Nach Trumps-Twitter-Breitseite Fiat Chrysler will 2000 neue Arbeitsplätze in den USA schaffen

Donald Trumps Drohungen gegen die Autobranche zeigen Wirkung: Der Fiat-Chrysler-Konzern verspricht Milliarden-Investitionen in US-Fabriken, Ford hat bereits ein Projekt in Mexiko gestrichen.

Fiat-Chrysler-Zentrale
AP

Fiat-Chrysler-Zentrale


Der gewählte US-Präsident Donald Trump hat sich auf die Autobranche eingeschossen, weil viele Hersteller Fahrzeuge für den US-Markt im Ausland herstellen lassen. Trump hat Toyota via Twitter mit Strafzöllen gedroht und General Motors Chart zeigenmit einer Sondersteuer für in Mexiko gebaute Kleinwagen.

Die Drohungen zeigen erste Wirkungen. Zu Beginn der Automesse in Detroit rechnen Branchen-Beobachter damit, dass viele Konzerne demonstrativ Investitionen in den USA ankündigen werden.

Der italienisch-amerikanische Konzern Fiat Chrysler Chart zeigen hat angekündigt, eine Milliarde Dollar in zwei seiner Fertigungsstätten im Mittleren Westen der USA zu investieren. Zudem sollten 2000 neue Jobs geschaffen werden. Die Investitionen sollten in die Modernisierung der Werke in Ohio und Michigan fließen.

Konkurrent General Motors nutzte den Beginn der Automesse für warme Worte in Richtung Trump. GM sehe mehr Gemeinsamkeiten als Differenzen mit dem angekündigten Kurs des kommenden US-Präsidenten. Das Unternehmen freue sich darauf "Teil der Lösung zu sein, die eine Stärkung unseres Landes zusammen mit dem Business und unserer Fertigungskapazität erlaubt", so GM-Chefin Mary Barra.

Zuvor hatte bereits Ford Chart zeigen eine 1,6 Milliarden Dollar schwere Investition in ein geplantes neues Werk im mexikanischen San Luis Potosi gestrichen. Stattdessen wird Geld in ein US-Werk gesteckt.

beb/Reuters/dpa



insgesamt 25 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
tomymind 09.01.2017
1.
FCA will Arbeitsplätze schaffen? Die wackeln doch schon wieder. Angeblich stehen Maserati und Alfa Romeo zum Verkauf.
S.Pieghel 09.01.2017
2. Gefahr für Europa
Das Kuschen von FCA und Ford vor Trump, und das noch vor seiner Amtsübernahme, sehe ich als potentielle Gefahr für den europäischen Standort. Sicherlich ist in den nächstem vier Jahren nicht mit Investitionen zur Produktionsstandorterhaltung zu rechnen. Vor allem für Ford Köln sehe ich da schwarz. Schon vor Jahren wurde der Fusion durch den B-Max ersetzt und die Produktion nach Rumänien verschoben, jetzt wird die einfachste Variante des Fiesta, der Trend, durch den KA+ ersetzt und in Sanand, Indien gebaut. Ohne eine stetige Weiterentwicklung des Standorts wird der kommende Fiesta wohl der letzte Fiesta in Deutschland oder gar Europa gebaute sein. Letztendlich wird "One Ford" und die Divide Et Impera Politik auch den Entwicklungsstandort gefährden.
taglöhner 09.01.2017
3. Autoimmobilien?
Also Produktionen in Ländern wie Mexico sollen ja wohl in erster Linie Kosten drücken (Lohnniveau), die Autos werden also teurer als geplant...
helmut.alt 09.01.2017
4. Trump übersieht,
dass mit diesem Verhalten die amerikanische Automobilindustrie international immer weniger wettbewerbsfähig wird und die Autopreise in den USA zwangsweise ansteigen müssen. Internationaler Wettbewerb stärkt nicht nur die Position der Kunden, sondern ist auch eine wichtiger Herausforderung für die eigene Industrie.
ohlala! 09.01.2017
5. Und weil sein Kabinett von ist mit Mindestlohnbefürwortern,
Zitat von helmut.altdass mit diesem Verhalten die amerikanische Automobilindustrie international immer weniger wettbewerbsfähig wird und die Autopreise in den USA zwangsweise ansteigen müssen. Internationaler Wettbewerb stärkt nicht nur die Position der Kunden, sondern ist auch eine wichtiger Herausforderung für die eigene Industrie.
werden sich die amerikanischen Arbeiter nun alle die neuen in USA gebauten teureren Autos kaufen. Ich sehe einen gigantischen Aufschwung auf die US Wirtschaft zukommen...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.