Finanzkrise Moody's stuft Italien herab

Standard & Poor's legte vor, Moody's zieht jetzt nach: Die Ratingagentur hat Italien um eine Note herabgestuft. Auch der Ausblick für Frankreich, Großbritannien und Österreich sei negativ.


London - Die Kreditwürdigkeit von Euro-Staaten wie Italien und Frankreich wird nun auch von der Ratingagentur Moody's skeptischer beurteilt. Die Experten stuften in der Nacht zu Dienstag die Note für Italien um einen Rang herab auf A3 von A2 und die Bewertung Spaniens um zwei Ränge auf A3 von A1.

Auch Portugal, Malta, die Slowakei und Slowenien rutschten in der Bewertung um jeweils eine Stufe ab. Für Frankreich, die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone, gab die Agentur ein Warnsignal: Die Aussicht für die künftige Bewertung sei negativ, erklärte die Agentur.

Dieses Urteil fällten die Experten auch über Österreich, das im System von Moody's wie Frankreich noch immer die Bestnote AAA hat. Einen Warnschuss versetzte die Agentur zudem Großbritannien, das nicht Mitglied der Euro-Zone ist. Auch das britische AAA-Rating erhielt einen negativen Ausblick.

Die Agentur begründete ihren Schritt mit den wachsenden Risiken für eine weitere Belastung der Staaten, die eine schlechtere Entwicklung der Kreditwürdigkeit wahrscheinlicher machten.

Die mächtige Ratingagentur Standard & Poor's hatte zuvor einige spanische Banken durchleuchtet und den Daumen gesenkt. Die Risikoprofile diverser spanischen Banken seien neu bewertet worden, teilte Standard & Poor's mit. Dabei wurden 15 Institutionen abgestuft. Darunter auch die Großbanken Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) und Banco Santander . BBVA hat nun noch eine Einstufung von "A/A-1" nach zuvor "AA-/A-1+". Das Rating von Banco Santander wurde von "AA-/A-1+" auf "A/A-1" gesenkt. Bei beiden ist der Ausblick negativ. Die Lage der Banken sei angesichts der gesamtwirtschaftlichen Situation in Spanien nun als schwieriger einzuschätzen. So sei der Zugang zu Kapital deutlich erschwert.

Dieser Schritt folgt der Abstufung Spaniens Anfang Januar. Damals hatte die Agentur wegen der Staatsschuldenkrise in Europa in einem Rundumschlag unter anderem die Bonitätsnoten von Frankreich, Österreich, Italien und Spanien herabgestuft. Deutschland kam ungeschoren davon und behielt sein Top-Rating. Auch Portugal, Zypern, Malta, die Slowakei und Slowenien erhielten schlechtere Noten.

tok/Reuters/dpa



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herr_kowalski 14.02.2012
1. Steter Tropfen höhlt den Stein.
Zitat von sysopStandard & Poor's legte vor, Moody's zieht jetzt nach: Die Ratingagentur hat Italien um eine Note herabgestuft. Auch der Ausblick für Frankreich, Großbritannien und Österreich sei negativ. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,815083,00.html
Man hat sich bereits an diese Ratings gewöhnt. Es reagiert keiner mehr, vor allem nicht mehr so wie die Amis es gerne sähen. Scheinbar haben die meisten begriffen, dass hier ein deutlich zu erkennender Zweck dahintersteckt: Der Erhalt des Greenback. Als Sadam Hussein sein Öl in Euro bezahlt haben wollte, "fand" man dort plötzlich weapons of mass destruction. Jetzt, wo eines der ölreichsten Länder der Welt den gleichen Schritt zu machen sich anschickt, malt man den Teufel Atombombe an die Wand. Nachtigall, ick hör dir trapsen.
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