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Ranking: Das sind Deutschlands größte Familienunternehmen

Sie sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, doch nun leiden Deutschlands Familienunternehmen unter Wachstumsschwäche. Laut einer Studie sind ihre Umsätze 2013 kaum gestiegen. Die größten 50 Firmen und Konzerne im Überblick.

Fotostrecke: Deutschlands größte Familienunternehmen Fotos

Hamburg - Deutschlands Familienunternehmen sind im vergangenen Jahr kaum noch gewachsen. Das geht aus einer Studie des Stuttgarter Instituts für Familienunternehmen (IFF) hervor, die SPIEGEL ONLINE vorliegt.

Die 50 größten deutschen Unternehmen, bei denen eine Einzelperson oder eine Unternehmerfamilie das Sagen hat, erwirtschafteten im Jahr 2013 demnach einen addierten Umsatz von 938 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor waren es 930 Milliarden Euro.

Familienunternehmen gelten in Deutschland als wichtiger Wirtschaftsfaktor. Nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Industrie sind 90 Prozent der vier Millionen deutschen Betriebe von Familien oder Inhabern geführte Firmen. Laut dem Institut für Mittelstandsforschung stellen sie mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze in Deutschland.

Eine Ursache für die Wachstumsflaute ist der starke Euro, durch den Mehreinnahmen in einer anderen Währung teils verlorengehen. Gerade Familienunternehmen, die in Schwellenländern wie China, Russland, Indien oder Russland 2013 stark engagiert waren, bekamen diesen Effekt zu spüren.

Eine weitere Ursache ist die Scheu der Familienunternehmen vor Übernahmen. "Viele Familienunternehmen sind derzeit noch vorsichtig, Schieflagen wie bei der Familie Merckle oder auch die höchst riskante Übernahme von Continental durch Schaeffler sind noch nicht vergessen", sagt Mark Binz, Vorstand des IFF und Partner der auf die Beratung von Familienunternehmen spezialisierten Stuttgarter Anwaltskanzlei Binz & Partner.

Trotz schwachem Umsatzwachstum stieg die Anzahl an Mitarbeitern der Top-50-Familienunternehmen im Jahr 2013 auf 3,7 Millionen Personen, ein Plus von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei 34 Unternehmen erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten.

Klicken Sie auf die Bilderstrecke, um einen Überblick über die zehn größten Familienunternehmen Deutschlands zu bekommen.

Das sind die 50 größten Familienfirmen Deutschlands.

