Italien-Turbulenzen Finanzmärkte wieder etwas beruhigt

Nach den Turbulenzen in Italien entspannen sich die Finanzmärkte europaweit erstmalig wieder. Die Börse verzeichnet Gewinne.

Börse in Frankfurt am Main
DPA

Börse in Frankfurt am Main


Europas Finanzmärkte haben sich erst einmal wieder beruhigt. Nachdem am Dienstag die politische Krise in Italien die Kurse ins Taumeln gebracht hatte, sprachen Händler nun von einer Gegenbewegung. Am italienischen Anleihenmarkt gingen am Mittwoch die Rendite deutlich zurück. Steigende Zinsen auf Staatsanleihen gelten als Krisengrund. Die Aktienbörsen der Region verzeichneten überwiegend Gewinne.

Auch der Dax legte im frühen Handel um 0,22 Prozent auf 12.694,39 Punkte zu. In den vergangenen beiden Tagen hatte er angesichts der politischen Lage in Italien rund 2 Prozent eingebüßt.

In Mailand gehörten einige zuletzt stark unter Druck geraten Bankaktien wie Intesa Sanpaolo oder Mediobanca mit Gewinnen bis zu drei Prozent zu den Favoriten. Sie halten besonders viele italienische Staatsanleihen, weshalb die Krise auf sie durchschlagen konnte.

Italienische Staatsanleihen waren nach dem Ausverkauf am Dienstag wieder gefragter. Im Gegenzug ging ihre Verzinsung zurück.

In dem hoch verschuldeten Land steht die Bildung einer Übergangsregierung wieder in Frage. Der designierte Premier Carlo Cottarelli will sich für die Zusammensetzung eines Kabinetts mehr Zeit nehmen. Allerdings ist wahrscheinlich, dass Cottarelli keine Unterstützung im Parlament bekommt - von keiner Partei.

eaz/dpa



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