Flaute im Güterverkehr Gewinn der Deutschen Bahn bricht massiv ein

Die Wirtschaftskrise hat die Deutsche Bahn stark gebeutelt: Der Gewinn ist im vergangenen Jahr um über 32 Prozent eingebrochen und sank auf 830 Millionen Euro. Besonders die Flaute im Güterverkehr und in der Logistik macht dem bundeseigenen Konzern zu schaffen.


Frankfurt am Main - Schlechte Nachrichten von der Deutschen Bahn: Der Gewinn ist im vergangenen Jahr angesichts der Wirtschaftskrise deutlich gesunken. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sackte um 32 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro ab, wie der bundeseigene Konzern am Donnerstag mitteilte. Unter dem Strich schmolz der Gewinn auf 830 Millionen Euro nach 1,3 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Der Umsatz gab um 12,3 Prozent auf 29,3 Milliarden Euro nach.

Einen deutlichen Einbruch erlebte der Konzern 2009 im Güterverkehr: Die Menge der auf der Schiene beförderten Güter sank um rund zehn Prozent, auf der Straße transportierte die Bahn 3,8 Prozent und per Flugzeug 16 Prozent weniger Güter als noch ein Jahr zuvor.

Um 0,7 Prozent gesunken ist den Angaben zufolge die Zahl der beförderten Fahrgäste auf 1,9 Milliarden. Dies gehe vor allem auf die massiven Probleme mit ICE-Ausfällen sowie die Schwierigkeiten bei der Berliner S-Bahn zurück, sagte Bahn-Chef Rüdiger Grube. Wegen Schwierigkeiten mit ICE-Achsen und Rädern der Berliner S-Bahn war das Angebot vor allem in den Wintermonaten stark eingeschränkt. Grube betonte, die Bahn arbeite weiter an Lösungen für technische Probleme in der Zugflotte.

Gewachsen ist hingegen die Zahl der Menschen, die die Deutsche Bahn mit dem Bus befördert.

Die Bahn habe den Härte- und Stresstest der Krise sehr gut bestanden, sagte Grube. Geholfen habe ein laufendes Sparprogramm. Die Nettoschulden sanken um 932 Millionen Euro auf 15 Milliarden Euro. Für dieses Jahr strebt der Konzern fünf Prozent Umsatzzuwachs an.

fro/dpa



insgesamt 215 Beiträge
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rick.sander 25.03.2010
1. Grube ist genauso der Richtige
wie Mehdorn der Richtige war, oder auch nicht. Er hat ja bei ihm gelernt. Beide sind keine Eisenbahner und damit von vornherein für diesen Job ungeeignet, denn die Bahn hat ihre eigenen Gesetze. von dem "Gewinn" muß man die Einsparungen noch abziehen, die nicht erzielt worden wären, wenn die Fahrzeuge anständig gewartet worden wären(denn das kostet) und das notwendige Personal um pünktlich und sauber zu sein. Dann bliebe nichts mehr übrig und die Mißwirtschaft und Unfähigkeit der Verantwortlichen läge offen zu Tage. dann wäre da noch die Frage, wo denn der "Gewinn" herkommt und wofür er verwendet wird. Denn von den notwendigen Streckensanierungen und -Ausbauten ist ja keine Rede. Das Netz gehört weg von der DB und dann werden wir sehen.
Elfenklatscher 25.03.2010
2. selbst ins knie geschossen
die dbag wundert sich wohl ernsthaft über diesen einbruch? sie ist selbst verantwortlich dafür! die db verhindert mit aller kraft jeglichen gütertransport, wo sie nur kann. es werden keine gleisanschlüsse an fabrikgelände gebaut, lkw per zug transportieren wurde wieder abgeschafft, die kosten für speditionsfirmen hat die bahn in die höhe geschraubt, strecken werden eingestampft. es gibt mehrere gutachten, die belegen, daß dadurch der güterverkehr auf der strasse wieder zugenommen hat. manchmal frage ich mich, wozu es die dbag noch gibt. immerhin arbeitet sie fatalerweise gegen ihre kundschaft und beschwert sich dann über einbrechende gewinne...sowas
japan10 25.03.2010
3.
Zitat von sysopDie Wirtschaftskrise hat die Deutsche Bahn stark gebeutelt: Der Gewinn ist 2009 um über 32 Prozent eingebrochen und sank auf 830 Millionen Euro. Ist Grube der Richtige für die Deutsche Bahn?
Nicht die Finanzkrise hat die Bahn gebeutelt, sondern die Bahn selbst zieht sich nach unten. Grube will ja auch an die Börse und sich im Haifischbecken tummeln, damit noch mehr die Daumenschrauben angezogen werden können. Dieser Konzern ist ein gutes Spiegelbild für unsere Gesellschaft.
weltbetrachter 28.03.2010
4. ... wann denn auch hier ? ? ?
Glückwunsch an die Deutsche Bahn ! ! ! Aber wann wird denn hierzulande mit gleicher Akrebie gehandelt? Projekte stecken jahrelang fest, die Ostanbindung des Münchener Flughafens sei da nur als Beispiel für viele andere genannt. Prima das im Ausland Projekte durchgeführt werden. Aber wo bleibt Deutschland ??? - Oder kommen künftig die Subventionen für die Bahn auch aus dem Ausland zur Entlastung des deutschen Steuerzahlers ? ? ?
oberst klein 28.03.2010
5. Bahn ergattert Großauftrag für Schienennetz am Golf
Das ist ja wohl ein Witz: In Deutschland sind die Züge dreckig und unpünktlich und jetzt investiert die heruntergewirtschaftete Bundesbahn Milliarden an Steuergeldern in Abu Dhabi.
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