Finanzkrise Irland muss vierte Bank verstaatlichen

Irlands Einfluss auf den maroden Finanzsektor wächst rasant: Die Regierung hat eine weitere Bank unter staatliche Kontrolle gestellt. Mit der Allied Irish Banks verliert nun das vierte Kreditinstitut seine Eigenständigkeit.

Irlands Premier Cowen: AIB bereits 2009 zu 19 Prozent in Staatsbesitz übergegangen
DPA

Irlands Premier Cowen: AIB bereits 2009 zu 19 Prozent in Staatsbesitz übergegangen


London - Neuer Akt in der irischen Schuldenkrise: Die Regierung in Dublin hat am Donnerstag eine weitere Bank verstaatlicht. Das zuständige Gericht genehmigte den Plan der Regierung, weitere 3,7 Milliarden Euro in die Bankengruppe Allied Irish Banks (AIB) zu pumpen. Die AIB wird damit die vierte Bank unter staatlicher Kontrolle - nach der Anglo Irish Bank sowie den Bausparkassen Irish Nationwide und EBS.

AIB war bereits im vergangenen Jahr zu 19 Prozent in Staatseigentum übergegangen, weil die Regierung das angeschlagene Institut mit 3,5 Milliarden Euro stützen musste.

Die neuerliche Finanzspritze ist das jüngste Kapitel in der akuten Finanzkrise des Landes. Die EU und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben Irland ein Rettungspaket in Höhe von 67,5 Milliarden Euro gewährt. Im Gegenzug verpflichtete sich die Regierung zu einem Sparprogramm im Volumen von 15 Milliarden Euro.

yes/dapd



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