Statistik Fernbusmarkt in Deutschland schwächelt

Mehr Fahrgäste in den Zügen, weniger Fernbusse auf der Straße: Im hart umkämpften Wettbewerb um den Fernverkehr kann die Bahn Boden gutmachen. Der Fernbusmarkt ist im ersten Halbjahr geschrumpft.

Fernbus in Köln
DPA

Fernbus in Köln


Der zuletzt rasant gewachsene Fernbusmarkt ist in der ersten Jahreshälfte 2016 geschrumpft. Das geht aus Zahlen des Marktforschungsinstituts Iges hervor, die der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegen. Die Zahl der Fahrten und der Linien sank; sie liegt aber noch deutlich über den Vorjahreswerten.

Der ICE und Intercity der Bahn waren hingegen voller: Die Auslastung stieg im ersten Vierteljahr deutlich, wie die Bahn in dieser Woche bestätigt hatte. Gleichzeitig sicherte sich der Staatskonzern einen größeren Anteil am Fernbusmarkt: Die Bahntochter Berlin-Linienbus ist mit 13 Prozent der Fahrplankilometer zur Nummer zwei aufgestiegen. Marktführer ist Flixbus mit 68 Prozent. Die Bahn hatte in den vergangenen Monaten ihre Preise gesenkt und mit 19-Euro-Fahrscheinen mehr Kunden für ihre Fernzüge gewonnen.

Der Rückgang bei Buslinien und Fahrten spiegele den Preiskampf zwischen digitalen Mitfahrzentralen, Fluggesellschaften und der Bahn, hieß es beim Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer. Die Mitbewerber hätten inzwischen auf vielen Verbindungen günstigere Angebote als der Fernbus.

Nach der vierteljährlichen Erhebung von Iges gibt es aktuell 295 Fernbuslinien. Das sind 31 mehr als vor einem Jahr, jedoch 33 weniger als noch zum Jahresende. Pro Woche gibt es durchschnittlich 4234 Hin- und Rückfahrten, 638 mehr als vor einem Jahr, aber 419 weniger als Ende 2015. Zwar war auch Anfang 2015 das Fahrtenangebot gesunken, damals erholte es sich jedoch im Frühling wieder. Die Linienzahl stieg unterdessen weiter.

asa/dpa



insgesamt 43 Beiträge
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jujo 16.06.2016
1. ...
Für mich ist was die Bequemlichkeit angeht der Bus keine Alternative zur Bahn. Die Bahn hat sicher nicht mehr Verspätungen als die Busse.
Barxxo 16.06.2016
2. Köln
Kölner zumindest fahren jetzt sicher seltener Fernbus, seit die Stadt Köln leider die Fernbusse aus der Stadt gedrängt hat.
meine Güte 16.06.2016
3. Das verstehe...
...ich nicht. Trier -Leipzig im Bus um die 35€. Bahn ca. 120€. Beim Bus kein Stress, kein drei mal umsteigen, keine zwei mal ist der Anschlusszug weg. Die Bahn kann einpacken!
kobmicha 16.06.2016
4. ..so geht PR heute.Text wird von der DB vorgegeben an die Presse!
Das der Bussboom irgend wann einmal eine Verschnaufpause einlegen muss ist jedem halbwegs intelligenten Menschen klar! Nach diesem Start, der alles was die Deutsche Bahn bisher sehr schlecht gemacht hat,neu und erfolgreich umgesetzt hat. Aber die Presse sieht das naturlich sehr Regierungsnah und versucht den Staatskonzern deutsche bahn in einem guten Licht dastehen zu lassen. ICH fahre sehr viel..aber nur noch mit Fernbussen. Ist die beste Art von A nach B zu kommen! Obwohl ich ja mit meinen Steuergeldern unfreiwillig weiterhin diesen unrentablen Klotz Deutsche Bahn finanzieren Muss.Die ausrangierten Politiker werden ja im Bahnvorstand bestens versorgt(Proffallara) und konsorten!
Bürger Icks 16.06.2016
5. Stimmt!
Zitat von BarxxoKölner zumindest fahren jetzt sicher seltener Fernbus, seit die Stadt Köln leider die Fernbusse aus der Stadt gedrängt hat.
Schön vom DB-Bahnhofsplatz weg. Ein Schelm, wer da was merken könnte... xD
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