Konkurrenz für Deutsche Bahn Flixbus will noch mehr Züge fahren lassen

Flixbus transportiert so viele Menschen wie kein anderer Konkurrent. Doch auch auf Schienen hat der Mutterkonzern Großes vor. Flixtrain will sein Streckennetz weiter ausbauen.

Zug von "FlixTrain" in Hamburg
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Zug von "FlixTrain" in Hamburg


Der deutsche Fernbus-Marktführer Flixmobility will der Deutschen Bahn auf weiteren Strecken auch mit Zügen Konkurrenz machen. "Ab 2019 sollen FlixTrain-Züge auch zwischen Berlin und München beziehungsweise Köln und Berlin verkehren", teilte das Unternehmen mit. Geplant sei zunächst jeweils eine Hin- und Rückfahrt am Tag. Zudem sollen auf den bisherigen Verbindungen Berlin-Stuttgart und Hamburg-Köln zusätzliche Züge fahren.

Der Betreiber für die Züge auf den neuen Verbindungen steht allerdings noch nicht fest. Wie bei Flixbus will das Unternehmen keine eigenen Fahrzeuge anschaffen, sondern nur die Fahrkarten verkaufen.

Zwischen Berlin und München hofft Flixtrain über die im Dezember eingeführte Schnellfahrstrecke fahren zu können, wie ein Sprecher bestätigte. In diesem Jahr will Flixtrain etwa 500.000 Bahnfahrkarten verkaufen. Die Deutsche Bahn zählt pro Jahr etwa 140 Millionen Fahrgäste in ihren Fernzügen Intercity und ICE.

Im Video: Eine Woche als Schaffner bei der Deutschen Bahn

bam/dpa



insgesamt 18 Beiträge
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phrasensport 24.05.2018
1. Gut für den Markt, schlecht für die Wirtschaft
Konkurrenz belebt den Markt und rüttelt an hohen Festpreisen. Wer allerdings die Struktur eines subventionierten Konzerns wie der Deutschen Bahn kennt weiß, dass es einige Bereiche gibt, die kaum Gewinn erwirtschaften aber notwendigerweise am Leben erhalten werden. Sollte die Konkurrenz zu viel vom Kuchen erhalten, fehlt am Ende Gewinn, der in die schwachen Bereiche, zum Beispiel den Güterverkehr, gesteckt werden kann. Das bedeutet ein verteilen von Leistung in andere Länder und somit einen Stellenabbau in 6-stelliger Summe. Auch wenn die Preise der Bahn teils unverschämt sind - diese Konsequenzen kann niemand ernsthaft wollen!
ihawk 24.05.2018
2. Infrastruktur bezahlen
Flixbus macht unter anderem solide Gewinne, weil das Unternehmen keine Infrastruktur aufbaut und unterhalten muss. Ob sich die DB in gleicher Weise übers Ohr ziehen lässt, wage ich zu bezweifeln.
Zukunft3.0 24.05.2018
3.
Wenn Flixtrain wieder nur die Karten verkauft u. Subbis das Fahrgeschäft überlässt, wer macht da wohl den größeren Schnitt. Aber es ist schön, dass es für den Verbraucher bald Konkurrenz zur Bahn gibt. Konkurrenz belebt das Geschäft.
hausfeen 24.05.2018
4. Keine eigenen Züge? Wer soll das dann machen?
Und auf der Schnellstrecke mit alten Zügen? Kann mir nur die DB vorstellen, die da das Billiggeschäft selbst betreiben könnte. Das ist dann wie bei den Discounterprodukten, die von den Markenherstellern angeliefert werden. Außerdem könnte die DB den alten ICEs, die jetzt vor der Ausmusterung stehen, ein zweites Leben einhauchen.
Nelkenghetto 24.05.2018
5. man verkauft nur Karten
aber will auf Strecken fahren? wie soll das gehen ohne Zug? Ich bin froh das auf meiner Strecke die DB abgedankt hat und nun die Westfalenbahn fährt. Pünktlicher, sauberer und mit weniger Fehlfahrten. Ich danke herzlichst
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