Facebook-Börsengang Zuckerberg soll 1,5 Milliarden Dollar Steuern zahlen

Dollar-Milliardär ist er schon, jetzt wird er auch noch Steuer-Milliardär. Mark Zuckerberg muss nach dem Börsengang von Facebook wohl 1,5 Milliarden Dollar an den Fiskus zahlen. Die kalifornische Regierung schmiedet bereits Investitionspläne.

Mark Zuckerberg: Aufstieg in die erste Liga der Steuerzahler
AFP

Mark Zuckerberg: Aufstieg in die erste Liga der Steuerzahler


New York - Mark Zuckerberg droht ein Steuerbescheid, der ihn in die Oberliga der amerikanischen Steuerzahler katapultieren könnte. Rund 1,5 Milliarden Dollar muss der Facebook-Gründer wohl an den Fiskus zahlen.

Die Summe wird fällig, weil der 27-Jährige plant, mit dem Verkauf von Aktienoptionen einen Gewinn von fünf Milliarden Dollar zu erzielen. Das Paket hatte er 2005 für seinen Job als Facebook-Chef erhalten.

Facebook gab in der vergangenen Woche bekannt, dass Zuckerberg die Aktien vor dem geplanten Börsengang im Mai verkaufen wolle. Dabei beabsichtige er, so viele Anteile zu verkaufen, um die Steuern auf den Gewinn aus dem Geschäft bezahlen zu können. Aus Zuckerbergs Umfeld war bekannt geworden, dass der Gründer bislang noch nie Facebook-Aktien verkauft hatte.

Die Nachricht von Zuckerbergs Rekord-Steuer befeuert eine landesweite Debatte in den USA. Sie kreist um die Frage, ob Spitzenverdiener genug Steuern bezahlen.

Als "Nicht-Qualifizierte Aktienoption" müsse Zuckerberg seine Anteile zum Spitzensatz von 35 Prozent versteuern, sagte der Finanzfachmann John Barcal der "Financial Times". Zehn Prozent müsse der Firmengründer auch an den kalifornischen Staat bezahlen, eine Summe, die er jedoch absetzen könne. Das Einlösen seiner 120 Millionen Dollar schweren Aktienoption würde Zuckerberg so nur sechs Cent pro Aktie kosten. Das gab das Unternehmen vergangene Woche bekannt.

Was Zuckerberg mit seinem 22 Milliarden schweren Anteil an Facebook verdient, muss er als Veräußerungsgewinn versteuern. Der Gewinn, den er mit dem Einlösen seiner Aktienoption erzielt, muss er als gewöhnliches Einkommen in seiner Steuererklärung angeben.

Die Tatsache, dass Zuckerberg Aktien verkaufen muss, um seine Steuern bezahlen zu können, lässt den Börsengang von Facebook weniger attraktiv erscheinen. Fraglich ist nun, wie viel Geld das Unternehmen aus dem Börsengang tatsächlich für sich selbst erzielen kann. In der vergangenen Woche war die Rede von fünf Milliarden Dollar, nur halb so viel, wie die Analysten an der Wall Street erwartet hatten.

Auf dem Zweitmarkt erzielen Facebook-Aktien zurzeit rund 40 Dollar. Bleibt der Preis konstant, würde Zuckerberg mit seinem Verkauf 4,8 Milliarden Dollar erlösen. Im kalifornischen Sacramento haben Politiker bereits darüber nachzudenken begonnen, was sie mit Zuckerbergs Steuermilliarden anstellen könnten. Oppositionspolitiker der Republikaner im kalifornischen Parlament forderten nach Bekanntwerden der unverhofften Summe, die geplanten Millionenkürzungen im Bildungssektor zurückzunehmen.

