Anteilsverkauf Ferdinand Piëch will bei VW aussteigen

Der Großaktionär und Patriarch Ferdinand Piëch plant nach SPIEGEL-Informationen den Verkauf seiner Anteile am VW-Konzern - er verhandelt bereits mit den Eigentümerfamilien. Die Aktien des 79-Jährigen sind gut eine Milliarde Euro wert.

Ferdinand Piëch
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Ferdinand Piëch


Im VW-Konzern bahnt sich eine Überraschung an: Firmenpatriarch Ferdinand Piëch verhandelt nach Informationen des SPIEGEL über den Verkauf seiner Anteile. Piëch hält 14,7 Prozent der Stammaktien an der Porsche SE, die wiederum über 52 Prozent der Stimmrechte am Volkswagen-Konzern verfügt. Mitglieder der Eigentümerfamilien Porsche und Piëch waren auf Distanz zu Ferdinand Piëch gegangen. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

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Der ehemalige VW-Aufsichtsratsvorsitzende hatte zuvor bei der Staatsanwaltschaft ausgesagt, er habe das Präsidium des VW-Aufsichtsrats auf Probleme in den USA hingewiesen, bevor der Dieselskandal aufgedeckt wurde. In den Familien wurde diskutiert, ob Ferdinand Piëch seinen Aufsichtsratsposten bei der Porsche SE behalten soll.

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Derzeit verhandeln die Familien, die über ein Vorkaufsrecht verfügen, mit Piëch über die Übernahme seiner Aktien, die gut eine Milliarde Euro wert sind. Die Familien Porsche und Piëch haben großes Interesse an der Übernahme. Sie wollen verhindern, dass ein familienfremder Investor über Stammaktien und damit über Stimmrechte verfügt. Von Ferdinand Piëch war dazu keine Stellungnahme zu erhalten.

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - ab Donnerstagmorgen erhältlich.

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fdo, haw



insgesamt 94 Beiträge
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Seite 1
j-kla 17.03.2017
1. Gut so
Ich würde mal sagen er ist gegangen worden und jetzt macht es für ihn keinen Sinn mehr Vw Aktien zu halten. Recht geschiets ihm wenn man sich so benimmt wie Piech
leoneo 17.03.2017
2. Der Kapitän
Da verlässt jemand wohl das sinkende Schiff. Doch einige werden sagen, ja das Alter und er möge sich zur Ruhe setzen. Nein. Diesem Mann ging es einzig und allein um Macht. Und keiner weiß so viel wie er. Auch der Abgas-Skandal ist ihm wohl als einer der Ersten bekannt gewesen. Und auch wenn etliche sagen, ja und - schau Renault an oder die Amis. Hierbei geht es um Volkswagen. Eine deutsche stolze Marke. Und diese Manager haben ihren einst so guten Ruf ruiniert.
skla5555 17.03.2017
3. Jeden Tag was neues von VW
Sollten die Anleger von VW nun dem Beispiel von Piëch folgen?
Andreas1979 17.03.2017
4. Na da hat einer Konsequenzen gezogen.
Mit dem Verkauf seines Aktienpacketes, macht er viel Geld flüssig. Mal schauen, ob er die Kohle in ein anderes Unternehmen steckt, oder in Grund und Boden, oder es mit Einkäufen unter die Menschen verteilt.
Steve111 17.03.2017
5. Eine gute Nachricht für Volkswagen
Piech , der im Hintergrund wie ein Pate agierte, ist nach meiner Meinung Ursache für viele Fehlentscheidungen (Phaeton etc.) und das schlechte Betriebsklima in der Vergangenheit. Defintiv eine Win Win Situation für beide Seiten - VW und Piech selber
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