Luxuswagen Pro Auto verdient Ferrari 69.000 Euro - Tesla verliert 11.000

Das Prestige ist stets hoch - der Profit aber nicht immer: Unter den Premiumherstellern macht Ferrari mit Abstand den größten Gewinn pro Auto. Den höchsten Verlust macht eine Marke in deutschem Besitz.


Mit Luxus- und Oberklasseautos lässt sich prächtig Geld verdienen - diese alte Branchenweisheit ist auch im Jahr 2018 durchaus noch gültig. Einen überzeugenden Beweis liefert etwa Ferrari. Der italienische Autobauer machte im ersten Halbjahr 2018 einen Betriebsgewinn von 69.000 Euro - und zwar pro verkauftem Auto.

Allerdings gilt die Gleichung "Luxusauto = hoher Profit" beileibe nicht für alle Hersteller - eine Marke in deutschem Besitz häufte sogar 17.000 Euro Verlust pro verkauftem Fahrzeug an. Das ist das Ergebnis einer Studie des Duisburger Wirtschaftsprofessors Ferdinand Dudenhöffer.

Wer gehört zu den profitablen Oberklasse-Herstellern - und wer zu den verlustreichen? Und wo landen die deutschen Marken Mercedes, BMW, Audi und Porsche?
Eine Übersicht:

Rolls Royce und Lamborghini legten keine Gewinnzahlen offen, daher sind sie in der Studie nicht berücksichtigt.

fdi/dpa



insgesamt 60 Beiträge
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Seite 1
irritation 07.08.2018
1.
Zitat:"Einige Automarken mussten gar Verluste hinnehmen. So erzielte etwa Tesla mit jedem verkauften E-Auto 11.000 Euro Verlust. Noch schlechter ist das Verhältnis zwischen Verkäufen und Verlusten bei Bentley. Die Volkswagen-Tochter erwirtschaftete pro verkauftem Fahrzeug ein Minus von 17.000 Euro, errechnete Dudenhöffer. Und das bei einem durchschnittlichem Umsatz von 165.000 Euro pro Auto. Ein Firmensprecher sagte, Bentley investiere kräftig in die Elektrifizierung." Fehlt da eine "0" beim Umsatz von Bugatti pro Fahrzeug? So einen Veron oder Chiron bekommt man doch nicht für weniger als 1.000.000, dachte ich... Heißt das eigentlich, dass alle Golfkäufer den Chiron-Kauf querfinanzieren?
karl-der-gaul 07.08.2018
2. Alfa Romeo, Ferrari, Tesla
Ferrari wurde 1939 geboren aus der Alfa Romeo Fabrik gegründet 1910. Tesla dagegen gegründet 2003 vom Boden auf, wundert mich gar nicht das die Herstellung kosten überwunden werden müssen, da hat Ferrari 79 Jahre Vorsprung.
Onkel Drops 07.08.2018
3. na und wieviel kostet ein bugatti Veyron und was zahlt man drauf?
die großen Modelle kann man erst kaufen wenn man genug Audis im Fuhrpark hat. Schwamm drüber gell... bei top gear wurde mal ein Wert für das normale Modell genannt : ca. ne Million Preis bei 5 an Kosten. und wer will schon nen elektro Bentley, die Dinger sind zu schwer. da kommt dann sowas bei raus wie bei den dicken bundestagshybridpanzerwagen made by BMW. weniger Gewicht, aerodynamisch(nix Schrankwand SUV) und dann bitte elektro!!! Akkus genormt und sofort austauschbar( fragen sie mal die RC- Bastler!!!) da hat man einen standardstecker etc. aber hier in Deutschland bespricht man lieber wie man besser bescheixt ,statt sowas zu planen. Tankstellen könnten vollautomatisch den Akku gegen volle wechseln. technologieverweigerung ( leider wurde der Dampfmotor von Skoda seitens VW eingestampft in der Entwicklung!) oder man will garnicht, schließlich nörgelt sonst der Aktionär das er 2 Euro weniger hat!!!
rotverschiebung 07.08.2018
4.
Zitat von irritationZitat:"Einige Automarken mussten gar Verluste hinnehmen. So erzielte etwa Tesla mit jedem verkauften E-Auto 11.000 Euro Verlust. Noch schlechter ist das Verhältnis zwischen Verkäufen und Verlusten bei Bentley. Die Volkswagen-Tochter erwirtschaftete pro verkauftem Fahrzeug ein Minus von 17.000 Euro, errechnete Dudenhöffer. Und das bei einem durchschnittlichem Umsatz von 165.000 Euro pro Auto. Ein Firmensprecher sagte, Bentley investiere kräftig in die Elektrifizierung." Fehlt da eine "0" beim Umsatz von Bugatti pro Fahrzeug? So einen Veron oder Chiron bekommt man doch nicht für weniger als 1.000.000, dachte ich... Heißt das eigentlich, dass alle Golfkäufer den Chiron-Kauf querfinanzieren?
Vielleicht eInfach noch mal lesen: Über Bugatti steht nichts im Artikel. Es geht um Bentley. Ungeachtet dessen wurden Veyron/Chiron nicht primär in Gewinnerzielungsabsicht auf den Markt gebracht. Der Golfkäufer erwirbt mit Zahlung keine Anteile am Unternehmen, von daher „finanziert“ er nicht. Es sei denn, Volkswagen ist mittlerweile in eine Genossenschaft umgewandelt worden. Was die im Innenverhältnis mit dem Geld machen, ist eine andere Geschichte. VG
zeichenkette 07.08.2018
5. Milchmädchenrechnung?
Wenn man Investionen mit einbezieht und das einfach auf verkaufte Fahrzeuge umrechnet, heißt das sehr wenig in Hinsicht darauf ob das Fahrzeug profitabel herstellbar ist. Dazu müsste man sich die Komponenten und deren Kosten sowie den Fertigungsaufwand detailliert ansehen und das aufsummieren und mit dem Verkaufspreis vergleichen. Beim Tesla Modell 3 zb. ist nach solchen Berechnungen eine Gewinnspanne von 20 - 30% drin, was schon ganz anders aussieht... Keine Firma der Welt verkauft Autos, deren Herstellungskosten über dem Verkaufspreis liegen. Viele Firmen geben aber eine Menge Geld für Neuentwicklungen etc. aus. Das ist nun wirklich nicht dasselbe...
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