Steuern Facebook akzeptiert Nachzahlung von 100 Millionen Euro an Italien

Die Tech-Giganten knicken ein - zumindest in Italien. Nach Amazon, Google und Apple hat nun auch Facebook akzeptiert, an den italienischen Staat Steuern nachzuzahlen.

Facebook-Messestand
REUTERS

Facebook-Messestand


Das Onlinenetzwerk Facebook hat angesichts einer Untersuchung wegen Steuerhinterziehung zugestimmt, mehr als 100 Millionen Euro an den italienischen Fiskus zu zahlen. Die Übereinkunft mit Facebook ziele darauf ab, "den Rechtsstreit bezüglich der Steueruntersuchung durch die Finanzaufsicht zu beenden", erklärte die italienische Steuerbehörde. Facebook werde für den Zeitraum zwischen 2010 und 2016 mehr als 100 Millionen Euro nachzahlen.

Amazon, Google und Apple haben bereits nachgezahlt

Facebook folgt damit anderen US-Technologiefirmen wie Amazon, Google und Apple. Amazon unterschrieb im Dezember 2017 ein Abkommen über die Zahlung von 100 Millionen Euro an Italien. Google erklärte sich im Mai 2017 bereit, für in den Jahren 2009 bis 2013 in Italien erwirtschaftete, aber in Irland versteuerte Gewinne, 306 Millionen Euro zu zahlen. Apple hatte bereits im Dezember 2015 eine Nachzahlung von 300 Millionen Euro akzeptiert.

Unterdessen diskutiert auch Deutschland über eine Digitalsteuer. Die möglichen Einnahmen aus einer Digitalsteuer für den deutschen Fiskus hat das Finanzministerium auf 600 Millionen Euro geschätzt. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) aber hat der schnellen Einführung einer EU-Digitalsteuer bisher eine Absage erteilt.

Im Video: Steuern sparen? - Tricksen wie die Großen!

sth/AFP



insgesamt 9 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
thorsten.munder 22.11.2018
1. Man siehe in Italien eine " Neue " Regierung
Und schon klappt es mit dem Steuereintreiben dort wo was zu holen ist oder ? Aber nicht so bei uns wo die Alten Eliten , Goldman Sachs Adviced von der CDU und SPD die immer gleiche Story abziehen . Nähmlich in Sonntagsreden sich sinnlos Aufregen über Steuervermeidende Großkonzerne aber anschließend abwiegeln . Gerade die FANG Konzerne haben die Tasche voll mit Kohle , die Italiener von der 5 Sterne Bewegung und Liga Nord habens kapiert ! Leider !
derhey 22.11.2018
2. Hat Absage erteilt
unser Finanzminister und auch die vorherigen. Dafür dürfen Bänker aber wieder durch Aktiengeschäfte den Staat prellen, legal wie es schient und bald wird möglicherweise auch noch die CDU den Bock zum Gärtner machen. Nun, in Italien hat das nicht der Salvini oder die 5 Sterne auf den Weg gebracht aber sie sind am Ball geblieben. In D wird geschwafelt - wie hat doch schon vor ca 7 Jahren in D einer von einer Transaktionssteuer geredet, und geredet und geredet, jetzt ist er der 2. Mann im Staate - da ist mir der Italiener langsam lieber, echt.
post-postfaktisch! 22.11.2018
3. Oh man, nichts kapiert!
Zitat von thorsten.munderUnd schon klappt es mit dem Steuereintreiben dort wo was zu holen ist oder ? Aber nicht so bei uns wo die Alten Eliten , Goldman Sachs Adviced von der CDU und SPD die immer gleiche Story abziehen . Nähmlich in Sonntagsreden sich sinnlos Aufregen über Steuervermeidende Großkonzerne aber anschließend abwiegeln . Gerade die FANG Konzerne haben die Tasche voll mit Kohle , die Italiener von der 5 Sterne Bewegung und Liga Nord habens kapiert ! Leider !
Steve Bannon war in Italien, wie vorher in England. Seine Mission: die EU zerlegen. Dort wo radikale gewählt werden gibt es Goodies. So darf Italien derzeit mit Iran Handeln ohne Sanktionen, dazu gibt es Steuern von Amerikanischen Firmen. Dafür geben wir langfristig unsere Freiheit und unsere Industrie ab. So läuft das.
nic 22.11.2018
4.
Zitat von thorsten.munderUnd schon klappt es mit dem Steuereintreiben dort wo was zu holen ist oder ? Aber nicht so bei uns wo die Alten Eliten , Goldman Sachs Adviced von der CDU und SPD die immer gleiche Story abziehen . Nähmlich in Sonntagsreden sich sinnlos Aufregen über Steuervermeidende Großkonzerne aber anschließend abwiegeln . Gerade die FANG Konzerne haben die Tasche voll mit Kohle , die Italiener von der 5 Sterne Bewegung und Liga Nord habens kapiert ! Leider !
Sieht tatsächlich so aus als könnten nur Populisten Steuern eintreiben. Während Nichtpopulisten die Steuern nur beim kleinen Mann einholen. Mein Beitrag ist als teilweise ironisch zu verstehen.
frankfurtbeat 22.11.2018
5. ...
... " Finanzminister Olaf Scholz (SPD) aber hat der schnellen Einführung einer EU-Digitalsteuer bisher eine Absage erteilt." Warum das eigentlich? Anstatt an den Stellschrauben am total sinnfreien und komplizierten Steuersystem zu drehen ist es an der Zeit die Steuern einzutreiben. Dann noch ein faires soziales Steuersystem ohne 33.000 §§ ... mit Scholz sicher nicht.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.