Tarifstreit: Flugbegleiter lehnen Lufthansa-Angebot ab

Die Verhandlungen sind vorerst gescheitert, dennoch gibt es noch keinen Streik. Die Lufthansa und die Flugbegleiter-Gewerkschaft haben ihre Gespräche vertagt, das Unternehmen kündigte ein neues Lohnangebot an.

Frankfurt am Main - Die 18.000 Flugbegleiter der Lufthansa werden vorerst nicht streiken. Zwar lehnte die Gewerkschaft UFO ein Angebot des Unternehmens ab. Die Fluggesellschaft habe aber ein neues Angebot "für Anfang nächster Woche" angekündigt, sagte der UFO-Verhandlungsführer Dirk Vogelsang. Dieses Angebot wolle die Gewerkschaft "kurzfristig bewerten".

Die neue Offerte der Lufthansa solle "bis spätestens Mittwoch" kommen, sagte Vogelsang. Dabei gehe es ausschließlich um Fragen der Vergütung. Zuvor habe UFO am späten Donnerstagnachmittag die Beendigung der Verhandlungen über das bisherige Angebotspaket beschlossen. Dann habe die Lufthansa das neue Angebot angekündigt. Dadurch gebe es jetzt noch "kein formales Scheitern der Tarifverhandlungen".

Die Tarifverhandlungen zwischen Lufthansa und UFO hatten sich über Monate hingezogen. Die Gewerkschaft hatte im April fünf Prozent mehr Lohn für die 18.000 Beschäftigten an Bord der Lufthansa-Flugzeuge gefordert. Daneben wollte die Gewerkschaft einen Verzicht auf Leiharbeit sowie Regelungen zu einer Beteiligung am Gewinn der Lufthansa. Kürzlich hatte die Mehrheit der in UFO vertretenen Flugbegleiter für Streiks gestimmt, sollte es zu keiner Einigung mit der Fluggesellschaft kommen.

