Rekordgewinn Fannie Mae überweist US-Staat 60 Milliarden Dollar

Fannie Mae stand neben Freddie Mac und Lehman Brothers für die Finanzkrise: Der US-Immobilienfinanzierer musste gerettet und verstaatlicht werden. Doch jetzt macht der Konzern wieder Rekordgewinne und zahlt dem Staat fast 60 Milliarden Dollar zurück.

Zentrale von Fannie Mae: Überschuss belief sich auf 58,7 Milliarden Dollar
AFP

Zentrale von Fannie Mae: Überschuss belief sich auf 58,7 Milliarden Dollar


Washington - Vor wenigen Jahren mussten die USA den Hypothekenfinanzierer Fannie Mae noch vor der Pleite bewahren. Dann verdiente das Unternehmen 17 Milliarden Dollar - das höchste Ergebnis seiner Geschichte. Und nun beschert der in der Finanzkrise verstaatlichte US-Immobilienfinanzierer dem Staat einen Geldregen.

Nach einem Rekordgewinn im ersten Quartal überweist Fannie Mae dem US-Finanzministerium eine Dividende in Höhe von 59,4 Milliarden Dollar. Wie der Konzern am Donnerstag bekanntgab, belief sich der Überschuss in den ersten drei Monaten auf 58,7 Milliarden Dollar nach 2,7 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum.

Ein Großteil kam durch eine Gutschrift im Zusammenhang mit latenten Steueransprüchen im Umfang von fast 51 Milliarden Dollar zustande. Auch ohne diese Wertberichtigung liefen die Geschäfte von Fannie Mae gut.

Bis Ende Juni Staatsgelder zurückgezahlt

Dank des Aufschwungs auf dem Immobilienmarkt stieg der Vorsteuergewinn auf 8,1 Milliarden Dollar. Die gigantische Zahlung ans Finanzressort reduziert die Nettokosten für die Rettung des größten US-Immobilienfinanzierers durch die Steuerzahler auf rund 21 Milliarden Dollar.

Bis Ende Juni wird Fannie Mae 95 Milliarden Dollar in Form von Ausschüttungen von den insgesamt erhaltenen 116,1 Milliarden Dollar an Staatsgeldern zurückgezahlt haben. Schwesterkonzern Freddie Mac, der ebenfalls einen Gewinnsprung zu Jahresbeginn gemacht hat, war mit rund 71 Milliarden Dollar gerettet worden. Beiden Unternehmen ist es untersagt, den Staat als Anteilseigner herauszukaufen. Sie sind stattdessen zu Dividendenzahlungen verpflichtet.

jjc/Reuters



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insgesamt 47 Beiträge
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elmond 09.05.2013
1.
Das Spiel geht weiter... die Blasen blähen sich wieder auf. Ich bin gespannt wann sie diesmal platzen.
hermann_huber 09.05.2013
2. Anteile zurück kaufen
Tja die Amis. . Da geht das anderst als bei der Commerzbank. Die haben den Bankern nicht eingach Geld zum weiterspielen ohne große Auflagen gegeben wie unsere Mutter Blamage. In USA wurde knallhart verstaatlicht und fie Gewinne gehoren jetzt auch dem Staat. Unsere Commerzbank behält den Gewinn liebet und zahlt das Spielgeld sogar ohne Zinsen zurück. .
dunnhaupt 09.05.2013
3. Hier liegt der Unterschied:
In den USA sind die vom Staat geretteten Firmen dazu verpflichtet, die Rettungsgelder mit Zinsen an den Steuerzahler zurück zu zahlen. Bei uns sind die Rettungsgelder hoffnungslos verloren. An Rückzahlung ist nicht zu denken.
jan.dark 09.05.2013
4. 51 Mrd Steuern weg, 57 Mrd Dividende hin
So ganz passt die schrille Überschrift nicht zu den Fakten. Man könnte auch sagen, die Verstaatlichung hat zu mehr Gewinn geführt. Aber dann kriegt man nur Stress mit der INSM :-)
Schweizer 09.05.2013
5.
"Beiden Unternehmen ist es untersagt, den Staat als Anteilseigner herauszukaufen. Sie sind stattdessen zu Dividendenzahlungen verpflichtet." Perfect. So verdient dann ausnahmsweise mal die Allgemeinheit nicht nur die (reichen) Aktionäre.
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