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Autokonzerne: Fiat übernimmt Chrysler komplett

Chrysler- und Fiat-Chef Sergio Marchionne: Übernahme perfekt Zur Großansicht
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Chrysler- und Fiat-Chef Sergio Marchionne: Übernahme perfekt

Fiat besitzt jetzt Chrysler vollständig: Der italienische Konzern wird nach eigenen Angaben auch die restlichen knapp 42 Prozent Anteile an dem US-Autobauer kaufen.

Mailand - Die Mehrheit am Chrysler besitzt Fiat bereits seit mehr als vier Jahren: 2009 rutschte Chrysler in die Insolvenz, die Italiener kamen zu Hilfe und erhielten im Gegenzug 58,5 Prozent der Anteile an dem US-Unternehmen. Inzwischen läuft das Geschäft bei Chrysler wieder prächtig, und Fiat strebt schon seit langem die alleinige Kontrolle über die Firma an.

Das ist nun offenbar gelungen: Fiat übernehme für 1,75 Milliarden Dollar (1,27 Milliarden Euro) die ihm bislang noch fehlenden 41,5 Prozent der Anteile an Chrysler, teilte Fiat am Mittwoch mit. Ein entsprechender Deal mit der US-Autogewerkschaft UAW (Veba Trust) werde "in die Geschichtsbücher eingehen", erklärte Fiat-Chef Sergio Marchionne. Außerdem zahlt der Konzern knapp 1,9 Milliarden Dollar an Sonderdividenden. Insgesamt kommen so 3,65 Milliarden Dollar (2,65 Milliarden Euro) zusammen. Zudem zahle Fiat in vier Jahrestranchen insgesamt 700 Millionen Dollar für gewerkschaftliche Zugeständnisse an Veba, um die Fiat-Chrysler-Allianz zu unterstützen. Fiat benötigt nach eigenen Angaben keine Kapitalerhöhung, um den Kauf zu stemmen.

Fiat erwartet, dass die Transaktion bis 20. Januar abgeschlossen sein wird. Der Schritt beendet einen langen Streit um den Preis der Chrysler-Anteile. Die Pensionskasse Veba verlangte für ihre Beteiligung nach Insider-Informationen fünf Milliarden Dollar. Analysten schätzten das Paket dagegen nur auf rund vier Milliarden Dollar.

Zwischenzeitlich war auch ein Börsengang Chryslers erwogen worden. Beobachter vermuteten dahinter unterschiedliche Motive: Die einen vermuteten, dass Marchionne die ins Stocken geratenen Verhandlungen wieder in Gang bringen wollte, andere sahen dagegen ein Manöver der Veba, die hoffte, ein Börsengang werde den Preis ihrer Anteile steigern.

Mit der vollständigen Verschmelzung steigt der Turiner Konzern zum siebtgrößten Autobauer der Welt auf und stellt sich damit im umkämpften Autogeschäft besser auf gegenüber Rivalen wie Volkswagen, der Opel-Mutter General Motors oder Ford.

"Dank der einheitlichen Besitzverhältnisse können wir nun unsere Vision eines globalen Autobauers umsetzen", erklärte Konzernchef Sergio Marchionne am Mittwoch in Turin. Während Fiat seine Autos vor allem in Europa und Lateinamerika verkauft, ist Chrysler aus Auburn Hills nahe Detroit in Nordamerika stark. Zu dem Gesamtkonzern gehören auch die italienischen Marken Alfa Romeo, Lancia und Abarth sowie die amerikanischen Marken Jeep, Dodge und Ram.

mbe/dpa/AP/Reuters/AFP

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insgesamt 46 Beiträge
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1. Während die Italienischen Regierungen alles falsches tun
mercadante 01.01.2014
um Fiat aus dem Land zu verbannen , zeigt Fiat aber vor allem Marchionne was diese Firma erreichen kann wenn sie will . GUt so Herr Marchionne , Italien hat es nicht verdient ,Fiat produziert profitabler nur auuserhalb Italien , sogar die Regierung kauft Ausländische Autos und schickt gleichzeitig Beschäftigte der Automobilindustrie in die Arbeitslosigkeit , kann sich ein Land so selbst vernichten ?
2. Zukunft?
My2Cents 01.01.2014
Na, dann bin ich ja mal gespannt, ob ein Jeep Wrangler jetzt trotzdem noch immer ein Jeep Wrangler bleibt, oder ob er auch dem Pfad aller anderen SUVs folgt und demnächst nur noch ein Panzerspähwagen mit kleinen Sichtschlitzen nach hinten hin und Sicherheitsvollausstattung für SonntagsfahrerInnen werden wird.
3. Chrysler
Hellsehr 01.01.2014
wie viele Milliarden hatte Daimler damals noch für dir "Hochzeit des Jahres" gezahlt und dann Milliarden verbrannt?? Da sind die Italiener wohl geschickter.
4. ich sehe die Lage nicht so rosig
Anton Waldheimer 01.01.2014
@mercadante Viel hat Fiat nicht erreicht, es ist Fiat gelungen General Motors in eine Kooperation zu ziehen aus der es dann um jeden Preis hinauswollte, und dann hat man Anteile von Chrysler erworben, und in weiterer Folge das Unternehmen von den Chryslererträgen finanziert. Das alles erinnert mehr an die Tätigkeit eines hochspekulativen Hedgefonds als an ein Automobilunternehmen. Und wenn man die Fiatgeschichte an sich vorbeiziehen lässt, dann folgte auf jede Sanierung, besser gesagt Teilsanierung, sehr rasch der nächste markante Absturz. Vom ursprünglichen Fiatkonzern gibt es ohnehin so gut wie nichts mehr, die Lancias sind längst Chryslers , der in Europa führende Motorenhersteller Alfa versank in der Bedeutungslosigkeit und die Fiatfahrzeuge, ich weiß nicht mehr darüber Bescheid.
5. Wie immer nur Verblendung!
vogelmann01 01.01.2014
Zitat von Hellsehrwie viele Milliarden hatte Daimler damals noch für dir "Hochzeit des Jahres" gezahlt und dann Milliarden verbrannt?? Da sind die Italiener wohl geschickter.
Das behauptete man auch von Daimler und dann kam das böse erwachen! Fiat wird sich mit Chrysler ein blaues Auge holen, so wie es Daimler auch passiert war! Man darf nicht vergessen, das der Chrysler Konzern nicht richtig aus den Händen der USA gegeben wird! Die USA waren schon immer Vertragsteufel wenn es um Ihre Konzerne geht! In ein paar Jahren werden die Medien und Aktienbesitzer sich dann wundern und Rätseln, wie es zu diesen Verlusten kommen konnte, wenn Fiat sich von Chrysler trennen wird! Ihr wird es sehen, der Terror ist überall und Gesetze und Verträge sind da, um gebrochen zu werden!
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