wird - aber das große Interesse der Anleger macht es wahrscheinlich. Da mit einem steigenden Aktienkurs zu rechnen ist, dürften die Anteile bald noch mehr wert sein. Etwas mehr als die Hälfte der Gesamtsumme fließt dem Unternehmen zu. Den Rest streichen die Alteigentümer ein, die sich von einem Teil ihrer Anteile trennen.

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Facebook-IPO: Die Profiteure des Börsengangs

Zuckerberg verkauft 30 Millionen seiner insgesamt knapp 534 Millionen Aktien und könnte damit gut eine Milliarde Dollar einnehmen. Damit will er fällige Steuern begleichen. Zugleich wird der 27-Jährige seine Firma weiter fest im Griff behalten - dank eines Modells mit "Super-Aktien", die besondere Stimmrechte garantieren. Sein verbleibender Anteil an Facebook könnte auf dem Papier anfangs rund 18 Milliarden Dollar wert sein.

Das "Wall Street Journal" hatte den 18. Mai als wahrscheinlichen Termin für den Börsengang genannt. Zunächst absolviert das Management noch eine sogenannte Roadshow, um Investoren die Aktien schmackhaft zu machen. Wenn dann feststeht, wie gefragt die Anteilsscheine wirklich sind, wird Facebook einen endgültigen Ausgabekurs festlegen. Den Geldregen für Zuckerberg und Co. könnte jetzt wohl nur noch ein Schritt vereiteln: Dass der Börsengang in letzter Minute abgeblasen wird.

sys/dpa

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insgesamt 25 Beiträge
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1.
frontmann22 04.05.2012
Rein gefühlsmässig habe ich kein Interesse an dieser Aktie. Ich tippe darauf, dass der erst genannte Kurs auch fast der höchste sein wird. Danach wird der weitere Verlauf den Rückwärtsgang einlegen.
2.
crocodil 04.05.2012
.wenn mal so viel liest über Millionäre und Milliardengewinne, muss man sich echt fragen, ist die Welt noch in Ordnung? Hartz IV Empfänger müssen sich um die Nahrungsmittel der nächsten Tage Gedanken machen.....Ist doch auch nicht normal, dass die Energiekonzerne Milliardengewinne einfahren, (auf Kosten der Steurzahler). Wenn jetzt einer antwortet, nur Neid, dem sei gesagt, sei es allen gegönnt. Wahrscheinlich habe ich in meinem Leben da was falsch gemacht!!
3.
fexbest 04.05.2012
Ist meiner Ansicht nach viel zu überteuert. Warum soll ein Unternehmen, dass 300 Millionen Gewinn pro Jahr macht (was auch nicht genau feststeht, da sie dazu nicht auskunftspflichtig waren, bevor sie jetzt an die Börse gehen) 70 Milliarden Dollar wert sein? Ich geh zwar davon aus, dass der Gewinn in den nächsten 5 Jahren sagen wir auf etwa 1-2 Millarden ansteigen kann, aber selbst wenn der gesamte Gewinn ausgeschüttet wird ist das eine schlechte Rendite...
4. Auf Leute, bringt schnell euer Geld hin
wolfgangotto 04.05.2012
Auf Leute, bringt schnell euer Geld hin, absahnen werden jedoch andere. Facebook ist eine Seifenblase, die übermorgen platzen kann und wird, wenn/weil das Interesse der Werbewirtschaft nachlässt. Wenn man sich überlegt, wie schwer es ist, mit qualifizierter Hochtechnologie, jahrzehntelanger Forschung und Spitzenpersonal für die Menschheit lebenswichtige Produkte herzustellen und dies vergleicht mit der virtuellen Welt des Herr Zuckerberg, ist das ganze ein einziger Witz, der nur dazu dient, den Kleinaktionär um sein Erspartes zu bringen.
5. kein Titel
pk10585 04.05.2012
Zitat von crocodil.wenn mal so viel liest über Millionäre und Milliardengewinne, muss man sich echt fragen, ist die Welt noch in Ordnung? Hartz IV Empfänger müssen sich um die Nahrungsmittel der nächsten Tage Gedanken machen.....Ist doch auch nicht normal, dass die Energiekonzerne Milliardengewinne einfahren, (auf Kosten der Steurzahler). Wenn jetzt einer antwortet, nur Neid, dem sei gesagt, sei es allen gegönnt. Wahrscheinlich habe ich in meinem Leben da was falsch gemacht!!
Man fragt sich, was macht diese Leute zu Millionären? Warum ist ihr Produkt so viel wert? Um bei Facebook zu bleiben, wissen wir, dass die User (die Anzahl der User) höhere Werbeeinnahmen (höheren Umsatz/Gewinn) garantieren. Man fragt sich welchen Anteil an den Usern auch die genannten Harz-IV-Empfänger oder besser gesagt Leute aus unteren solzialen Schichten (also diejenigen, sich Gedanken über die Nahrungsmittel am Monatsende machen) weltweit ausmachen. Das sind bestimmtnicht wenige. Ich habe kein Facebook-Account und werde mir bestimmt keins zulegen.
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