VW-Aufsichtsratschef Piëch über Winterkorn "Ich betreibe seine Ablösung nicht"

VW-Aufsichtsratschef Piëch dementiert Berichte, nach denen er Vorstandschef Winterkorn ablösen wolle. "Ich betreibe seine Ablösung nicht", sagte er dem SPIEGEL.

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VW-Größen Winterkorn, Piëch: Nächste Runde im Machtkampf
REUTERS

VW-Größen Winterkorn, Piëch: Nächste Runde im Machtkampf


Das Dementi kam prompt: Volkswagens Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch hat Berichte, nach denen er VW-Vorstandschef Martin Winterkorn ablösen wolle, zurückgewiesen. "Herr Winterkorn und ich haben uns vergangene Woche ausgesprochen und uns auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit geeinigt", sagte Piëch dem SPIEGEL. "Ich betreibe seine Ablösung nicht."

Zuvor hatten der NDR und die Nachrichtenagentur dpa berichtet, Piëch wolle eine Absprache des Aufsichtsrats unterwandern und Winterkorn noch vor der Hauptversammlung am 5. Mai absetzen lassen.

Erst vergangenen Donnerstag hatte sich der engste Kreis des Volkswagen-Aufsichtsrates - das Präsidium - zu einer Krisensitzung in Salzburg getroffen, um über Winterkorns Zukunft bei VW zu sprechen. Dabei hatten sich Berichten zufolge fünf von sechs Präsidiumsmitgliedern geschlossen hinter Winterkorn gestellt - und Piëch eine herbe Schlappe zugefügt.

Dieser hatte den Machtkampf öffentlich eingeläutet, als er vor knapp 14 Tagen öffentlich von Winterkorn abgerückt war. Dem SPIEGEL hatte Piëch gesagt, er sei "auf Distanz zu Winterkorn". Bis dahin galt Winterkorn als gesetzter Nachfolger des VW-Patriarchen als Chefkontrolleur. Piëch ist bis zum Frühjahr 2017 als Aufsichtsratschef gewählt.

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insgesamt 24 Beiträge
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j.vantast 23.04.2015
1. Wer glaubt denn bitte Piëch?
Das glaubt ihm doch kein Mensch. Erst geht er "auf Distanz" zu Winterkorn und hat nur den Schwanz eingezogen weil er 5:1 überstimmt wurde. Nun versucht er es erneut, so ist er eben gestrickt, ein Piëch duldet keinen Widerspruch oder eine Niederlage. Und jetzt dementiert er? Damit könnte er eigentlich gleich zugeben dass er nicht mehr weiss was er tut.
Gegendenstrom 23.04.2015
2. Sehr geehrter Herr Piech
bitte nehmen Sie Ihr Geld aus dem Unternehmen, verkaufen Ihre Aktien und lassen Sie sich Ihren Gehirntumor behandeln. Ihre Aktionen ergeben keinen Sinn mehr und gefährden 10-Tausende Arbeitsplätze. Das ist unverantwortlich. Schon jetzt hat Volkswagen einen schweren Imageschaden erlitten und benötigt eine geraume Weile, dies wieder in den Griff zu bekommen. Wenn Einzelne Handelnde, mit viel macht ausgestattet, ein echtes Volksvermögen, an dem sehr viele Menschen hart mitgearbeitet haben, derart gefährden, gehört Ihnen die Handlungsvollmacht entzogen.
w.diverso 23.04.2015
3.
War doch schon immer klar, dass er den Herrn Winterkorn nur nicht als seinen Nachfolger wollte. Scheinbar ist der nach der Meinung von Herrn Piech auf der Stufe angekommen, die sein Maximum ist. Da der Herr Piech Eigentümer ist, sollte man seine Wünsche für die Auswahl der Angestellten berücksichtigen. Im Gegensatz zu Herrn Piech ist Herr Winterkorn, egal wie hoch er in der Hierarchie ist, immer noch ein Angestellter.
per.roentved 23.04.2015
4. Ja, wat denn nu?
Wer hat denn nun recht? NDR und dpa, oder Piech selbst über SPON? Vielleicht meldet die Bielefelder Bäckerblume gleich auch noch, dass Piechs Frau den Job bei VW als Chef übernehmen soll. Meine Güte...
vogt27 23.04.2015
5.
Was interessiert das eigentlich die Öffentlichkeit. Es gibt wesentlich interesantere Themen als VW Piëch und Winterkorn.
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