Immobiliendeal des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg mag es privat

Mit der Privatsphäre der Nutzer nimmt es Facebook nicht so genau, doch seine eigene Ruhe ist dem Gründer des Netzwerks offenbar viel Geld wert: Mark Zuckerberg hat vier Grundstücke rund um sein Haus gekauft - damit er keine neugierigen Nachbarn bekommt.

Unternehmer Zuckerberg: Ruhe vor den Nachbarn
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Unternehmer Zuckerberg: Ruhe vor den Nachbarn


Palo Alto - Bevor die Nachbarn nerven oder allzu aufdringlich werden, sorgt der IT-Milliardär lieber vor: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat nach übereinstimmenden Berichten von US-Zeitungen vier Häuser gekauft, die im kalifornischen Palo Alto neben seinem Grundstück liegen. 30 Millionen Dollar soll das gekostet haben - nach Aussagen von Immobilienexperten selbst für die exklusive Gegend ein stolzer Preis, aber angesichts von Zuckerbergs geschätztem Vermögen von 19 Milliarden Dollar eher eine Petitesse.

Laut der Zeitung "San Jose Mercury News" kam Zuckerberg damit einem Investor zuvor. Dieser soll geplant haben, eines der Grundstücke zu kaufen, neu zu bebauen und die Wohnungen anschließend unter Hinweis auf den berühmten Nachbarn zu vermarkten. Der 29-jährige soll die Häuser den bisherigen Besitzern vermietet haben.

Unterlagen zeigen, dass Zuckerberg die Häuser nicht direkt erwarb, sondern sich der Firma Iconiq Capital bediente. Das Unternehmen kümmert sich um die finanziellen Angelegenheiten des Milliardärs.

Der erste Kauf soll im vergangenen Dezember stattgefunden haben. Für eines der Häuser soll Zuckerberg mehr als 14 Millionen Dollar gezahlt haben. Das sei selbst für den noblen Stadtteil Crescent Park "absurd hoch", zitiert die "Mercury News" einen örtlichen Immobilienmakler. Andererseits sei der Preis weniger überraschend, wenn man bedenke, dass jemand eine Immobilie kaufen, die andere Seite aber nicht verkaufen wolle. Rund die Hälfte der Immobilien in der Gegend kostet drei Millionen Dollar oder mehr.

Zuckerberg zog vor zwei Jahren in sein Haus ein. Er soll für das vergleichsweise bescheidene Heim sieben Millionen Dollar gezahlt haben. Inzwischen lebt er dort mit seiner Frau Priscilla Chan, zur Facebook-Zentrale sind es knapp fünf Kilometer.

Im beschaulichen Palo Alto wohnen viele Mitglieder aus der Elite des Silicon Valley, etwa die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin sowie Yahoo-Chefin Marissa Mayer. Auch Apple-Gründer Steve Jobs hatte in dem Ort sein Zuhause.

ulz/dpa



insgesamt 36 Beiträge
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movfaltin 12.10.2013
1. Standard
Zitat von sysopDPAMit der Privatsphäre der Nutzer nimmt es Facebook nicht so genau, doch seine eigene Ruhe ist dem Gründer des Netzwerks offenbar viel Geld wert: Mark Zuckerberg hat vier Grundstücke rund um sein Haus gekauft - damit er keine neugierigen Nachbarn bekommt. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/facebook-gruender-mark-zuckerberg-kauft-grundstuecke-um-sein-haus-a-927497.html
Sie könnten, statt über den Großen Teich zu fliegen und dort die "neuesten" Rezepte Reicher zum Schutz vor Paparazzi auszumachen, einfach kurz jemanden im Nordwestschwäbischen vorbeischicken. Ähnlich wie Zuckerberg, nur viel innovativer, weil früher, macht das etwa ein gewisser Herr Schwarz. Ach, kennen Sie nicht? Hat vielleicht etwas mit dem Drang nach Privatsphäre zu tun. Und mit Videoüberwachung im Kassen- und Mitarbeiterbereich.
alice_m01 12.10.2013
2. Alle auf die Reichen!
Die Begründung "damit er keine neugierigen Nachbarn bekommt" ist etwas irreführend... da vermutet man doch sofort, dass wieder mal ein reicher Schnösel allein sein will, die Häuser leerstehen lässt, Starallüren und sonstiges. Wenn aber tatsächlich eine Vermarktungsaktion geplant war, geht es eben nicht um bloße Neugier, sondern er musste in der Tat allzu anhängliche "Fans", Stalker oder sonstige Menschen fürchten, die vor extra wegen ihm dort einziehen und daraus vielleicht sogar Kapital schlagen, Paparazzi abkassieren usw. Solange die Häuser an die bisherigen Bewohner/Besitzer weiter vermietet werden, sehe ich überhaupt keinen Skandal und finde die Aktion, trotz der Höhe der Investition, sogar verständlich.
galaxy2525 12.10.2013
3. Na ja, die US-Amerikaner können
sich ja über diydrones.com ihre eigenen Drohnen bzw. Quadrocopter bauen und im Gegensatz zu Deutschland dürfen diese sogenannten UAV (unmanned aerial vehicles) sogar autonom fliegen, d.h. man gibt nur die Koordinaten vor und dieses UAV fliegt diese Koordinaten selbständig, also ohne remote control, ab und kann dann z.B. Aufnahmen machen, gegen die Herr Zuckerberg eigentlich nichts haben dürfte, denn gerade wurden ja wieder die Bedingungen bei facebook verändert, für noch mehr "Gläsernheit". Zu Herrn Zuckerberg fällt mir nur der Cartoon aus der c't 17/2013 ein, der eigentlich viel mehr bekannt sein sollte:
mswrx 12.10.2013
4. höhö
Herr Z. nimmts also nicht so genau mit der Privatsphäre der FB user? Och, das ist aber schlimm. Übrigens FB ist ein Produkt, das nicht als Tresor für Private Daten dient. Es ist ein soziales Netzwerk, das unentgeltlich genutzt werden DARF. Bezahlt wir mit seinen Daten, FB generiert auch daraus Gewinn. Was FB Nutzer freigeben, liegt einzig in deren Ermessen und Verantwortung. Das jämmerliche Zuckerberg bashing entspricht dem illiberalen, antiamerikanischen, kapitalismuskritischem Spiegel-Duktus anno 2013. Leider.
raber 12.10.2013
5. Nicht der Erste und nicht der Letzte
Ist doch gut, dass ein Bruchteil seines Vermögens (nicht einmal 0,2% bei jetzigem Stand) zumindest auch so weiter unter die Menschen kommt. Es ist für ihn so als ob andere sich einen Fernseher kaufen würden. Er ist wahrlich nicht der einzige mit diesem "Bedarf". Z.B. gab es schon vor vielen Jahren "abgeschottete" Residenzen; siehe in den 20er Jahren Schloss Hearst mit seinen 127 Hektar grossen Gärten oder John Malones 1.200 Quadratkilometer grosse Ranch die grösser als Berlin ist. Und so gibt es sehr viele Beispiele in den USA wobei allein die Grösse schon verhindert, dass neugierige Nachbarn in den Garten gucken.
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