Taxi-Konkurrenz Uber hat 50.000 aktive Kunden in Deutschland

Auch nach dem Verbot durch das Landgericht Frankfurt am Main will der aufstrebende Taxi-Schreck Uber nach SPIEGEL-Informationen nicht aufgeben. Die Macher betonen ihren langen Atem.

Fahrdienst Uber: Eher vorsichtig
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Fahrdienst Uber: Eher vorsichtig


Taxi-Schreck Uber glaubt auch nach der Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main daran, in Zukunft seinen Dienst Uber Pop genehmigt zu bekommen. "Wir Deutschen sind nicht die Schnellsten, wenn es um die Zulassung innovativer Dienstleistungen geht, sondern eher vorsichtig – das hat auch große Vorteile. Aber auch wenn es dauert: Am Ende wird sich bestimmt etwas ändern", sagte Fabien Nestmann, Manager bei Uber Deutschland, dem SPIEGEL. (Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

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Heft 13/2015
Wie Europäer auf die Deutschen blicken

Zunächst wolle man "aller Voraussicht nach Berufung einlegen", sobald die Urteilsbegründung vorliege. "Andere moderne Mobilitätskonzepte haben ebenfalls kritische Phasen durchstehen müssen. Auch Carsharing-Firmen wie Car2Go wurden zunächst verteufelt. Heute sind sie akzeptiert", sagte Nestmann. In Deutschland laufe das Geschäft gut.

Nestmann zum SPIEGEL: "Wir haben etwa 50.000 aktive Kunden in Deutschland, die uns häufiger nutzen. Jede Woche gibt es 2000 bis 3000 neue Anmeldungen. Wir haben auch keine Probleme, Fahrer für Uber zu gewinnen – 1600 sind es derzeit."

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insgesamt 187 Beiträge
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Seite 1
happy2010 21.03.2015
1.
und wahrscheinlich hat er recht... rgendwann werden die renzen immer weiter aufgeweicht.. und der dt Michel ist so doof und verkauft für ein paar jetzt gespaarte cent seine Arbetsstelle
Phil2302 21.03.2015
2.
Die anderen Unternehmen verstoßen auch nicht gegen geltende Gesetze. Uber schon. Diese unglaubliche Arroganz ist kaum zu fassen, ich hoffe dass sie auch die Berufung verlieren werden. Uberfahrer versuchen mit ihren Fahrten Gewinn zu machen, deshalb ist es nicht erlaubt - Mitfahrgelegenheiten machen das nicht.
Petersbächel 21.03.2015
3.
Wenn Uber auf den eigenen Anteil am Verdienst verzichtet, können sie gerne weiter als Mitfahrerplattform tätig sein. Wenn nicht, ist das eine kommerzielle Veranstaltung und es sollten die entsprechenden Auflagen und Gesetze auch für die "Angestellten" gelten. Ich kapoere eh nicht, warum man kein entsprechendes Tool für jedermann raushaut - jemand mitzunehmen ist ja per se erstmal ne Umweltentlastung. Früher hat man eben den Daumen rausgehalten - etwas ähnliches sollte doch im Zeitalter der Elektronik im bereich des Möglichen sein.
clausde 21.03.2015
4. Nestmanns Durchhalteparolen
Besser wäre es sich jetzt schnell einen neuen Job zu suchen. "...aller Vorausicht nach Berufung einlegen", klingt nach "unser amerikanischer Chef überlegt noch, ob er Geld dafür locker machen will." Amerikanisches Risiko-Managment "How much Bucks can i get back?" Berufung durch alle Instanzen einschließlich EU-Gerichtshof dauert ca. zwei bis drei Jahre Minimum. Tschüß Nestmann, tschüß Uber.
megamekerer 21.03.2015
5. Es hilft nur hohe Strafen!
Deutsche Staat sollte jetzt Stärke zeigen und bei Verstoße gegen das Verbot hohe Geld-Strafen und sogar mit Freiheitsentzug drohen. Es kann nicht zutreffen, dass eine Firma setzt sich über die Bestimmungen der Gesetze und Gerichtsbeschlüsse hinwegsetzt. Personenbeförderung und Lizenzvergabe sind in Hoheitsbereich des Staates und Uber darf in Deutschland nicht Fuß fassen!
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