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Finanzielle Probleme: Aktie von Reiseveranstalter Thomas Cook stürzt ab

Die Aktie von Thomas Cook befindet sich im freien Fall: Seit dem Morgen hat sich der Börsenwert des Reiseveranstalters mehr als halbiert. Das Unternehmen steckt offenbar in Zahlungsschwierigkeiten - und muss mit seinen Gläubigerbanken nachverhandeln.

Flugzeuge von Thomas Cook: Angeblich stehen sechs Flugzeuge auf der Streichliste Zur Großansicht
Getty Images

Flugzeuge von Thomas Cook: Angeblich stehen sechs Flugzeuge auf der Streichliste

London - Dramatische Entwicklung bei Thomas Cook: Europas zweitgrößter Reiseveranstalter musste am Dienstag einräumen, dass sich sowohl das Geschäft als auch die finanzielle Lage im Oktober verschlechtert hat. Das Unternehmen braucht offenbar von seinen Gläubigerbanken mehr Geld. Die Thomas Cook Chart zeigen-Aktie verlor bis zum frühen Nachmittag rund 65 Prozent ihres Werts - der größte Tagesverlust überhaupt. Der Aktienkurs war zuvor in diesem Jahr bereits um rund 80 Prozent gesunken.

Der Konzern hatte zuvor erklärt, die Geschäfte in einigen Handelsbereichen seien zurückgegangen, und es gebe Probleme mit den Bargeldreserven. Es gehe aber keinesfalls darum, dass man die bestehenden Kredite nicht zurückzahlen könne. Vielmehr wolle man sich rüsten, falls die Lage weiterhin schwierig bleibe - wie für die Wintersaison traditionell zu erwarten. Deshalb habe der Konzern Verhandlungen mit den wichtigsten Banken über seine Kreditlinien aufgenommen. Die für diesen Donnerstag angesetzte Veröffentlichung von Jahresergebnissen wurde verschoben. Sie soll erst stattfinden, wenn die Gespräche beendet sind.

Der Konzern befürchtet offenbar, bei einer weiteren Verschlechterung seiner Lage die Kreditauflagen nicht mehr erfüllen zu können. Noch verstößt Thomas Cook eigenen Angaben zufolge aber nicht gegen die sogenannten Covenants. Darunter versteht man Bedingungen wie ein bestimmtes operatives Gewinnniveau, die der Schuldner erreichen muss. Gelingt dies nicht, haben die Banken das Recht, den Kredit sofort zu kündigen.

Das Unternehmen hatte bereits die Dividende streichen und mit seinen Banken Kreditkonditionen neu verhandeln müssen. Zudem gewährten die Geldgeber einen zusätzlichen kurzfristigen Kredit von 100 Millionen Pfund (116 Mio Euro). Wegen der Krise musste im August Vorstandschef Manny Fontenla-Novoa zurücktreten.

Das Unternehmen hatte zuletzt eine Serie von Gewinnwarnungen herausgegeben. Dafür machte Thomas Cook unter anderem die Unruhen in Nordafrika und die schwierige Wirtschaftslage in Großbritannien verantwortlich. Medienberichten zufolge plant der Veranstalter, in Großbritannien rund 200 Reisebüros zu schließen und sechs Flugzeuge aus dem Betrieb zu nehmen. Der Konzern geht jedoch davon aus, dass der operative Gewinn im Rahmen der früheren Geschäftsprognosen liegen wird. Thomas Cook ist in Deutschland mit Marken wie Neckermann, Air Marin, Bucher und Öger Tours vertreten.

Die Ereignisse bei Thomas Cook beeinträchtigten auch den Konkurrenten Tui Chart zeigen: Bis zum frühen Nachmittag sanken Tui-Aktien um mehr als sechs Prozent.

dab/dpa-AFX/Reuters

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insgesamt 38 Beiträge
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    Seite 1    
1. .
c.PAF 22.11.2011
Ach... Nur der zu diskutierende Sachverhalt fehlt mir ein wenig.
2. So ist das in der Rezession
meinefresse 22.11.2011
zuerst wird am Luxus - also am Urlaub - gespart. Die Spirale nach unten kommt für die Realwirtschaft langsam in fahrt, während die Finanzwirtschaft die Billiarden verbrennt.
3. ■Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!
URicken, 22.11.2011
Zitat von meinefressezuerst wird am Luxus - also am Urlaub - gespart. Die Spirale nach unten kommt für die Realwirtschaft langsam in fahrt, während die Finanzwirtschaft die Billiarden verbrennt.
Das kann ich so nicht nachvollziehen. Wir fliegen im Dezember auf die Malediven und es war deutlichst problematisch, uberhaupt noch etwas zu bekommen :( Also von eigentlich keine Spur!
4. Aktien
uwe1960 22.11.2011
Zitat von sysopDie Aktie von Thomas Cook befindet sich im freien Fall: Seit dem Morgen hat sich der Börsenwert des Reiseveranstalters mehr als halbiert. Das Unternehmen steckt offenbar in Zahlungsschwierigkeiten - und muss mit seinen Gläubigerbanken nachverhandeln. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,799190,00.html
Vor allem zurückgehende Buchungen wegen der Unruhen in Nordafrika machten Thomas Cook zu schaffen. Medienberichten zufolge plant der Veranstalter, in Großbritannien rund 200 Reisebüros zu schließen und sechs Flugzeuge aus dem Betrieb zu nehmen.
5. Kein Wort über CONDOR
Günter Stalinski 22.11.2011
CONDOR ist ja eine Tochter o.ä. von Thomas Cook - sieht man ja auch auf dem Foto. Im Bericht wird immer nur von Großbritannien gesprochen. CONDOR ist mir in unguter Erinnerung durch gnadenloses Abkassieren selbst geringer Übergewichte.
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