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Arbeitsmarktprognose: Deutschland droht Wachstumseinbruch durch fehlende Fachkräfte

Schon in 15 Jahren könnten Arbeitskräfte zur Mangelware geworden sein. Eine neue Studie zeigt, was das für einzelne Bundesländer bedeutet. Besonders düster sind die Aussichten für Thüringen.

Schweißer in Hamburg: Vielen Regionen gehen die Arbeitskräfte aus Zur Großansicht
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Schweißer in Hamburg: Vielen Regionen gehen die Arbeitskräfte aus

Deutschland droht in naher Zukunft ein Mangel von fast acht Millionen Arbeitskräften, der zu wirtschaftlichen Einbußen von bis zu 550 Milliarden Euro führen könnte. Selbst bei optimistischen Grundannahmen könnte das Wirtschaftswachstum im Verhältnis zu Vergangenheitswerten von durchschnittlich 1,3 auf nur noch 0,5 Prozent pro Jahr sinken. Das geht aus einer Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group hervor, die am Freitag veröffentlicht wird.

In der Untersuchung werden verschiedene Szenarien für den deutschen Arbeitsmarkt und die damit verbundene wirtschaftliche Entwicklung berechnet. Schon im vergleichsweise optimistischen Basisszenario wartet auf Deutschland im Jahr 2030 eine Arbeitskräftelücke von 6,1 Millionen.

"Vor allem in den neuen Bundesländern wird der Mangel zum großen Problem werden", sagt Rainer Strack, BCG-Senior- Partner und einer der Autoren der Studie. "Den Verlust von bis zu einem Fünftel der Arbeitskräfte werden diese Regionen kaum verkraften, ohne in ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erheblichen Schaden zu nehmen."

Am größten wäre die Lücke in Thüringen: Dort könnten 28 Prozent der eigentlich benötigten Arbeitskräfte fehlen, die Wirtschaftsleistung würde um rund zehn Milliarden Euro gedrückt.

Um den Fachkräftemangel zu bekämpfen, fordern die Autoren eine deutliche Ausweitung der Erwerbsquoten von Älteren, Frauen und Migranten. Zudem müssten mehr als doppelt so viele Zuwanderer in Deutschland aufgenommen werden wie bislang. Strack zufolge sollten Firmen ihre Versorgung mit qualifizierten Mitarbeitern künftig ähnlich intensiv überwachen wie ihre Finanzen. "Wir brauchen eine langfristige Personalplanung - das gilt für Unternehmen wie auch für Deutschland."

Potenzielle BIP-Lücke durch Arbeitskräftemangel im Jahr 2030


dab

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insgesamt 334 Beiträge
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1. Die Fachkräfte sind doch vorhanden
hutzelwutzel 29.05.2015
Man muss nur seinen Blick dafür bundesweit schärfen. Wenn die Unternehmen also Fachpersonal suchen - raus auf die Strasse, hinein ins pralle Leben und dann anwerben!
2. Macht nichts!
unixv 29.05.2015
in der deutschen Politik, fehlen schon seit etwa 20 J die Fachkräfte, hat aber auch och keine bemerkt, oder?
3. Fachkraeftemangel?
friedrichipp 29.05.2015
Wie waere es, so gut zu bezahlen, dass es interessant ist diese Jobs zu machen? Aber der Shareholder Value ist immer wichtiger als die Zufriedenheit der Mitarbeiter.
4.
ackergold 29.05.2015
Solange es in diesem Land noch massenhaft völlig marode Schulen mit mangelhafter Ausstattung gibt, Schülerinnen und Schüler in Riesenklassen von über 30 Kindern unterrichtet werden, sich die Industrie nicht an den Kosten für die Bildung ihrer zukünftigen Fachkräfte beteiligt und nur Billigkräfte auf dem Markt überhaupt vermittelbar sind, ist das Gejammer über den angeblichen Fachkräftemangel derart fadenscheinig, dass man nur noch den Kopf schütteln kann. Es gibt keinen Fachkräftemangel, der nicht selbst verschuldet wäre. Was es aber gibt, ist ein Mangel an guten Bildungsstätten.
5. Na dann
schlupp2002 29.05.2015
.. stellt doch die Fachkräfte ein, die sich bereits jetzt auf dem Markt "tummeln" und bislang keinen Job gefunden haben, investiert ordentlich in deren Weiterbildung, zahlt zum Leben ausreichende Löhne, gestaltet Arbeitsplätze und -zeiten familienfreundlich! - Dann klappt's auch mit den Fachkräften.
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