Deutschlands 50 größte Familienunternehmen 2013
Rang 2013 Rang 2012 Unternehmen Umsatz in Mio. Euro 2013 Umsatz in Mio. Euro 2012
1 1 Volkswagen [1] 197.007 192.676
2 2 BMW [1] 76.058 76.848
3 4 Schwarz-Gruppe [2]  67.600 63.400
4 3 Metro [1][2][5]  65.042 66.739
5 5 Aldi Nord/Süd [3]  62.200 62.200
6 6 Bosch-Gruppe [4]  46.400 45.200
7 7 Continental [1]  33.331 32.736
8 9 Phoenix Pharmahandel [2]  21.219 21.661
9 11 Fresenius [1]  20.331 19.290
10 10 Heraeus Holding [6]  17.040 19.968
11 12 Marquard & Bahls 16.977 18.259
12 14 Bertelsmann 16.356 16.065
13 13 Henkel [1]  16.355 16.510
14 15 Boehringer Ingelheim 14.065 14.691
15 16 HeidelbergCement [1]  13.936 14.020
16 17 Rethmann [3] 12.000 12.000
17 18 Otto Group [2] 11.784 11.597
18 19 Schaeffler-Gruppe 11.205 11.125
19 20 Tengelmann [3] 11.080 11.080
20 22 Fresenius Medical Care [1][7] 11.000 10.741
21 21 Dr. August Oetker 10.844 10.942
22 23 Merck [1]  10.700 10.741
23 24 Würth 9745 9985
24 25 Helm 9666 9978
25 26 Maxingvest 9603 9608
26 27 Liebherr 9086 9090
27 30 dm-drogerie markt [2]  7690 6872
28 29 Droege 7600 7400
29 28 Benteler 7425 7452
30 34 Mahle 6941 6159
31 31 C&A [2][3]  6790 6790
32 32 Globus Holding [2]  6680 6460
33 37 Rossmann 6640 5947
34 33 Freudenberg 6623 6322
35 36 Beiersdorf [1]  6141 6040
36 35 Knauf Gips [3]  6100 6100
37 38 Voith [2]  5728 5724
38 42 Tönnies 5600 5000
39 39 DKV Mobility Services Group 5500 5340
40 40 E/D/E 5200 5310
41 41 B. Braun Melsungen 5170 5048
42 45 Hella [2]  4999 4810
43 43 Bauhaus [3]  4995 4995
44 50 Dachser 4990 4410
45 44 Theo Müller 4900 4900
46 49 Brose 4779 4495
47 48 Deichmann 4600 4500
48 47 Wacker Chemie [1] 4479 4635
49 51 Knorr-Bremse 4303 4300
50 53 Claas Gruppe 3825 3436
[1] börsennotiert
[2] Geschäftsjahr 2012/2013 bzw. 2011/2012;
[3] Unternehmensangaben bzw. Schätzungen für das Geschäftsjahr 2012 bzw. 2011/2012
[4] geänderte Rechnungslegung
[5] Geschäftsjahresumstellung; Umsatz 2013 für Rumpfgeschäftsjahr 01.01. bis 30.09.2013 plus Q1 2013/2014
[6] Produktumsatz und Edelmetall-Handelsumsatz
[7] Angaben von Dollar in Euro umgerechnet

Quelle: Institut für Familienunternehmen; Angaben zum Teil gerundet; Stand: 17. Juni 2014

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Rang 2013 Rang 2012 Unternehmen Umsatz
in Mio. Euro
2013
Umsatz
in Mio. Euro
2012
1 1 Volkswagen [1] 197007 192676
2 2 BMW [1] 76058 76848
3 4 Schwarz-Gruppe [2]  67600 63400
4 3 Metro [1][2][5]  65042 66739
5 5 Aldi Nord/Süd [3]  62200 62200
6 6 Bosch-Gruppe [4]  46400 45200
7 7 Continental [1]  33331 32736
8 9 Phoenix Pharmahandel [2]  21219 21661
9 11 Fresenius [1]  20331 19290
10 10 Heraeus Holding [6]  17040 19968
11 12 Marquard & Bahls 16977 18259
12 14 Bertelsmann 16356 16065
13 13 Henkel [1]  16355 16510
14 15 Boehringer Ingelheim 14065 14691
15 16 HeidelbergCement [1]  13936 14020
16 17 Rethmann [3] 12000 12000
17 18 Otto Group [2] 11784 11597
18 19 Schaeffler-Gruppe 11205 11125
19 20 Tengelmann [3] 11080 11080
20 22 Fresenius Medical Care [1][7] 11000 10741
21 21 Dr. August Oetker 10844 10942
22 23 Merck [1]  10700 10741
23 24 Würth 9745 9985
24 25 Helm 9666 9978
25 26 Maxingvest 9603 9608
26 27 Liebherr 9086 9090
27 30 dm-drogerie markt [2]  7690 6872
28 29 Droege 7600 7400
29 28 Benteler 7425 7452
30 34 Mahle 6941 6159
31 31 C&A [2][3]  6790 6790
32 32 Globus Holding [2]  6680 6460
33 37 Rossmann 6640 5947
34 33 Freudenberg 6623 6322
35 36 Beiersdorf [1]  6141 6040
36 35 Knauf Gips [3]  6100 6100
37 38 Voith [2]  5728 5724
38 42 Tönnies 5600 5000
39 39 DKV Mobility Services Group 5500 5340
40 40 E/D/E 5200 5310
41 41 B. Braun Melsungen 5170 5048
42 45 Hella [2]  4999 4810
43 43 Bauhaus [3]  4995 4995
44 50 Dachser 4990 4410
45 44 Theo Müller 4900 4900
46 49 Brose 4779 4495
47 48 Deichmann 4600 4500
48 47 Wacker Chemie [1] 4479 4635
49 51 Knorr-Bremse 4303 4300
50 53 Claas Gruppe 3825 3436

