Mailand - Die Finanzkontrolle wird schärfer: Die italienische Steuerfahndung hat den Mailänder Büros des sozialen Netzwerks Facebook einen Besuch abgestattet. Die Beamten hätten dabei Unterlagen mitgenommen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag unter Berufung auf Finanzbehörden. Auch die Zeitung "IlSole24Ore" berichtete auf ihrer Internetseite von den Kontrollen. Es werde geprüft, ob der US-Konzern seine Einnahmen in Italien ordnungsgemäß versteuere.
Facebook teilte in einer E-Mail mit, das Unternehmen halte sich strikt an das Steuerrecht des Landes und zahle seine Abgaben. Während der Visite habe Facebook mit den Behörden kooperiert und werde dies auch künftig tun.
Firmen wie Facebook
, Apple
, Google
oder Amazon verbuchen Milliardenumsätze in Europa, zahlen in vielen Ländern aber vergleichsweise niedrige Steuern. Dafür nutzen sie steuerliche Möglichkeiten, die als legal gelten. Dennoch wird die Vorgehensweise in vielen Ländern kritisiert.
Das klamme Euro-Land Italien etwa hat sich daher in den vergangenen Monaten verstärkt darum bemüht, Steuern einzutreiben. Die Behörden nahmen zuletzt schon andere Branchengrößen ins Visier, darunter auch Google.
yes/Reuters
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