Flüchtlingshilfe Deutsche Konzerne gründen Integrations-Initiative

Von VW über Airbus bis zur Deutschen Bank: Die großen Unternehmen des Landes haben sich öffentlich der Integration von Flüchtlingen verschrieben - und dafür nun eine eigene Plattform gegründet.

Flüchtlinge vor Lageso: Deutsche Unternehmen wollen bei der Integration helfen
DPA

Flüchtlinge vor Lageso: Deutsche Unternehmen wollen bei der Integration helfen


Sie spielen Fußball mit Flüchtlingen, verzichten auf Konzernfeiern, um das Geld zu spenden, und nehmen Sonderurlaub, um sich ehrenamtlich zu engagieren: Viele Mitarbeiter des Sportartikelherstellers Adidas engagieren sich für die Flüchtlingshilfe. Auch das Unternehmen selbst bemüht sich um die Integration der Neuankömmlinge. Es spendet h

Hunderttausende seiner Produkte und will mit 30 Praktikumsplätzen Flüchtlingen den Berufseinstieg erleichtern.

Sind das alles nur PR-Aktionen, um das Unternehmen in einem guten Licht dastehen zu lassen? Und ist es der deutschen Wirtschaft wirklich ernst mit dem Engagement für Flüchtlinge?

Fest steht: Adidas ist nicht allein. Viele Firmen haben bereits Hilfsprojekte gestartet. Nun engagieren sich 36 große deutsche Unternehmen gemeinsam in der Initiative "Wir zusammen". Namhafte Dax-Konzerne wie VW oder Deutsche Bank sind dabei, aber auch kleinere Dienstleister wie media control oder Plan-Net. Die Familienholding Haniel, Großaktionär des Metro-Konzerns, etwa unterstützt lokale Betreuungsprojekte und Sprachkurse in Duisburg, baut Lager auf und liefert auch mal kurzfristig Matratzen, wenn Engpässe bestehen.

Was allen Firmen gemein ist: Sie versprechen, sich langfristig in Projekten für die Integration von Flüchtlingen in Arbeitsmarkt und Gesellschaft zu engagieren. Und: Chefs und Belegschaft müssen selbst Hand anlegen.

Auf der Internetplattform "Wir-zusammen.de" stellen sie ihre Projekte vor. "Ziel unseres Netzwerks ist es, weitere Unternehmen zu gewinnen, um einen großen, deutschlandweiten Einsatz für die Integration von Flüchtlingen zu erreichen", sagt die Sprecherin der Initative, Marlies Peine. Unternehmen jeder Größe sollten sich angesprochen fühlen.

fml

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 6 Beiträge
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kramoar 10.02.2016
1.
Wenn sich die meisten Großkonzerne schon planmäßig ihrer Besteuerung im Inland entziehen, ist es doch schön, dass sie sich wenigstens einmal auf diesem Weg an gesamtgesellschaftlichen Kosten beteiligen wollen...
sepp08 10.02.2016
2. Hätte man vielleicht
auch schon für unsere Langzeitarbeitslosen, HartzIV-Empfänger und Jugendlichen mit Migrationshintergrund starten können. Hier fehlte es anscheinend an der Außenwirkung einer solcher Maßnahme, denn in den Medien wird man für Aktionen zu gunsten von Flüchtlingen, dann positiv hervor gehoben. Super Werbeeffekt.
bobo1234 10.02.2016
3. Nicht mal ein Tropfen
auf den heißen Stein. Wird im Beitrag als gigantische Integrationsinitiative angepriesen, aber wenn man sich auf der Webseite mal etwas detaillierter die Sache anschaut, geht es im wesentlichen um eine Handvoll Praktikumsplätze (teilweise gestreckt auf die nächsten 3 Jahre), diverse Feste und Events, Sprachförderung und Unterstützung bei Behördengängen. Keine Frage, alles richtige und nötige Dinge. Aber das Wesentliche dabei fehlt: Arbeitsplätze für Hunderttausende Migranten, mit denen sie sich und ihre Familie selbst unterhalten können. Alles andere ist nur Stuhltanz mit Anfassen, der dazu natürlich noch steuerlich absetzbar ist. Für große Unternehmen eher peinlich.
Zambi 10.02.2016
4. Firmen machen Politik?
Meine Meinung ist, dass sich die Firmen, an denen der Staat beteiligt ist, sich tunlichst raushalten sollten, es sei denn der Unternehmer hat eine Abstimmung der Belegschaft vorgenommen. Das kann man als Wahlwerbung dür die Regierungsparteien sehen. Deshalb gilt es diese Firmen so schnell wie möglich zu privatisieren, denn seine Stimme sollte der Unternehmer lieber an der Urne abgeben.
eckawol 10.02.2016
5. Habe als ehrenamtlicher Deutschlehrer
bei Migranten sehr positive Reaktionen auf solche Initiativen der dt. Wirtschaft festgestellt, wenn es nicht nur bei Initiativen bleibt, sondern es zu echten Anstellungen kommt; so in Berlin erlebt.
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