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Hypo Group Alpe Adria: Ermittler wittert "größten Kriminalfall Europas" seit 1945

HGAA-Bank in Klagenfurt: "Größter Kriminalfall seit dem Zweiten Weltkrieg" Zur Großansicht
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HGAA-Bank in Klagenfurt: "Größter Kriminalfall seit dem Zweiten Weltkrieg"

Die Hypo Group Alpe Adria entwickelt sich für Österreich und Bayern zum Milliardengrab. Der Chefermittler hält die Klagenfurter Skandalbank gar für einen Hort des organisierten Verbrechens - sie habe mit Schwerstkriminellen, Geheimdienstlern und bestechlichen Politikern kooperiert.

Wien - Der Fall der Hypo Group Alpe Adria ist nach den Worten des internen Chefermittlers Christian Böhler "der größte Kriminalfall Europas nach dem Zweiten Weltkrieg". Ermittlungen in dieser Dimension habe es bisher nicht gegeben. "Wir haben mit unseren 15 Mitarbeitern allein 6,5 Millionen elektronischer Dokumente zu sichten", sagte Böhler der Wiener Tageszeitung "Der Standard". Die Banker der Hypo Group Alpe Adria (HGAA) hätten in Südosteuropa oft mit Schwerstkriminellen, Geheimdienstlern, Militärs und hochrangigen, bestechlichen Politikern kooperiert. "Kleine Provinzbanker, die sich mit solchen Leuten ins Bett legen, müssen mit Problemen rechnen", sagte der Chefermittler dem Blatt.

Die kriselnde HGAA hatte sich mit Geschäften auf dem Balkan verspekuliert. Die BayernLB hatte die Hypo 2007 gekauft und nach Milliardenverlusten 2009 an Österreich zurückgegeben, wo sie notverstaatlicht wurde. Dem österreichischen Steuerzahler droht die Zahlung von mehreren Milliarden Euro an weiteren Rettungsgeldern.

Laut Böhler sollen frühere Chefs der HGAA Geld abgezweigt und sich so persönlich an der ehemaligen BayernLB-Tochter bereichert haben. Zwei ehemalige Vorstandsmitglieder seien angezeigt worden, sagte Böhler, ohne Namen zu nennen. Die wesentlichen Player der HGGA hätten faktisch eine kriminelle Organisation gebildet. Weitere Anzeigen könnten folgen.

Nach dem Jugoslawien-Krieg expandierte die ehemalige Kärntner Landesbank aggressiv am Balkan. Das dort investierte Geld sei in fragwürdigen Projekten und Schmiergeldern verschwunden. Böhler: "In den meisten Fällen hat sich nach unseren Recherchen eine Handvoll Bankmanager etlicher Strohmänner auf der Kundenseite bedient und mit deren Hilfe systematisch Geld aus der Bank gezogen." Zum Beispiel habe ein Banker Geld der HGAA über ein Kundenkonto in Liechtenstein reingewaschen und sich damit bereichert oder es für Bestechungen genutzt.

"Es ging darum, Geld zu machen, den Umsatz zu steigern und Boni zu kassieren" so Böhler. Die Hypo in Liechtenstein habe im System eine Schlüsselrolle gespielt. Dort hätten die Ermittler rund 1700 Namen und Konten gecheckt, davon könnten möglicherweise 300 Konten mit kriminellen Vortaten zusammenpassen. "Da werden wir 30 bis 50 Sachverhalte anzeigen", sagte Böhler weiter. "Liechtenstein war eine Waschmaschine für Schwarzgeld und eine Einrichtung, um Zahlungsflüsse zu verschleiern."

ric/dpa

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1. Und das ist nur der Anfang vom Anfang
maliperica 19.10.2013
Zitat von sysopDPADie Hypo Group Alpe Adria entwickelt sich für Österreich und Bayern zum Milliardengrab. Der Chefermittler hält die Klagenfurter Skandalbank gar für einen Hort des organisierten Verbrechens - sie habe mit Schwerstkriminellen, Geheimdienstlern und bestechlichen Politikern kooperiert. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/fahnder-ueber-hypo-group-alpe-adria-groesster-kriminalfall-europas-a-928827.html
So lange diese Bande der Hochstaplern politischen Schutz genieße wird sich nicht, aber gar nichts bewegen. Man hat alle Hintergründe der gewaltigen Veränderungsprozessen der letzten zwei Jahrzehnten verschlafen. Wer hindert jede Untersuchung über Bankkonten und Verbindlichkeiten die im Ausland über maroden Banken ehem. Jugoslawien in diesem Netz neben anderem durch HAAG verschwunden sind. Warum interessiert sich EU für unterschiedliche Schmuggelgeschäfte die in EU mit Millradenverlusten bewilligt wurden und eindeutig unter dem politischen Schutz standen. Die Veränderungen waren notwendig, das System müsste verändert werden, aber statt die Rechtsstaatlichkeit nach dem tragischen Krieg zu stärken wurden ausgerechnet die Protagonisten dieser kriminellen Kanäle und Mafia Gewinne legalisiert.
2. Wenn's ums Geschäft geht
karend 19.10.2013
"Die Banker der Hypo Group Alpe Adria (HGAA) hätten in Südosteuropa oft mit Schwerstkriminellen, Geheimdienstlern, Militärs und hochrangigen, bestechlichen Politikern kooperiert." Nanu, kein Ehrenkodex bei den Bankern? Das überrascht mich nun zutiefst.
3. Deshalb wählen wir ja auch die CSU
kumi-ori 19.10.2013
Es wird schon seinen Grund haben, dass die CSU massiv Steuergelder in der HGAA versickern ließ und den Rechtsradikalen Jörg Haider im Zusammenhang mit dem Kauf mit 5 Millionen Euro bestochen hat. Und es hat sicher auch seinen Sinn, dass im Zusammenhang mit diesem Deal die 33.000 Sozialwohnungen der GBW in Bayern weit unter Preis an einen dubiosen Immobilienhai verschleudert wurden.
4. Deshalb wählen wir ja auch die CSU
kumi-ori 19.10.2013
Es wird schon seinen Grund haben, dass die CSU massiv Steuergelder in der HGAA versickern ließ und den Rechtsradikalen Jörg Haider im Zusammenhang mit dem Kauf mit 5 Millionen Euro bestochen hat. Und es hat sicher auch seinen Sinn, dass im Zusammenhang mit diesem Deal die 33.000 Sozialwohnungen der GBW in Bayern weit unter Preis an einen dubiosen Immobilienhai verschleudert wurden.
5. ich vermisse
nix- 19.10.2013
die Nennung von Thilo Berlin und Karl Heinz Grasser!
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