Sorge um Fernbus-Boom Anbieter klagen über zu wenige Busfahrer

Fernbusse sind bei Reisenden in Deutschland beliebt. Doch die Betreiber sehen laut einer Umfrage ein großes Problem auf die Branche zukommen: Ihr gehen die Fahrer aus.

Fernbusreisende im Oktober 2014 in Hannover: Viele Kunden, wenig Fahrer
DPA

Fernbusreisende im Oktober 2014 in Hannover: Viele Kunden, wenig Fahrer


Berlin - Noch vor einiger Zeit schienen Busreisen das Vergnügen von Seniorengruppen zu sein. Doch inzwischen haben auch jüngere Reisende den Bus dank günstiger Preise wieder als Verkehrsmittel entdeckt. Entsprechend gut läuft es für die Fernbusanbieter. Allerdings sorgen sich diese nun um ihr Geschäft. Denn laut einem Bericht der "Welt" fürchtet die Branche erhebliche Rückschläge durch den Fahrermangel.

Dieses Problem bleibe die "größte Bedrohung der Busbranche", zitierte die Zeitung eine Umfrage des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer. Demnach wird diese Einschätzung von 74 Prozent der beteiligten Unternehmen aus Nahverkehr, Touristik und Fernlinienverkehr vertreten. Von den Fernbus-Betreibern erwarteten sogar 80 Prozent, dass sie ein "zunehmendes Problem mit dem Mangel an Fahrern bekommen".

Die Anbieter machen sich auch mit einem teils ruinösen Preiswettbewerb Konkurrenz. Entsprechend haben sich einige Anbieter auch schon wieder aus dem Geschäft zurückgezogen oder fusionieren. Die beiden Marktführer MeinFernbus und Flixbus schlossen sich kürzlich zusammen. Die Deutsche Bahn geht ebenfalls in die Offensive und will ihr Angebot bis 2016 vervierfachen. Einen größeren Anteil an dem hart umkämpften Geschäft strebt auch die Deutsche Post an.

Zum Schutz der Deutschen Bahn war der Fernbusverkehr in Deutschland bis 2012 per Gesetz weitgehend verboten. Seit der Freigabe Anfang 2013 boomt der Markt. Das Berliner Iges-Institut schätzt den Fernbusmarkt für das vergangene Jahr auf etwa 20 Millionen Fahrgäste.

mmq/Reuters



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insgesamt 120 Beiträge
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Seite 1
hjm 09.03.2015
1.
Na sowas. Diese bösen Fahrer aber auch. Dabei dachten wir doch alle, diese absurde Forderung nach einem gerechten Lohn wäre nur eine Marotte der Lokführer.
Frickleburt Frogfart 09.03.2015
2.
Was ist das denn wieder für eine Meldung? Wie wäre es mal mit einigen Informationen? Was ist der Grund für den Fahrermangel? Was wird dagegen getan?
wrzlbrnft 09.03.2015
3. Es gibt eine einfache Lösung
Gute Arbeitsbedingungen und gute Bezahlung für die Busfahrer
Halcroves 09.03.2015
4. Angebot und Nachfrage regelten den Markt
seit der Agenda hat sich das geändert und der Fahrerjob wurde in den Niedriglohn gepresst mit genau der Auswirkung, dass keiner mehr will. Nur noch Übriggebliebene und Einwanderer sitzen auf´n Bock. Hat ein Fahrer 1995 noch 18 Mark verdient bekommt er heute 9,50 €. Das war nur mit der Agenda möglich. Bedanken sollten sich die Unternehmer bei Herrn Schröder und seinen 40 Räubern.
homerjay81 09.03.2015
5. tja
Da gibt es wohl nur 2 Möglichkeiten. Entweder die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung der Busfahrer verbessern, oder 'Fachkräfte' aus dem Ausland anwerben.
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