Fast-Food-Prinzip: Metro plant Drive-in-Lebensmittelmärkte

Metro leidet unter Kundenschwund, jetzt will der Großhandelsriese gegensteuern: Nach Vorbild von McDonald's und Co. plant eine Konzerntochter Drive-in-Filialen - Ähnliches hat auch Rewe vor.

Metro-Markt in Berlin: Mit neuen Konzepten gegen den Kundenschwund Zur Großansicht
picture-alliance/ dpa

Metro-Markt in Berlin: Mit neuen Konzepten gegen den Kundenschwund

Hamburg - Hinfahren, einkaufen, wegfahren - und die ganze Zeit im Auto bleiben: Bis Jahresende will der Lebensmittelriese Metro bis zu fünf Drive-in-Filialen einrichten. Kunden sollen in den mit Kühlhäusern ausgestatteten Lagern vorbestellte Ware abholen können. Die Märkte sollen von der Metro-Tochter C+C-Schaper betrieben werden. Die Großhandelskette will so den Umsatzschwund bekämpfen, der in Deutschland seit 2003 anhält. Bereits bis Ende 2012 soll das Angebot auf 20 Märkte ausgeweitet werden, die ersten Geschäfte sollen vor allem in wirtschaftsschwachen Regionen entstehen. Das berichtet die "Financial Times Deutschland".

Außer den Drive-in-Märkten will Metro Chart zeigen auch in den bereits 2009 deutschlandweit eingeführten Lieferservice investieren, bei dem telefonisch, per Fax oder E-Mail bestellt werden kann. Die Ware wird dann innerhalb von 24 Stunden geliefert. Für 2010 erwartet der Konzern einen Umsatz von 100 Millionen Euro aus dem Bringdienst, der bislang aus den Warenlagern der Filialen bestückt wird. Im kommenden Jahr soll aus einem eigens eingerichteten Lager die Rhein-Main-Region beliefert werden.

Ab dem kommenden Jahr will auch Rewe ein Drive-in-Konzept testen. Das kündigte Rewe-Chef Alain Casparros nach Angaben der "Wirtschaftswoche" an. Kunden sollen ihre Bestellung online aufgeben und die Ware zu einer vereinbarten Uhrzeit im Markt abholen können. Parallel will Rewe auch anbieten, die online bestellten Produkte direkt zum Kunden zu liefern. Beide Konzepte sollen in zwei bis drei großen Städten getestet werden.

fdi

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