Familienunternehmen Hans Peter Stihl leitet Generationenwechsel ein

Wachwechsel beim Motorsägenhersteller Stihl: Firmenpatriarch Hans Peter Stihl reicht den Stab an seinen Sohn weiter. An einen vollständigen Rückzug denkt der Unternehmer hingegen nicht.


Waiblingen - Der Unternehmer Hans Peter Stihl regelt seine Nachfolge beim Motorsägenhersteller Stihl. Der 78-Jährige werde zum 30. Juni 2012 seinen Vorsitz in Beirat und Aufsichtsrat niederlegen, teilte das Unternehmen am Montag in Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) mit. Nachfolger als Beiratsvorsitzender der Stihl Holding soll sein Sohn Nikolas Stihl werden. "So wird sichergestellt, dass Stihl auch in Zukunft ein mittelständisch geprägtes Familienunternehmen bleibt", teilte Hans Peter Stihl mit.

Der Beirat trifft alle strategischen Entscheidungen des Unternehmens. Neben drei Mitgliedern der Eigentümerfamilie Stihl sitzen in dem Gremium auch drei externe Vertreter. Das operative Geschäft des Motorsägenherstellers führen familienfremde Vorstände unter dem Vorsitz von Bertram Kandziora. Wer Hans Peter Stihl an der Spitze des Aufsichtsrates der Stihl AG folgen wird, ist noch offen.

Persönlich haftender Gesellschafter seit 1971

Hans Peter Stihl hatte nach dem Tod seines Vaters und Unternehmensgründers Andreas Stihl 1973 die Führung des Familienunternehmens übernommen. Seit 1971 ist er persönlich haftender Gesellschafter und will dies auch weiterhin bleiben. Aus dem operativen Geschäft hatte sich Stihl bereits 2002 zurückgezogen.

Nikolas Stihl ist seit 1993 Geschäftsführer des Gartengeräteherstellers Viking, einer Stihl-Tochter. Seinen Posten dort will er Ende März 2011 aufgeben, um sich auf seine neue Aufgabe vorzubereiten.

Stihl hat im vergangenen Jahr mit mehr als 10.000 Mitarbeitern gut zwei Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. Nach einem leichten Rückgang der Erlöse im Krisenjahr 2009 rechnet der Motorsägenhersteller im laufenden Jahr mit einem Wachstum von fünf Prozent. Größter Konkurrent der Schwaben ist der schwedische Hersteller Husqvarna.

mik/dpa



insgesamt 2 Beiträge
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marypastor 03.05.2010
1. Natuerlich nicht.
Zitat von sysopWachwechsel beim Motorsägenhersteller Stihl: Firmenpatriarch Hans-Peter Stihl reicht den Stab an seinen Sohn weiter. An einen vollständigen Rückzug denkt der Unternehmer hingegen nicht. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,692790,00.html
Was soll er denn zu Hause rumsitzen.
granitfindling 03.05.2010
2. Holz hacken....
Zitat von marypastorWas soll er denn zu Hause rumsitzen.
Die Leute eventuell nicht mehr bei der Arbeit stören? Das operative Geschäft machen doch zum Glück längst andere. Mit 78 steuert man nicht nur gute Ideen bei, das sollte jeder, der sich für unentbehrlich hält, gelegentlich erkennen. Leider ist das in dem Alter oft nicht mehr möglich, der Altersstarrsinn hat in der Vegangenheit schon ganz andere Unternehmen ruiniert. Insofern: Noch rechtzeitig bei Stihl. Und wenn er sich nicht ganz zurückziehen will: Seine Aktentasche kann er ja da lassen.
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