[1] börsennotiert
[2] Geschäftsjahr 2012/2013 bzw. 2011/2012;
[3] Unternehmensangaben bzw. Schätzungen für das Geschäftsjahr 2012 bzw. 2011/2012
[4] geänderte Rechnungslegung
[5] Geschäftsjahresumstellung; Umsatz 2013 für Rumpfgeschäftsjahr 01.01. bis 30.09.2013 plus Q1 2013/2014
[6] Produktumsatz und Edelmetall-Handelsumsatz
[7] Angaben von Dollar in Euro umgerechnet

Quelle: Institut für Familienunternehmen; Angaben zum Teil gerundet; Stand: 17. Juni 2014

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insgesamt 67 Beiträge
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1. So einige Unternehmen auf der Liste...
referee84 01.07.2014
sind immer weiter gewachsen weil Sie Teilzeitkräfte einsetzen und diese auch noch unbezahlt länger arbeiten lassen! Andere wiederum verlagern gleich die Produktion in Billigländer oder nutzen Leiharbeiter aus!
2. Was ist Ihnen. . .
leser1964 01.07.2014
lieber referee84 lieber: Teilzeitkräfte, die sich in Deutschland für ihr Unternehmen einsetzen oder Ihre zweite Variante? Solange diese Unternehmen in Deutschland weiter wachsen, geht es uns gut.
3. Frage
horsteddy 01.07.2014
938 Milliarden Umsatz? Plus wieviel Euro an der Steuer bzw. an dem eigenen Staat bzw. dem Gemeinwohl vorbei? Und wieviel von den "offiziellen" 938 Milliarden Reingewinn für die Familien? In wieviel dieser "Familienkonzernen" werden Mitarbeiter generell des Diebstahls verdächtigt, Dumping-Löhne bzw. Sklavenlöhne gezahlt und Menschen schikaniert? Eigentum verpflichtet? Da lachen diese "Unternehmen" nur. Wichtig für diese teilweise Neureichen (Schwarz z.B.) ist, den Reichtum nicht zu teilen und Macht in ihrem Klüngel zu halten. Für mich ist die Aufzählung ein Who-is-Who der Kandidaten für zukünftige Enteignungen.
4. Justiz entscheidet
minsk60 01.07.2014
Zitat von referee84sind immer weiter gewachsen weil Sie Teilzeitkräfte einsetzen und diese auch noch unbezahlt länger arbeiten lassen! Andere wiederum verlagern gleich die Produktion in Billigländer oder nutzen Leiharbeiter aus!
Wenn es Gesetzesverstöße gibt, ist die Justiz zuständig und trifft die Entscheidungen. Gegen die angeführten Punkte ist nichts einzuwenden, auch wenn es gegen ihr persönliches Gerechtigkeitsempfinden geht.
5.
nic 01.07.2014
Zitat von referee84sind immer weiter gewachsen weil Sie Teilzeitkräfte einsetzen und diese auch noch unbezahlt länger arbeiten lassen! Andere wiederum verlagern gleich die Produktion in Billigländer oder nutzen Leiharbeiter aus!
So sieht es aus. Wenn die Unternehmen gerne weiter hin verdienen wollen müssen sie wohl oder übel mal von oben nach unten zurück verteilen. Hohe Löhne eignen sich da am Besten.
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