500 Millionen Euro Schulden Anklage gegen früheren Flexstrom-Chef

Die Staatsanwaltschaft hat laut einem Zeitungsbericht den früheren Chef des Strom-Discounters Flexstrom wegen Veruntreuung von Firmengeld angeklagt. Dessen Anwalt weist die Vorwürfe zurück.

Flexstrom-Logo in Berlin (Archivbild)
DPA

Flexstrom-Logo in Berlin (Archivbild)


Die Staatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen Robert Mundt, den früheren Vorstandschef des insolventen Energieversorgers Flexstrom, erhoben. Laut "Bild am Sonntag" wird Mundt vorgeworfen, Gehaltsbestandteile ausgezahlt und dadurch Firmengelder veruntreut zu haben.

"Wir werden dem Landgericht Berlin aufzeigen, dass die Zahlungen nicht zu beanstanden sind", sagte Mundts Verteidiger Carsten Wegner der Zeitung.

Der Anwalt verweist darauf, dass Ermittlungen wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung, Bankrott und Betrug mangels Tatverdacht kürzlich eingestellt wurden. "Die Vorwürfe haben sich umfassend als haltlos erwiesen."

Mundt und sein Bruder Thomas hatten Flexstrom 2003 gegründet. 2013 meldete das Unternehmen Insolvenz an und hinterließ einen Schuldenberg von mehr als 500 Millionen Euro.

ssu

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insgesamt 3 Beiträge
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vatimamo 26.08.2018
1. Pech gehabt?
Ich bin einer dieser vielen Dummen, die nach so einer Pleite (oder Betrug?) in die Röhre schauen. Auch nach mehreren Jahren sah ich von meiner vorraus bezahlte Strom Jahresrechnung keinen Cent. Im Gegenteil, der Insolvenzverwalter forderte von mir einen Fehlbetrag von ca. 40? vom vergangenen Jahr zurück . Falls ich den nicht ausgleiche, würde mein Fall nicht weiter behandelt. Tja, es handelt sich zwar nur um ca 500?.-, trotzdem ist es ein Armutszeugniss der Politik, wenn diese es nicht fertigbringt, hier den Verbraucher zu schützen.
chjuma 27.08.2018
2. Wie dämlich muss man sein
Um eine Leistung im Vorraus zu bezahlen? Flexstrom hatte mir seinerzeit auch ein Angebot unterbreitet. Als ich nach oberflächlichem Lesen dahinter gestiegen bin hab ich mich einmal im Leben nicht verarschen lassen und hab mir dort den Strom gekauft wo ich hinterher die Rechnung gekriegt hab und Herr über meine Zahlung war. Finde ich aus heutiger Sicht pfiffig. Insofern wünsche ich dem Herrn Mundt alles Gute und hoffe dass er sauber aus der Nummer raus kommt. Und den Käufern der obskuren Sache dass sie was gelernt haben.
kommunikation-ist-alles 27.08.2018
3. 2013
Wenn man bedenkt, dass wir heute 2018 haben, und es immer noch kein Ende der Insolvenz gibt (Eröffnung 2013)? Das ist ein Trauerspiel. Viele Beschäftige, welche immer noch nicht ihr Geld haben. Verbraucher, ob verschuldet oder nicht, nichts sehen werden von ihrem Geld. Dann wurde ja das Strafverfahren eingestellt, obwohl es auf der Hand liegt, dass eine Insolvenzverschleppung vorliegt. Wenn das Gerechtigkeit ist, oder besser noch "deutscher Rechtsstaat" bedeutet, dann brauch man sich auch nicht wundern, wenn hier jeder macht, was er will. Traurig, traurig, aber leider wahr. Recht haben, oder bekommen sind zwei paar Schuhe. Armes Deutschland.
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