jbr



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Stelzi 04.02.2012
1. Quatsch
Dollar-Milliardär ist er, wenn er kurzfristig auf eine Milliarde Dollar in schnell veräusserbaren Mitteln verfügt. Da er aber weder so viel in Bar hat, noch weitere Anteile von FB OTC verkaufen kann, nachdem er bei der SEC den öffentlichen Börsengang beantragt hat, fällt auch das flach. Und die Steuern muss die Firma bezahlen, nicht er. Mir deucht da gibt es bei SPON einen oder mehrere Zuckerberg Fans - bei der Dichte an hohlen Zuckerberg-Artikeln diese Woche...
Waldesmeister 04.02.2012
2.
Zuckerberg sollte lieber hier her nach Deutschland kommen. Mit dem richtigen Steuerberater zahlt er als Milliardär hier sogut wie nix.
weltoffener_realist 04.02.2012
3. Üblicher Reflex
Zitat von sysopDollar-Milliardär ist er schon, jetzt wird er auch noch Steuer-Milliardär. Mark Zuckerberg muss nach dem Börsengang von Facebook wohl 1,5 Milliarden Dollar an den Fiskus zahlen. Die kalifornische Regierung*schmiedet bereits Investitonspläne. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,813304,00.html
Der politische Reflex angesichts zu erwartender staatlicher Mehreinnahmen ist global der gleiche: Nicht an die Rückführung der Staatsverschuldung wird gedacht, sondern stets zuerst an die Erhöhung der Ausgaben. Im zweiten Akt beklagt man sich dann über das mangelnde Vertrauen der Finanzmärkte in die Bonität der hoch verschuldeten Länder und über die daraus resultierende Einschränkung der staatlichen Handlungsfreiheit.
homeuser 04.02.2012
4. Nicht Quatsch
Zitat von StelziDollar-Milliardär ist er, wenn er kurzfristig auf eine Milliarde Dollar in schnell veräusserbaren Mitteln verfügt. Da er aber weder so viel in Bar hat, noch weitere Anteile von FB OTC verkaufen kann, nachdem er bei der SEC den öffentlichen Börsengang beantragt hat, fällt auch das flach. Und die Steuern muss die Firma bezahlen, nicht er. Mir deucht da gibt es bei SPON einen oder mehrere Zuckerberg Fans - bei der Dichte an hohlen Zuckerberg-Artikeln diese Woche...
Bevor Sie hier auf klug tun, sollten Sie sich mal lieber selber richtig informieren: "Zuckerbergs Vermögen wurde im September 2011 vom Wirtschaftsmagazin Forbes auf rund 17,5 Milliarden US-Dollar geschätzt.[5] 2009 war er zunächst der jüngste zurzeit lebende Self-made-Milliardär der Welt;[6] im September 2010 lief ihm allerdings sein acht Tage jüngerer Kompagnon Dustin Moskovitz diesen Rang ab.[7]" Mark Zuckerberg (http://de.wikipedia.org/wiki/Mark_Zuckerberg) Und wenn Sie auch nur die zwei ersten Absätze des Artikels gelesen hätten und ein bisschen Sprachverständnis mitbringen würden, dann hätten Sie festgestellt dass es hier sehr wohl um das Privatvermögen und die Privaten Steuern von Mark Zuckerberg geht und NICHT um die Steuern die die Firma Facebook zahlt! Man braucht nur die Artikel dazu aus den USA oder aus sonstigen Nachrichtenmagazinen lesen um festzustellen dass Sie mit Ihrem Posting zu 100% im unrecht sind: http://www.nytimes.com/2012/02/04/business/zuckerbergs-big-tax-bill-may-benefit-facebook.html?_r=1&scp=2&sq=zuckerberg&st=cse
kimba2010 04.02.2012
5. vorsicht
Zitat von sysopDollar-Milliardär ist er schon, jetzt wird er auch noch Steuer-Milliardär. Mark Zuckerberg muss nach dem Börsengang von Facebook wohl 1,5 Milliarden Dollar an den Fiskus zahlen. Die kalifornische Regierung*schmiedet bereits Investitonspläne. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,813304,00.html
Die Aktienblase muss kurz vor dem Platzen sein, erinnert noch irgendjemand dieser Hype an die Jahre 1999/2000? Telekom Aktie? Dotcom Unternehmen, die an der Börse milliardenschwer bewertet wurden, obwohl dort real nichts geschaffen wurde? Der passende Medienhype um diese Unternehmen? Vorsicht!
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