Aktienmärkte: US-Kompromiss beflügelt den Dax
Die Einigung im US-Haushaltsstreit verhilft den Aktienmärkten in Europa und Asien zu einem guten Start ins neue Handelsjahr. Der Dax legte am Morgen zwei Prozent zu und erreichte den höchsten Stand seit vier Jahren. Auch der Euro profitiert.
Frankfurt am Main/Hongkong - Die Einigung im US-Haushaltsstreit ist eine Minimallösung. Dennoch hat die Nachricht den Börsen am Mittwoch einen deutlichen Auftrieb verschafft. Der Dax
legte zur Eröffnung um zwei Prozent zu und näherte sich der Marke von 7800 Punkten. Er lag damit auf dem höchsten Stand seit Januar 2008. Zu den größten Profiteuren zählten Commerzbank
und Deutsche Bank
. Die Aktien der Geldhäuser legten um 3,8 Prozent beziehungsweise drei Prozent zu.
Auch in Asien reagierten die Aktienmärkte mit Gewinnen: Der MSCI-Asien-Pazifik-Index, der alle Börsen außer der in Japan zusammenfasst, stieg um 1,9 Prozent. Die Tokioter Börse blieb wegen eines Feiertages geschlossen. In Australien stiegen die Aktien auf den höchsten Wert seit 19 Monaten.
Händler sahen die Einigung in den USA mit Erleichterung. Denn ohne die Verständigung wären automatisch Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in Kraft getreten. Das hätte die Gefahr einer Rezession in den USA und damit massive Auswirkungen für die Weltwirtschaft bedeutet. Das Repräsentantenhaus in Washington wandte dies allerdings in letzter Minute ab. In der Nacht zum Mittwoch stimmte es nach stundenlangen Verhandlungen für einen Kompromissvorschlag des Senats, der viele automatisch in Kraft getretene Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen aufhebt.
Die Sparmaßnahmen werden jedoch zunächst nur um zwei Monate verschoben, so dass neuer Streit im Kongress programmiert ist. Die Einigung galt trotzdem als Sieg für Präsident Barack Obama, da die Republikaner insbesondere bei der Besteuerung von reichen Amerikanern Zugeständnisse machen mussten.
Euro deutlich im Plus
Auch der Euro
profitierte von der Einigung in Washington. In der Nacht sprang der Kurs der Gemeinschaftswährung über die Marke von 1,32 US-Dollar und legte in der Spitze bis knapp unter 1,33 Dollar zu. Der Kompromiss im US-Haushaltsstreit sorge für mehr Risikobereitschaft bei den Anlegern, hieß es von Händlern.
In den vergangenen Handelstagen hatten Investoren wegen der drohenden Fiskalklippe noch den "sicheren Hafen" Dollar gesucht. Nach der Einigung werde am Devisenmarkt wieder stärker in den Euro investiert.
cte/Reuters/dpa
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- Mittwoch, 02.01.2013 – 09:31 Uhr
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Fläche: 9.632.000 km²
Bevölkerung: 310,384 Mio.
Hauptstadt: Washington, D.C.
Staats- und Regierungschef: Barack Obama
Vizepräsident: Joseph R. Biden
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