Fernverkehrsmarkt FlixBus übernimmt Busnetz der österreichischen ÖBB

Erst kapitulierte die Deutsche Bahn vor FlixBus, jetzt folgt die österreichische ÖBB: Das Fernbus-Startup übernimmt nach SPIEGEL-Informationen die Linien, die bislang unter der Marke "Hellö" fahren.

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Die Konsolidierung auf dem europäischen Fernbusmarkt schreitet voran. Das deutsche Startup FlixBus, das den Heimatmarkt bereits dominiert, übernimmt nun auch die Fernbussparte der österreichischen ÖBB. Das will der Staatskonzern am Montag in Wien bekannt geben.

Die Busse der ÖBB fahren bislang unter der Marke "Hellö" - auch in Deutschland. Ab August sollen die Linien in das europaweite Netz von FlixBus integriert werden.

Nachdem der deutsche Markt 2013 liberalisiert wurde, startete FlixBus zunächst in der Bundesrepublik. Im Sommer 2014 erweiterte das Unternehmen gemeinsam mit der österreichischen Blaguss-Gruppe erstmals sein Fernbusnetz Richtung Österreich. 2016 beförderten die Busse dort mit 2,7 Millionen Reisenden doppelt so viele Menschen wie im Vorjahr.

FlixBus dominiert bereits den deutschen Markt. Laut einer Untersuchung des Simplex-Fernbus-Reports gab es im März 5510 Fahrten mit Fernbussen pro Woche in der Bundesrepublik. 4851 davon wurden von FlixBus angeboten.

böl



insgesamt 26 Beiträge
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hughw 22.05.2017
1. Schöne neue Welt
nein, nein, nein da baut niemand ein Monopol... das ist doch nur eine "Konsolidierung" des Marktes, ganz sicher. War die "Liberalisierung" des deutschen Personenfernverkehrsmarkt nicht ursprünglich als brechen des "Monopols" der Deutschen Bahn gefeiert worden? Und nun...? Dass SPON das Bilden eines Monopols im neoliberalen Neusprech euphemistisch als "Konsolidierung" des Marktes bezeichnet, wow, hübsch gesagt.
ctwalt 22.05.2017
2. Deutsche Bahn, Nieten in Nadelstreifen
da lässt sich die Deutsche Bahn doch tatsächlich vorführen und abledern. Erst grätschen diverse Fernbusbetreiberfirmen ins Geschäftsmodell Personenfernverkehr der Deutschen Bahn, dann machen die selbst eine Fernbusliniennetz auf und stellen es wieder ein. Ich hätte den Laden Flixbus als Bahnvorstand am langen Arm verhungern lassen aber so einfach aufgeben und das mit unendlich Kapital im Rücken, setzen, SECHS !
rambleon 22.05.2017
3. Wird es dann noch schlimmer?
Was mir auffällt, ist der Druck unter welchem die Fahrer stehen müssen. Wie oft ich in einer Baustelle mit 2,10m Streifen, mit überhöhte Geschwindigkeit, links überholt wurde, kann ich gar nicht mehr zählen.
w.o. 22.05.2017
4.
"österreichische ÖBB"! Weiß den niemand, was ÖBB bedeutet?
seyffensteyn 22.05.2017
5. Ich höre schon wieder Monopol.....
Flixbus gehört nicht ein einziger Bus,sondern sie vermitteln die Aufträge an Partnerunternehmen.Das ist genau das,was Taxizentralen in Großstädten auch machen.Denn die haben auch kein Taxi.
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