Frankfurt am Main - Die 18.000 Flugbegleiter der Lufthansa werden vorerst nicht streiken. Zwar lehnte die Gewerkschaft UFO ein Angebot des Unternehmens ab. Die Fluggesellschaft habe aber ein neues Angebot "für Anfang nächster Woche" angekündigt, sagte der UFO-Verhandlungsführer Dirk Vogelsang. Dieses Angebot wolle die Gewerkschaft "kurzfristig bewerten".
Die neue Offerte der Lufthansa solle "bis spätestens Mittwoch" kommen, sagte Vogelsang. Dabei gehe es ausschließlich um Fragen der Vergütung. Zuvor habe UFO am späten Donnerstagnachmittag die Beendigung der Verhandlungen über das bisherige Angebotspaket beschlossen. Dann habe die Lufthansa das neue Angebot angekündigt. Dadurch gebe es jetzt noch "kein formales Scheitern der Tarifverhandlungen".
Die Tarifverhandlungen zwischen Lufthansa und UFO hatten sich über Monate hingezogen. Die Gewerkschaft hatte im April fünf Prozent mehr Lohn für die 18.000 Beschäftigten an Bord der Lufthansa-Flugzeuge gefordert. Daneben wollte die Gewerkschaft einen Verzicht auf Leiharbeit sowie Regelungen zu einer Beteiligung am Gewinn der Lufthansa. Kürzlich hatte die Mehrheit der in UFO vertretenen Flugbegleiter für Streiks gestimmt, sollte es zu keiner Einigung mit der Fluggesellschaft kommen.
cte/AFP
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