Auslaufende Haltefrist: Anleger reißen sich um Facebook-Aktien
Der Tag war mit Spannung erwartet worden: Bis zu diesem Mittwoch mussten Facebook-Mitarbeiter ihre Aktien halten, mit dem Ablauf der Frist war ein Massenverkauf befürchtet worden. Stattdessen schoss der Kurs nach oben.
New York - Es könnte der Wendepunkt in der bislang trüben Börsenkarriere von Facebook sein: Nachdem am Mittwoch eine wichtige Haltefrist für Belegschaftsaktien ausgelaufen war, blieb der befürchtete Kursrutsch aus. Im Gegenteil: Die Aktie schoss nach der Handelseröffnung in New York zeitweise um zehn Prozent nach oben.
Der Kurssprung ist ein starkes Indiz dafür, dass die Anleger wieder Vertrauen in das Soziale Netzwerk gefasst haben. Das dürfte vor allem ein Verdienst von Firmengründer Mark Zuckerberg sein. Er verbreitet seit Monaten unermüdlich die Botschaft, dass Facebook sein schleppendes Werbegeschäft auf Smartphones in Schwung gebracht hat. Einnahmen aus Anzeigen sind für das Netzwerk überlebenswichtig.
Anleger nutzten nun am Mittwoch die Chance, um sich mit Facebook-Aktien einzudecken. Denn rund 800 Millionen Anteilsscheine von Mitarbeitern und Altinvestoren sind nun frei handelbar - das ist etwa jede dritte Aktie, die derzeit überhaupt existiert. Schon in der ersten Stunde wechselten mehr Aktien den Besitzer als sonst an einem ganzen Tag.
Bis zum Mittag amerikanischer Zeit zählte die Technologiebörse Nasdaq insgesamt 128 Millionen gehandelte Anteilsscheine. Üblich sind sonst täglich im Schnitt 52 Millionen.
Facebook war im Mai an die Börse gegangen. Die einzelne Aktie kostete damals 38 Dollar. Aufkeimende Zweifel am geschäftlichen Erfolg ließen den Kurs aber auf bis zu 17,55 Dollar einbrechen. Die jüngsten Zwischenergebnisse, die Facebook vor einem Monat vorgelegt hatte, ließen jedoch die Hoffnung aufkommen, dass es insbesondere im zukunftsträchtigen mobilen Geschäft aufwärts geht. Am Mittwoch notierte die Aktie wieder über 22 Dollar.
stk/dpa
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- Mittwoch, 14.11.2012 – 18:55 Uhr
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| Die zehn größten Börsengänge der Welt | ||||
| Rang | Firma | Jahr | Volumen in Mrd Dollar | Land |
| 1. | General Motors | 2010 | 23,1* | USA |
| 2. | AgBank | 2010 | 22,1 | China |
| 3. | AIA (Versiche- rer) | 2010 | 22,0 | Hongkong |
| 4. | ICBC (Bank) | 2006 | 21,97 | China |
| 5. | Visa (Kredit- karten) | 2008 | 19,65 | USA |
| 6. | NTT Mobile | 1998 | 18,05 | Japan |
| 7. | Enel (Energie) | 1999 | 16,59 | Italien |
| 8. | 2012 | 16,01** | USA | |
| 9. | NTT (Telekom) | 1986 | 13,75 | Japan |
| 10. | Deutsche Telekom | 1996 | 12,49 | Deutschland |
| * Bei Addition der Stamm- und Vorzugsaktien; ** Bei Verkaufspreis am oberen Ende der Spanne; Quelle Reuters | ||||
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