cte/AFP

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1.
petsy157 17.08.2012
Zitat von sysopDie Verhandlungen sind vorerst gescheitert, dennoch gibt es noch keinen Streik. Die Lufthansa und die Flugbegleiter-Gewerkschaft haben ihre Gespräche vertagt, das Unternehmen kündigte ein neues Lohnangebot an. Flugbegleiter lehnen Lufthansa-Angebot ab - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,850638,00.html)
Warum immer mehr? Ich bin dafür, dass die Mitarbeiter am Unternehmensgewinn orientierte Gehälter bekommen. Also fährt ein Unternehmen 20% Gewinn nach Steuern ein, bekommt der Mitarbeiter auch 20% mehr Gehalt. Macht das Unternehmen aber Verluste, sinken die Gehälter auch um die Prozentpunkte der Verluste. Warum soll immer das Risiko auf einer Seite gebündelt werden? Die Mitarbeiter sind teil des Unternehmens, also sollten sie auch entsprechend beteiligt sein.
2.
ExXoN 17.08.2012
Zitat von petsy157Warum immer mehr? Ich bin dafür, dass die Mitarbeiter am Unternehmensgewinn orientierte Gehälter bekommen. Also fährt ein Unternehmen 20% Gewinn nach Steuern ein, bekommt der Mitarbeiter auch 20% mehr Gehalt. Macht das Unternehmen aber Verluste, sinken die Gehälter auch um die Prozentpunkte der Verluste. Warum soll immer das Risiko auf einer Seite gebündelt werden? Die Mitarbeiter sind teil des Unternehmens, also sollten sie auch entsprechend beteiligt sein.
Warum immer mehr? Ich bitte sie! Nach 3 Nullrunden der letzten Jahre kann man wohl etwas mehr verlangen. Meine Frau ist FB bei LH aber die Gehaltssteigerung ist eigentlich nur nebensächlich denn für die meisten gibt es viel wichtigere Punkte Die Katze ist aus dem Sack: LH legt ihr detailliertes "Tarifangebot" vor (http://www.ufo-online.com/flugbegleiter/index.php?option=com_content&view=article&id=376:Die%20Katze%20ist%20aus%20dem%20Sack:%20LH%20legt%20ihr%20detailliertes) Ich empfehle jedem der sich mit dem Thema beschäftigen will sich dortein Bild zu machen. Was LH dort macht ist eine Frechheit - hoffentlich kommt es zum Streik, anders scheinen es die Verantwortlichen nicht zu kapieren
3. Flugbegleiter
dergog 17.08.2012
Die Damen und Herren dieser Zunft haben einen schweren Job. Stets höflich, zuvorkommend und hilfsbereit zu jedem Kunden, auch wenn er noch so ein Stinkstiefel ist. Dafür sollten sie auch fair entlohnt werden. Sich aber auch mal umschauen, wie es den anderen Kollegen geht. Schnell kann der eigene Arbeitsplatz weg sein. Wer immer mehr will, bereitet am Ende sein eigens Aus vor. Am Gewinn bteiligt zu werden, ist aber ein Witz. Es müsste ein komplett neues Konstrukt des Arbeitsplatzes geschaffen werden. Könnte mir vorstellen, als freier Mitarbeiter auf Provisionsbasis. Gibt es schon in vielen Branchen. Das Dümmste aber ist, einer Gewerkschaft hinterher zu laufen. Der Verein kostet nur Geld und bringt heute nichts mehr. Und wenn es schief geht; Pech gehabt. Hauptsache, mein Arbeitsplatz ist sicher dank Eurer Beiträge. Selbst is der Mann/Frau. Trau keinem anderen.
4. Flugbegleiter
dergog 17.08.2012
Die Damen und Herren dieser Zunft haben einen schweren Job. Stets höflich, zuvorkommend und hilfsbereit zu jedem Kunden, auch wenn er noch so ein Stinkstiefel ist. Dafür sollten sie auch fair entlohnt werden. Sich aber auch mal umschauen, wie es den anderen Kollegen geht. Schnell kann der eigene Arbeitsplatz weg sein. Wer immer mehr will, bereitet am Ende sein eigens Aus vor. Am Gewinn bteiligt zu werden, ist aber ein Witz. Es müsste ein komplett neues Konstrukt des Arbeitsplatzes geschaffen werden. Könnte mir vorstellen, als freier Mitarbeiter auf Provisionsbasis. Gibt es schon in vielen Branchen. Das Dümmste aber ist, einer Gewerkschaft hinterher zu laufen. Der Verein kostet nur Geld und bringt heute nichts mehr. Und wenn es schief geht; Pech gehabt. Hauptsache, mein Arbeitsplatz ist sicher dank Eurer Beiträge. Selbst ist der Mann/Frau. Trau keinem anderen.
5. ich versteh die Unternehmen auch nicht - die Gehälter sollten zu 40 % in Aktien
labudaw 17.08.2012
Zitat von petsy157Warum immer mehr? Ich bin dafür, dass die Mitarbeiter am Unternehmensgewinn orientierte Gehälter bekommen. Also fährt ein Unternehmen 20% Gewinn nach Steuern ein, bekommt der Mitarbeiter auch 20% mehr Gehalt. Macht das Unternehmen aber Verluste, sinken die Gehältear auch um die Prozentpunkte der Verluste. Warum soll immer das Risiko auf einer Seite gebündelt werden? Die Mitarbeiter sind teil des Unternehmens, also sollten sie auch entsprechend beteiligt sein.
gezahlt werden - dann sind ALLE an ERFOLG und VERLUST beteiligt. Hätte man schon vor Jahrzehnten machen sollen - in der Regel sind in den Aufsichtsräten genügend Gewerkschafter (wenn es um Verantwortung tragen geht, ducken die sich immer weg) , die das Sagen haben, dann gibts Betriebsräte, Wirtschaftsräte usw.
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