Luftfahrtmesse im Farnborough Boeing und Airbus sichern sich Milliardenaufträge

Die Luftfahrtmesse im britischen Farnborough läuft erst seit zwei Tagen. Doch die Flugzeugbauer Airbus und Boeing haben schon Aufträge in Milliardenhöhe eingeheimst.

AFP

Der weltgrößte Flugzeugbauer Boeing hat am zweiten Messetag in Farnborough mit seinen Frachtmaschinen gepunktet. Der russische Logistikkonzern Volga-Dnepr und seine Tochter Cargologic kündigten eine Bestellung über 29 Frachter vom Typ Boeing 777 an.

Der europäische Flugzeugbauer Airbus sicherte sich Vorverträge über 100 Mittelstreckenjets der A320neo-Reihe und acht Großraumflugzeuge von Typ A350. Deren Käufer wollten zunächst unerkannt bleiben.

Auch für seinen vom Bombardier-Konzern übernommenen Mittelstreckenjet hat Airbus einen Auftrag bekommen: Der Mitgründer der US-Fluggesellschaft JetBlue, David Neeleman, will für eine neue US-Fluglinie 60 Exemplare der Airbus A220-300 kaufen. Nach Jahren vieler Fusionen unter US-Fluggesellschaften sieht Neeleman die Zeit für die Gründung einer neuen Airline gekommen. Der Auftrag hat laut Preisliste einen Gesamtwert von 5,4 Milliarden US-Dollar.

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Deals mit DHL Express und Qatar Airways

Boeing hatte bereits am Montag 14 Frachtmaschinen vom Typ 777 an die Deutsche-Post-Tochter DHL Express und 5 weitere an die arabische Fluglinie Qatar Airways verkauft. Der Auftrag aus Russland über 29 Jets summiert sich laut Preisliste auf einen Gesamtwert von 9,8 Milliarden US-Dollar (8,4 Mrd Euro), teilte Boeing auf der Farnborough Airshow südwestlich von London mit. Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen hohe Preisnachlässe üblich. Volga-Dnepr fixierte zudem eine bereits bekanntgegebene Bestellung über 5 Fracht-Jumbos vom Typ Boeing 747-8.

Der Flugzeugfinanzierer ALC schlug bei Boeings Passagierjets zu. Das Unternehmen, das Flugzeuge an Fluggesellschaften vermietet, orderte drei Langstreckenjets vom Typ Boeing 787-9 "Dreamliner" und 20 Mittelstreckenflieger vom Typ 737-MAX-8. Zudem unterzeichneten beide Seiten einen Vorvertrag über 55 weitere Mittelstreckenjets.

cop/dpa-AFX

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