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Luftfahrtmesse in Farnborough: Boeing vergrößert Vorsprung auf Airbus

Es ist ein Milliardengeschäft: Auf der Luftfahrtmesse in Farnborough hat der US-Flugzeugbauer Boeing zahlreiche Aufträge erhalten, vor allem für seinen spritsparenden 737-MAX-Jet. Auch sein europäischer Konkurrent Airbus bekam zahlreiche Orders in Aussicht gestellt - jedoch insgesamt deutlich weniger.

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DPA

Boeing MAX: Viele Aufträge für den US-Flugzeugbauer

Farnborough - Der Vorsprung für Boeing wächst: Auf der Luftfahrtmesse in Farnborough hat der US-Flugzeugbauer deutlich mehr Aufträge eingeheimst als sein europäischer Konkurrent Airbus.

Seit Beginn der Messe sammelte Boeing potentielle Aufträge für 170 Exemplare seines spritsparenden Modells Boeing 737-MAX ein. Airbus konnte immerhin einen Punktsieg bei den Langstreckenmaschinen vermelden: Die Fluggesellschaft Cathay Pacific will gleich 26-mal die Langversion des Großraumjets A350 bestellen.

Die Aktien der Unternehmen reagierten unterschiedlich auf die Nachrichten. Für die Titel der Airbus-Mutter EADS ging es bis zum Handelsschluss an der Pariser Börse um rund ein Prozent nach unten. Boeing-Papiere legten um rund 0,6 Prozent zu.

Der Verkaufserfolg von Airbus beschränkte sich am Dienstag auf den in Aussicht gestellten Großauftrag aus Hongkong. Die Firma Cathay Pacific wandelt eine bestehende Order über 16 Maschinen der Standardversion A350-900 in Bestellungen für die Langversion um und will außerdem zehn weitere A350-1000 haben. Laut Preisliste haben die zehn zusätzlichen Maschinen und der Wechsel zur Langversion einen Gesamtwert von 4,2 Milliarden Dollar.

Bei Boeing waren es wie schon am Montag Leasing-Gesellschaften, die Großaufträge in Aussicht stellten. Die General-Electrics-Tochter Gecas will 75 Exemplare der 737-MAX-8 sowie 25 herkömmliche 737-800-NG bestellen. Laut Preisliste haben die Maschinen einen Gesamtwert von fast 9,3 Milliarden Dollar. Allerdings sind bei Flugzeugen Nachlässe im zweistelligen Prozentbereich üblich.

Die Finanzierungsgesellschaft Alafco aus Kuwait kündigte eine Order über 20 Exemplare der MAX mit einem Listenpreis-Wert von 1,9 Milliarden Dollar an. Bereits am Montag hatte der Flugzeugfinanzierer ALC 75 Exemplare der MAX bestellt und sich Kaufoptionen auf weitere 25 Jets des Typs gesichert.

ssu/dpa-AFX

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